MEDIZIN: Originalarbeit

Langzeitergebnisse der Tonsillektomie bei Erwachsenen

Long-term results from tonsillectomy in adults

Dtsch Arztebl Int 2015; 112(50): 849-55; DOI: 10.3238/arztebl.2015.0849

Senska, Götz; Atay, Halil; Pütter, Carolin; Dost, Philipp

Hintergrund: Mit mehr als 400 000 Eingriffen pro Jahr in Ländern der Europäischen Union ist die Tonsillektomie eine der häufigsten Operationen. Dennoch sind Langzeituntersuchungen zur Lebensqualität selten.

Methode: Im Jahr 2004 wurden bei erwachsenen, deutschsprachigen Patienten mit Hilfe eines eigenen Fragebogens und des Glasgow Benefit Inventory Daten zur Lebensqualität erhoben. Die vorliegende Studie zeigt die Ergebnisse der zum Teil viele Jahre später durchgeführten Nachuntersuchung. 114 Patienten mit rezidivierender Tonsillitis wurden in diese deskriptive Studie eingeschlossen.

Ergebnisse: Von den 114 Patienten konnten 97 (85 %) nach 14 Monaten und 71 (62 %) nach circa sieben Jahren befragt werden. Der Glasgow Benefit Inventory zeigte eine postoperative Verbesserung der Lebensqualität nach 14 Monaten und nach 7 Jahren in der Gesamtpunktzahl von im Median 16,67 (Quartile 11,11/25) beziehungsweise von 13,89 (Quartile 8,33/25) (p = 0,168). Die Zahl der Halsschmerzepisoden sank von präoperativ 10 auf postoperativ 2 (p = 0,0001). Die Anzahl der Arztbesuche, die Schmerzmittel- und Antibiotikaeinnahmen sowie die Arbeitsfehltage gingen über den gesamten Zeitraum ebenfalls signifikant zurück.

Schlussfolgerung: Die Tonsillektomie war mit einer über Jahre stabilen Verbesserung der Lebensqualität, des Gesundheitszustands und einer geringeren Nutzung medizinischer Ressourcen assoziiert. Bei einer Antwortquote von 62 % nach 7 Jahren kann nicht ausgeschlossen werden, dass mehr Patienten an der Befragung teilgenommen haben, die einen positiven postoperativen Verlauf erlebt hatten.

Die Tonsillektomie ist eine der häufigsten Operationen überhaupt (1). Die Anzahl der Untersuchungen zum subjektiven Erfolg für den Patienten steht deutlich hinter der Anzahl der Erhebungen zu den ökonomischen und klinischen Daten. Wie aktuelle Beispiele zeigen, sind sowohl Tonsillektomien selbst als auch die Häufigkeit ihrer Durchführung – gerade in Deutschland – eine Quelle für ausgiebige Diskussionen und Kritik, die bis in die Publikumsmedien getragen wird (24). Bezeichnend für diese Entwicklung ist der enorme Anstieg an Veröffentlichungen. Sahen die Autoren der vorliegenden Arbeit 2008 bei ihrer Medline-Recherche mit den Begriffen „life quality tonsillectomy“, „benefit tonsillectomy“ und „economic tonsillectomy“ nur elf relevante, jemals veröffentlichte Untersuchungen zum Thema Lebensqualität nach Tonsillektomie, so waren dies im Jahr 2014 schon mehr als 30. Die meisten dieser Untersuchungen beschäftigen sich allerdings mit den klinischen Ergebnissen, gemessen an objektiven postoperativen Resultaten (510). Mittlerweile steigt jedoch auch die Anzahl an Untersuchungen, in denen die subjektive Einschätzung der Patienten eine Rolle spielt (1114). Ein weiterer auch in der Fachliteratur diskutierter Aspekt betrifft die Kürze der Untersuchungszeiträume. Bisher konnten Aussagen über den postoperativen Erfolg im Hinblick auf Monate bis wenige Jahre getroffen werden. Studien, in denen ein längerer Zeitraum betrachtet wird, sind sehr selten (14).

Die Autoren dieser Arbeit haben bereits im Jahr 2010 eine Studie zu diesem Thema veröffentlicht und sich entschlossen dieselben Patienten nun erneut zu befragen, um die Konstanz der Ergebnisse zu untersuchen (15). Ziel dieser deskriptiven Studie war es, sowohl die subjektiv empfundene Änderung der Lebensqualität nach Tonsillektomie als auch objektivierbare Parameter, wie die Zahl der Arztbesuche und den Ressourcenverbrauch, zu erfassen.

Methode

Die Autoren führten eine explorative Analyse durch. Insgesamt wurden konsekutiv präoperativ 114 Patienten befragt. Bei diesen war im Jahr 2004 im Marienhospital Gelsenkirchen eine elektive Tonsillektomie durchgeführt worden. Einschlusskriterien waren:

  • Volljährigkeit
  • gute Kenntnis der deutschen Sprache
  • zumindest drei akute Tonsillitiden in den vorangegangenen 12 Monaten.

