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Demenzerkrankungen: KBV fordert mehr Hilfe für pflegende Angehörige

Dtsch Arztebl 2015; 112(39): A-1545 / B-1289 / C-1261

Hillienhof, Arne

Anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21. September hat Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), für mehr Unterstützung pflegender Angehöriger geworben. Diese seien durch die Pflege oft enorm belastet und brauchten selbst Hilfe.

Laut KBV werden rund 80 Prozent aller Menschen mit Demenz von ihren Angehörigen versorgt und begleitet. Dadurch könnten Betroffene möglichst lange in ihrem vertrauten Umfeld leben und soziale Kontakte behalten. „Viele Angehörige übernehmen diese schwere und verantwortungsvolle Aufgabe mit großen Engagement meist über viele Jahre hinweg“, sagte Feldmann.

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Ohne Unterstützung und Entlastung könnten sie jedoch schnell selbst an ihre physischen und psychischen Grenzen stoßen. Deshalb hat die KBV ein Versorgungsprogramm speziell für pflegende Angehörige entwickelt. Teil des Programms ist ein präventiver Check-up beim Hausarzt. Bei der Untersuchung soll das persönliche Gesundheitsrisiko des pflegenden Angehörigen erfasst werden, um daraus Empfehlungen abzuleiten.

„Wir haben damit ein niedrigschwelliges Angebot, das den Pflegenden und damit indirekt auch wieder denjenigen zugutekommt, die sie betreuen“, so Feldmann. Ein Vertragsentwurf liege bereits vor. Leider seien die Krankenkassen bislang nicht bereit, ihren Versicherten ein solches Behandlungsangebot zur Verfügung zu stellen. hil

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