SPEKTRUM: Leserbriefe
Grippeimpfung: Daten über Nebenwirkungen fehlen
Dtsch Arztebl 1999; 96(18): A-1164 / B-991 / C-930
Zu dem Beitrag "Ökonomische Bedeutung der Schutzimpfung" von Dr. med. Bernd W. Kressin und Dr. med. Johannes F. Hallauer in Heft 6/1999:


Die Autoren vernachlässigen unter anderem: Laut Robert Koch-Institut erkrankt jeder Deutsche jedes
Jahr neu etwa zwei bis sechs Mal an einem akuten respiratorischen Infekt, laut AK-Titer viele aber lebenslang
nie an Influenza. Weder die Anbieter noch die Überwachungsbehörde (Paul-Ehrlich-Institut) haben gezielt
ermittelte Daten, inwieweit unter den (jährlich propagierten) Influenza-Impfungen ernste Nebenwirkungen wie
das Guillain-Barré-Syndrom (Lasky et al., 1998: Risiko-Zunahme um 1,7 schon nach einer Impfung) weiter
vermehrt und Hühnereiweiß-Allergien (Yamane und Uemura, 1988: IgE-Zunahme signifikant schon nach einer
Impfung) geboostert werden. Trotz ihrer quantitativ und qualitativ bescheidenen Daten rechnen die Autoren für
ganz Deutschland hoch:
Im angeblichen Epidemie-Jahr 1995/1996 seien 2,615 Milliarden DM Behandlungskosten angeblich durch
Influenza entstanden, die Impfung der gesamten Bevölkerung koste dagegen "nur" 2,063 Milliarden DM - jedes
Jahr . . .
Dr. med. Hasso von Boehmer, Jürgens-Allee 56a, 22609 Hamburg
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