Die Patienten waren den Autoren durch Fachärzte oder Allgemeinmediziner zur Operation zugewiesen worden. Ausschlusskriterien waren:

  • Abszesstonsillektomie
  • Tonsillektomie bei Neoplasie (-verdacht)
  • ausschließliche Hyperplasie der Tonsillen
  • die Tonsillektomie à chaud.

Nachdem die Patienten über die Modalitäten aufgeklärt worden waren und der Operation sowie der Studienteilnahme schriftlich zugestimmt hatten, wurden sie am Tag vor dem Eingriff in Form eines strukturierten Interviews befragt. Dabei wurde ein selbstentwickelter Fragebogen eingesetzt, der im Gegensatz zum GBI einen kontrollierten Vorher-Nachher-Vergleich zulässt.

Die gleichen Fragen wurden den Patienten 14 Monate und – im arithmetischen Mittel – sieben Jahre nach der Operation (2004–2005) im Rahmen eines ebenfalls standardisierten Telefoninterviews erneut gestellt. Die Bewertung bezog sich stets auf die 12 vorangegangenen Monate. Die Patienten wurden zunächst bis zu dreimal angerufen und bei Nichterreichen angeschrieben. Danach wurde beim Einwohnermeldeamt nach dem neuen Wohnort gefragt und die Patienten wurden erneut zweimal angeschrieben. Erst danach wurden die Nichterreichten N = 43 Patienten als Non-Responder gewertet. Nach 14 Monaten und zum zweiten Zeitpunkt wurden die Patienten zusätzlich mit dem Glasgow Benefit Inventory (GBI) befragt. Das GBI wurde 1996 für Nutzenbewertungen nach otorhinolaryngologischen Eingriffen entwickelt und kann für verschiedene Interventionen angewendet werden (16, 17). Mit dem GBI können Änderungen des Gesundheitszustandes und der Lebensqualität nach einer chirurgischen Intervention gemessen werden; das Befragungsinstrument ist hierfür validiert (18).

Die Operationen wurden von Mitarbeitern unterschiedlicher Ausbildungsgrade durchgeführt. Alle Eingriffe erfolgten in Vollnarkose mit der sogenannten „cold steel“-Technik (19, 20). Hierbei werden Entlastungsschnitte der Mukosa mittels Schere geführt und anschließend wird die Tonsille mittels eines Raspatoriums aus der Fossa tonsillaris gelöst. Die wesentlichen Komplikationen und Nebenwirkungen der Tonsillektomie (Blutungen und Schmerzen) (21) waren Gegenstand einer eigenen, teilweise bereits veröffentlichten Untersuchung (22). Diese Studie wurde von der Ethik-Kommission der Ärztekammer Westfalen-Lippe genehmigt.

Statistische Methodik

Die Patientencharakteristika wurden durch deskriptive Maßzahlen (Median, Quartile) und Häufigkeitstabellen dargestellt und, wo nötig, anhand einfacher univariater Tests (Wilcoxon Rangsummentest und exakter Test nach Fisher) miteinander verglichen. Alle resultierenden p-Werte wurden (ohne weitere Adjustierung) deskriptiv angegeben. Zum Testen der prä- und postoperativen Unterschiede (Analgetika-, Antibiotikagabe, Halsschmerzepisoden, Arztbesuche und Arbeitsfehltage) wurde der Wilcoxon-Vorzeichen-Test verwendet. In einer multivariaten Analyse mit dem linearen gemischten Modell für longitudinale Daten wurde neben dem Effekt über die Zeit auch der Einfluss von Alter und Geschlecht auf die Anzahl der Halsschmerzepisoden pro Jahr untersucht. Dabei wurden als Robustheitsanalyse unterschiedliche Kovarianzstrukturen für die zufälligen Effekte des linearen gemischten Modells (diagonal; unstrukturiert; Compound Symmetry mit heterogenen Varianzen) verwendet.

Bei einer Stichprobengröße von N = 114 lassen sich Effektgrößen von 0,25 und größer, bei N = 71 von 0,33 und größer im Vorher-Nachher-Vergleich nachweisen. Effektstärken von 0,5 und größer werden üblicherweise als mittlere Effekte bezeichnet.

Ergebnisse

Im Jahr 2004 waren 467 Patienten tonsillektomiert worden, die aufgrund der genannten Gründe aus der Studie ausgeschlossen werden mussten. 114 Patienten erfüllten die Einschlusskriterien. Von diesen konnten 14 Monate postoperativ n = 97 (85 %) und nach 7 Jahren (2004–2011) n = 71 (62 %) erneut befragt werden.

Unter den 97 beziehungsweise 71 befragten Patienten befanden sich 73 (75 %)/53 (75 %) Frauen und 24 (25 %)/18 (25 %) Männer. Die Geschlechterverteilung unter allen operierten volljährigen Patienten im Jahr 2004 umfasste im Vergleich dazu 41 % Männer zu 59 % Frauen. Der jüngste Studienteilnehmer zum Operationszeitpunkt war 18 und der älteste Teilnehmer 62 Jahre alt. Der Altersmedian der Studienteilnehmer lag 2004 bei 26 Jahren (Mittelwert 28 Jahre) und hat sich in den befragten Gruppen unter Berücksichtigung der fortgeschrittenen Zeit (nach 14 Monaten, nach sieben Jahren) nicht verändert. Das Durchschnittsalter zu Studienbeginn unterschied sich nicht zwischen Männern (28,2 Jahre) und Frauen (27,9 Jahre).

Vor der Operation lag der Median der Anzahl an Tonsillitiden beziehungsweise Halsschmerzepisoden bei 6 pro Jahr (Mittelwert: 10); postoperativ sank er auf 1 (Mittelwert 2). Einzelheiten sind in Tabelle 1 dargestellt. Die postoperativ geringere Anzahl von Halsschmerzepisoden unterschied sich von der Anzahl vor OP (p = 0,0001).

Tabelle 1
Halsschmerzepisoden, Arztbesuche und Arbeitsausfall im vorangegangenen Jahr

In der multivariaten Analyse mit dem gemischten Modell bestätigte sich die gefundene Abnahme der Halsschmerzepisoden pro Jahr über die Zeit hinweg (p < 0,0001). Signifikante Einflüsse von Alter oder Geschlecht konnten nicht nachgewiesen werden, auch nicht auf den zeitlichen Verlauf der Anzahl von Halsschmerzepisoden pro Jahr. Sensitivitätsanalysen für verschiedene Kovarianzstrukturen der zufälligen Effekte zeigten robuste Ergebnisse.

Präoperativ benötigten 58 (51 %) von 114 Patienten wegen Halsinfekten Analgetika (Tabelle 2). Durchschnittlich hatten diese Patienten im vorangegangenen Jahr der Operation 1,6-mal ein Analgetikum eingenommen. Nach 7 Jahren benutzten 16 (23 %) der befragten 71 Patienten ein Analgetikum. Auch der Gebrauch von Antibiotika aufgrund von Halsschmerzen ging postoperativ zurück (Tabelle 2). Präoperativ hatten die Patienten, die ein Antibiotikum eingenommen hatten, im Schnitt viermal pro Jahr ein Antibiotikum angewendet, nach 14 Monaten und 7 Jahren war das 2,5-mal der Fall.

Tabelle 2
Anzahl der Patienten, die Schmerzmittel und Antibiotika einnahmen, pro vorangegangenem Jahr und im Vergleich

Der Median der Arztbesuche lag präoperativ bei 4 (Mittelwert: 5) und ging 14 Monate postoperativ und nach 7 Jahren auf 0 (Mittelwert: 0,7) zurück. Für 71/50 (73 %/70 %) Patienten bestand nach der Operation keine Notwendigkeit, den Haus- oder HNO-Arzt aufgrund von Halsschmerzen zu konsultieren (Tabelle 1).

Der Median der Anzahl von tonsillitis- oder halsschmerzbedingten Arbeitsfehltagen sank von 10 Tagen (Mittelwert: 11,9) präoperativ auf 0 Tage (Mittelwert: 1,4/1,8) postoperativ (p < 0,001) (Tabelle 1).

Detaillierte Ergebnisse der GBI-Befragung sind in der eTabelle dargestellt. Bezogen auf die Subskala „gesellschaftliche Unterstützung“, also die Hilfe durch Familie und Freunde, nannten nur 7 Patienten der damals 97 Befragten eine Änderung zu den präoperativen Verhältnissen. Nun waren es 17 der 71 befragten Patienten. Dabei bietet sich ein vielschichtiges Bild aus Patienten, die nun eine Veränderung spüren und Patienten, die in der letzten Befragung eine Veränderung angaben, nun aber keine mehr feststellen (Grafik).

Grafik
Boxplots zum Vergleich Glasgow Benefit Inventory (GBI) postoperativ und nach 7 Jahren
eTabelle
Glasgow Benefit Inventory (GBI) im Vergleich 14 Monate und 7Jahre postoperativ

Diskussion

Es gibt bisher kaum Untersuchungen zu subjektiven Langzeitergebnissen. Die Beobachtungszeiträume betragen selten mehr als ein Jahr (7, 8, 13, 23). Die wenigsten Studien beinhalten einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren (14, 24).

In keiner der genannten Studien – wie auch in der eigenen – gab es ein Vergleichskollektiv, dass konservativ behandelt wurde (Tabelle 3).

Tabelle 3
Bisher verfügbare Langzeitstudien (Länge des Follow-up mehr als 12 Monate) weltweit, veröffentlicht auf englisch oder deutsch

Tatsächlich ist die vorliegende Beobachtung von sieben Jahren der bisher längste den Autoren bekannte Zeitraum.

Der Altersdurchschnitt der Patienten zum Operationszeitpunkt ist vergleichbar mit anderen Studien mit erwachsenen Patienten (7, 13, 14, 24, 25).

Die auffallende Geschlechterverteilung zum Operationszeitpunkt zugunsten der Frauen (3,5 : 1) hat sich über die Jahre der Nachbeobachtung nicht verändert. Sie findet sich in Ansätzen auch in vergleichbaren Studien (bis zu 3 : 1) (14, 24, 25). Die Variabilität ist hier über die bekannten Untersuchungen hinweg hoch.

Die Autoren der vorliegenden Studie konnten in ihrem Kollektiv 62 % der Teilnehmer nach 7 Jahren erneut befragen. Im Vergleich dazu konnten in anderen Studien zwischen 26 und 91 % der Teilnehmer erreicht werden (14, 25). Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dies zu einer Verzerrung der Ergebnisse geführt hat. Die Autoren gehen allerdings auch aufgrund der anderen erhobenen Parameter (Altersdurchschnitt, Geschlechterverteilung) von einem geringen systematischen Fehler durch Verlust an Teilnehmern aus.

Zu den folgenden Vergleichen ist zu bemerken, dass nur eine weitere Studie einen ähnlichen Nachbeobachtungszeitraum hat (14). Dieses Merkmal der vorliegenden Untersuchung macht es somit schwierig, die Resultate in Ergebnisse anderer Publikationen einzureihen.

Mit der Operation war eine Verringerung der Anzahl an Halsschmerzepisoden assoziiert (p = 0,0001). Dies blieb über den weiteren Untersuchungszeitraum von sechs Jahren stabil. Zu gleichen oder sehr ähnlichen Ergebnissen kommen Nikakhlagh et al. (9) sowie Wolfensberger und Mund (26). Damit verbunden war auch die gesunkene Frequenz der Einnahme von Analgetika aufgrund von Halsschmerzen. Diese Ergebnisse decken sich mit denen anderer Studien (7, 8, 27). Bei der zweiten Befragung konnte ein Anstieg an benötigten Schmerzmitteln ermittelt werden. Bisher gibt es nur eine den Autoren bekannte Studie, die ebenfalls gezielt Patienten nach Mandeloperation über einen längeren Zeitraum beobachtete (14). Dort war das Hauptstudienziel zwar ein anderes (Reduktion von Schnarchen), allerdings stellten Wireklint et al. auch hier fest, dass über die Zeit ein kleiner Teil des Kollektives Probleme im HNO-Bereich entwickelte.

Trotz gesunkenen Bedarfs benötigte fast jeder vierte Patient noch ein Antibiotikum aufgrund von Halsschmerzen, auch wenn die Frequenz deutlich seltener war.

Übereinstimmend mit Mui et al. (8), Bhattacharyya et al. (7), Nikakhlagh et al. (9) und Wikstén et al. (23) wurde in der vorliegenden Untersuchung eine bedeutende Abnahme der Anzahl an Arztbesuchen beobachtet. Vor der Operation waren es zwischen 4 (Mui et al. [8], eigenes Kollektiv) und 6 Arztbesuche (Nikakhlagh [9], Bhattacharyya [7]). Diese Tendenz hat sich im eigenen Patientenkollektiv nach 7 Jahren nicht geändert. Bhattacharyya und Kepnes beschrieben bereits 2002 (7) mit Hilfe einer Wirtschaftlichkeitsanalyse einen Break-even-Punkt der Tonsillektomie nach 2,7 Jahren. Nach den vorliegenden Ergebnissen darf man annehmen, dass es über die Zeit nicht zu einer Umkehr dieser Annahme kommt, vorausgesetzt die Indikation zur Tonsillektomie stimmt.

Um die subjektive Einschätzung der Lebensqualität nach Tonsillektomie zu erfassen, wurde das Glasgow Benefit Inventory (GBI) genutzt (16). Hohe GBI-Werte ergaben sich in allen vergleichbaren Studien beim Gesamtwert und beim Wert für die Subskala „allgemeines Lebensgefühl“. Die Auswertung der Antworten zu den Fragen dieser Subskala zeigt, dass sich insbesondere das Lebensgefühl beziehungsweise die -zufriedenheit sowie die Kontakte und Beziehungen im gesellschaftlichen Umfeld (zum Beispiel Beruf und Öffentlichkeit) verbessert hatten. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass infolge weniger krankheitsbedingter Ausfälle soziale Bindungen intensiver sind.

Auch Schwentner et al. (Nachbeobachtung fünf Jahre) (24) und Baumann et al. (Nachbeobachtung 2,2 Jahre) (28) sahen die höchsten GBI-Werte für „allgemeines Lebensgefühl“ und „allgemeine körperliche Gesundheit“, wohingegen sich die Beziehung zu Familie und Freunden nicht veränderte. Dies deckt sich mit der aktuellsten Studie, von Koskenkorva et al. (11), die nach sechs Monaten eine deutliche Verbesserung in den genannten Punkten und kaum eine Änderung in der Unterskala „Beziehung zu Familie und Freunden“ sahen. Einen anderen Fragebogen benutzten Powell et al. (13) sowie Wireklint und Ericsson (14), jedoch sahen auch sie eine Steigerung bei den Antworten zu Fragen der körperlichen und seelischen Physis.

Bhattacharyya et al. fanden hingegen 2001 (27) nach einem Zeitraum von 3,5 Jahren nur eine geringe Verbesserung (+9) der „körperlichen Gesundheit“, was verglichen mit den Unterskalen für „allgemeines Lebensgefühl“ (+35) und „Beziehung zu Familie und Freunden“ (+14) überrascht. Eine schlüssige Erklärung für diese Differenz fanden die Autoren der vorliegenden Studie nicht.

Der Hauptunterschied im Vergleich zu anderen Untersuchungen ist die lange Nachbeobachtungsperiode. Unterschiede zu den bisherigen Studien ergeben sich ferner aus der Antwortquote von 62 % und den zusätzlich erhobenen Parametern: Frequenz an Arbeitsfehltagen, Arztkonsultationen, Halsschmerzepisoden und Medikamenteneinnahme.

Die Autoren der vorliegenden Arbeit entschieden sich ebenso wie die Autoren vorangegangener Untersuchungen (7, 11, 12, 25, 28) für den retrospektiven Ansatz einer Befragung zur Lebensqualität nach Tonsillektomie, hier mit Hilfe des etablierten GBI. Die Stärke dieser Studie liegt in der direkten Vergleichbarkeit zweier Nachbeobachtungsperioden und den langen Follow-ups. Das Studiendesign ist prospektiv; der retrospektive Ansatz ist – bedingt durch die Notwendigkeit für Erinnerungsschreiben – prinzipiell mit einem gewissen systematischen Fehler verbunden, weltweit allerdings in dieser Form Standard.

Limitationen

Auch bei einer Antwortquote von 62 % ist nicht auszuschließen, dass lediglich Patienten teilgenommen haben, die einen positiven postoperativen Verlauf erlebten. Diesen Eindruck hatten die Autoren während der Interviews allerdings nicht. Hier gab es durchaus enttäuschte Reaktionen. Ein weiterer Punkt ist der studienbedingte Mangel einer Randomisierung. Ferner befanden sich in der befragten Gruppe anteilig weniger Männer als Frauen. Einen Unterschied in der geschlechterspezifischen Auswertung der Ergebnisse sahen die Autoren jedoch nicht.

Fazit

Die vorgelegte Studie zeigt, dass bei Erwachsenen mit wiederkehrender Halsschmerzsymptomatik in Form von Tonsillitiden – wie sie im eigenen Patientenkollektiv mindestens dreimal pro Jahr aufgetreten war – nach einer Tonsillektomie mit einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität zu rechen ist. Zudem werden ökonomische Auswirkungen wie ein geringerer Medikamentenverbrauch, weniger Arbeitsfehltage und seltenere Arztbesuche erkennbar. Dieser Effekt bleibt auf Jahre konstant.

Ob die Umstellung des Entgeltsystems für Krankenhäuser in Form der diagnosebezogenen Fallgruppen (DRG) einen Einfluss auch auf die ambulante Betreuung und damit diese Untersuchung hat, können wir nicht ausschließen.

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 9. 2. 2015, revidierte Fassung angenommen: 9. 9. 2015

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Götz Senska
Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Plastische Operationen
Marienhospital Gelsenkirchen GmbH
Virchowstraße 122
45886 Gelsenkirchen
goetzsenska@arcor.de

Zitierweise
Senska G, Atay H, Pütter C, Dost P: Long-term results from tonsillectomy in adults. Dtsch Arztebl Int 2015; 112: 849–55. DOI: 10.3238/arztebl.2015.0849

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eTabelle:
www.aerzteblatt.de/15m0849 oder über QR-Code

1.
Eurostat 2011: Hospital patients. Main surgical operations and procedures performed in hospitals (by ICD-9-CM) (2005 onwards). http://ec.europa.eu/eurostat/cache/metadata/Annexes/hlth_act_esms_an1.pdf (last accessed on 1 April 2015).
2.
Schoenstein M, Kumar A: Managing hospital volumes Germany and experiences from OECD Countries. 2013 http://www.oecd.org/els/health-systems/ManagingHospitalVolumes_GermanyandExperiencesfromOECDCountries.pdf (last accessed on 1 April 2015).
3.
Nolting HD, Zich K, Deckenbach B: Faktencheck Gesundheit Mandeloperation Bertelsmann-Stiftung. 2013; https://mandeloperation.faktencheck-gesundheit.de/fileadmin/daten_fcm/Dokumente/FCM_Report_Web.pdf (last accessed on 1 April 2015).
4.
Sun LM, Chen HJ, Li TC, Sung FC, Kao CH: A nationwide population-based cohort study on tonsillectomy and subsequent cancer incidence. Laryngoscope 2015; 125: 134–9 CrossRef MEDLINE
5.
Buskens E, van Staaij B, van den Akker J, Hoes AW, Schilder AG: Adenotonsillectomy or watchful waiting in patients with mild to moderate symptoms of throat infections or adenotonsillar hypertrophy: a randomized comparison of costs and effects. Arch Otolaryngol Head Neck Surg 2007; 133: 1083–8 CrossRef MEDLINE
6.
Paradise JL, Bluestone CD, Colborn DK, Bernard BS, Rockette HE, Kurs-Lasky M:Tonsillectomy and adenotonsillectomy for recurrent throat infection in moderately affected children. Pediatrics 2002; 110: 7–15 CrossRef
7.
Bhattacharyya N, Kepnes LJ.: Economic benefit of tonsillectomy in adults with chronic tonsillitis. Ann Otol Rhinol Laryngol 2002; 111: 983–8 CrossRef MEDLINE
8.
Mui S, Rasgon BM, Hilsinger RL Jr: Efficacy of tonsillectomy for recurrent throat infection in adults. Laryngoscope 1998; 108: 1325–8 CrossRef
9.
Nikakhlagh S, Rahim F, Boostani H, Shirazi ST, Saki N: The effect of adenotonsillectomy on quality of life in adults and pediatric patients. Indian J Otolaryngol Head Neck Surg 2012; 64: 181–3 CrossRef MEDLINE PubMed Central
10.
Pajic´ - Penavic´  I, Danic´  D, Mrzljak-Vuč inic´  N, Matic´  I, Vukovic´ - Arar Z, Dikanovic´  M: Postoperative quality of life after two different methods of tonsillectomy. Wien Klin Wochenschr 2013; 125: 524–8 CrossRef MEDLINE
11.
Koskenkorva T, Koivunen P, Läärä E, Alho OP: Predictive factors for quality of life after tonsillectomy among adults with recurrent pharyngitis: a prospective cohort study. Clin Otolaryngol 2014; 39: 216–23 CrossRef MEDLINE
12.
Ovesen T, Kamarauskas A, Hlidarsdottir T, Dahl MR, Mainz J: Good long-term results after tonsillectomy in ear, nose and throat practices.Dan Med J 2013; 60: A4637 MEDLINE
13.
Powell HR, Mehta N, Daly N, Watters GW: Improved quality of life in adults undergoing tonsillectomy for recurrent tonsillitis. Is adult tonsillectomy really a low priority treatment? Eur Arch Otorhinolaryngol 2012; 269: 2581–4 CrossRef MEDLINE
14.
Wireklint S, Ericsson E: Health-related quality of life after tonsillotomy versus tonsillectomy in young adults: 6 years postsurgery follow-up. Eur Arch Otorhinolaryngol 2012; 269: 1951–8 CrossRef MEDLINE
15.
Senska G, Ellermann S, Ernst S, Lax H, Dost P: Recurrent tonsillitis in adults—the quality of life after tonsillectomy. Dtsch Arztebl Int 2010; 107: 622–8 MEDLINE PubMed Central
16.
MRC Institute of Hearing Research: Glasgow Health Status Questionnaires (GBI & GHSI). www.ihr.mrc.ac.uk/projects/gbi (last accessed on 19 September 2015).
17.
Robinson K, Gatehouse S, Browning GG: Measuring patient benefit from otorhinolaryngological surgery and therapy. Ann Otol Rhinol Laryngol 1996; 105: 415–22 CrossRef
18.
Schwentner I, Schwentner C, Schmutzhard J, et al.: Validation of the German Glasgow children’s benefit inventory. J Eval Clin Pract 2007; 13: 942–6 CrossRef MEDLINE
19.
Leinbach RF, Markwell SJ, Colliver JA, Lin SY: Hot versus cold tonsillectomy: a systematic review of the literature. Otolaryngol Head Neck Surg 2003; 129: 360–4 CrossRef
20.
Theissing J: Tonsillektomie. In: Theissing J, Rettinger G, Werner JA. HNO-Operationslehre. 4nd edition. Stuttgart, New York: Thieme Verlag 2006; 156–61.
21.
Stuck BA, Windfuhr JP, Genzwürker H, Schroten H, Tenenbaum T, Götte K: Tonsillectomy in children. Dtsch Arztebl Int 2008; 105: 852–60 VOLLTEXT
22.
Senska G, Schröder H, Pütter C, Dost P: Significantly reducing post-tonsillectomy haemorrhage requiring surgery by suturing the faucial pillars: a retrospective analysis. PLoS One 2012; 7: e47874 CrossRef MEDLINE PubMed Central
23.
Wikstén J, Blomgren K, Roine RP, Sintonen H, Pitkäranta A: Effect of tonsillectomy on health-related quality of life and costs. Acta Otolaryngol 2013; 133: 499–503 CrossRef MEDLINE
24.
Schwentner I, Höfer S, Schmutzhard J, Deibl M, Sprinzl GM: Impact of tonsillectomy on quality of life in adults with chronic tonsillitis. Swiss Med Wkly 2007; 137: 454–61 MEDLINE
25.
Witsell DL, Orvidas LJ, Stewart MG, et al.: TO TREAT Study Investigators: Quality of life after tonsillectomy in adults with recurrent or chronic tonsillitis. Otolaryngol Head Neck Surg 2008; 138: 1–8 CrossRef MEDLINE
26.
Wolfensberger M, Mund MT: Evidenzbasierte Indikation zur Tonsillektomie. Ther Umsch 2004; 61: 325–8 CrossRef MEDLINE
27.
Bhattacharyya N, Kepnes LJ, Shapiro J: Efficacy and quality-of-life impact of adult tonsillectomy. Arch Otolaryngol Head Neck Surg 2001; 127: 1347–50 CrossRef
28.
Baumann I, Kucheida H, Blumenstock G, Zalaman IM, Maassen MM, Plinkert PK: Benefit from tonsillectomy in adult patients with chronic tonsillitis. Eur Arch Otorhinolaryngol 2006; 263: 556–9 CrossRef MEDLINE
Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Plastische Operationen, Marienhospital Gelsenkirchen GmbH: Dr. med. Senska, Dr. med. Atay, Prof. Dr. med. Dost
Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie,
Universitätsklinikum Essen: Dr. rer. medic. Pütter
Grafik
Boxplots zum Vergleich Glasgow Benefit Inventory (GBI) postoperativ und nach 7 Jahren
Tabelle 1
Halsschmerzepisoden, Arztbesuche und Arbeitsausfall im vorangegangenen Jahr
Tabelle 2
Anzahl der Patienten, die Schmerzmittel und Antibiotika einnahmen, pro vorangegangenem Jahr und im Vergleich
Tabelle 3
Bisher verfügbare Langzeitstudien (Länge des Follow-up mehr als 12 Monate) weltweit, veröffentlicht auf englisch oder deutsch
eTabelle
Glasgow Benefit Inventory (GBI) im Vergleich 14 Monate und 7Jahre postoperativ
1.Eurostat 2011: Hospital patients. Main surgical operations and procedures performed in hospitals (by ICD-9-CM) (2005 onwards). http://ec.europa.eu/eurostat/cache/metadata/Annexes/hlth_act_esms_an1.pdf (last accessed on 1 April 2015).
2.Schoenstein M, Kumar A: Managing hospital volumes Germany and experiences from OECD Countries. 2013 http://www.oecd.org/els/health-systems/ManagingHospitalVolumes_GermanyandExperiencesfromOECDCountries.pdf (last accessed on 1 April 2015).
3.Nolting HD, Zich K, Deckenbach B: Faktencheck Gesundheit Mandeloperation Bertelsmann-Stiftung. 2013; https://mandeloperation.faktencheck-gesundheit.de/fileadmin/daten_fcm/Dokumente/FCM_Report_Web.pdf (last accessed on 1 April 2015).
4.Sun LM, Chen HJ, Li TC, Sung FC, Kao CH: A nationwide population-based cohort study on tonsillectomy and subsequent cancer incidence. Laryngoscope 2015; 125: 134–9 CrossRef MEDLINE
5.Buskens E, van Staaij B, van den Akker J, Hoes AW, Schilder AG: Adenotonsillectomy or watchful waiting in patients with mild to moderate symptoms of throat infections or adenotonsillar hypertrophy: a randomized comparison of costs and effects. Arch Otolaryngol Head Neck Surg 2007; 133: 1083–8 CrossRef MEDLINE
6.Paradise JL, Bluestone CD, Colborn DK, Bernard BS, Rockette HE, Kurs-Lasky M:Tonsillectomy and adenotonsillectomy for recurrent throat infection in moderately affected children. Pediatrics 2002; 110: 7–15 CrossRef
7.Bhattacharyya N, Kepnes LJ.: Economic benefit of tonsillectomy in adults with chronic tonsillitis. Ann Otol Rhinol Laryngol 2002; 111: 983–8 CrossRef MEDLINE
8.Mui S, Rasgon BM, Hilsinger RL Jr: Efficacy of tonsillectomy for recurrent throat infection in adults. Laryngoscope 1998; 108: 1325–8 CrossRef
9.Nikakhlagh S, Rahim F, Boostani H, Shirazi ST, Saki N: The effect of adenotonsillectomy on quality of life in adults and pediatric patients. Indian J Otolaryngol Head Neck Surg 2012; 64: 181–3 CrossRef MEDLINE PubMed Central
10.Pajic´ - Penavic´  I, Danic´  D, Mrzljak-Vuč inic´  N, Matic´  I, Vukovic´ - Arar Z, Dikanovic´  M: Postoperative quality of life after two different methods of tonsillectomy. Wien Klin Wochenschr 2013; 125: 524–8 CrossRef MEDLINE
11.Koskenkorva T, Koivunen P, Läärä E, Alho OP: Predictive factors for quality of life after tonsillectomy among adults with recurrent pharyngitis: a prospective cohort study. Clin Otolaryngol 2014; 39: 216–23 CrossRef MEDLINE
12.Ovesen T, Kamarauskas A, Hlidarsdottir T, Dahl MR, Mainz J: Good long-term results after tonsillectomy in ear, nose and throat practices.Dan Med J 2013; 60: A4637 MEDLINE
13.Powell HR, Mehta N, Daly N, Watters GW: Improved quality of life in adults undergoing tonsillectomy for recurrent tonsillitis. Is adult tonsillectomy really a low priority treatment? Eur Arch Otorhinolaryngol 2012; 269: 2581–4 CrossRef MEDLINE
14.Wireklint S, Ericsson E: Health-related quality of life after tonsillotomy versus tonsillectomy in young adults: 6 years postsurgery follow-up. Eur Arch Otorhinolaryngol 2012; 269: 1951–8 CrossRef MEDLINE
15.Senska G, Ellermann S, Ernst S, Lax H, Dost P: Recurrent tonsillitis in adults—the quality of life after tonsillectomy. Dtsch Arztebl Int 2010; 107: 622–8 MEDLINE PubMed Central
16.MRC Institute of Hearing Research: Glasgow Health Status Questionnaires (GBI & GHSI). www.ihr.mrc.ac.uk/projects/gbi (last accessed on 19 September 2015).
17.Robinson K, Gatehouse S, Browning GG: Measuring patient benefit from otorhinolaryngological surgery and therapy. Ann Otol Rhinol Laryngol 1996; 105: 415–22 CrossRef
18.Schwentner I, Schwentner C, Schmutzhard J, et al.: Validation of the German Glasgow children’s benefit inventory. J Eval Clin Pract 2007; 13: 942–6 CrossRef MEDLINE
19.Leinbach RF, Markwell SJ, Colliver JA, Lin SY: Hot versus cold tonsillectomy: a systematic review of the literature. Otolaryngol Head Neck Surg 2003; 129: 360–4 CrossRef
20.Theissing J: Tonsillektomie. In: Theissing J, Rettinger G, Werner JA. HNO-Operationslehre. 4nd edition. Stuttgart, New York: Thieme Verlag 2006; 156–61.
21.Stuck BA, Windfuhr JP, Genzwürker H, Schroten H, Tenenbaum T, Götte K: Tonsillectomy in children. Dtsch Arztebl Int 2008; 105: 852–60 VOLLTEXT
22.Senska G, Schröder H, Pütter C, Dost P: Significantly reducing post-tonsillectomy haemorrhage requiring surgery by suturing the faucial pillars: a retrospective analysis. PLoS One 2012; 7: e47874 CrossRef MEDLINE PubMed Central
23.Wikstén J, Blomgren K, Roine RP, Sintonen H, Pitkäranta A: Effect of tonsillectomy on health-related quality of life and costs. Acta Otolaryngol 2013; 133: 499–503 CrossRef MEDLINE
24.Schwentner I, Höfer S, Schmutzhard J, Deibl M, Sprinzl GM: Impact of tonsillectomy on quality of life in adults with chronic tonsillitis. Swiss Med Wkly 2007; 137: 454–61 MEDLINE
25.Witsell DL, Orvidas LJ, Stewart MG, et al.: TO TREAT Study Investigators: Quality of life after tonsillectomy in adults with recurrent or chronic tonsillitis. Otolaryngol Head Neck Surg 2008; 138: 1–8 CrossRef MEDLINE
26.Wolfensberger M, Mund MT: Evidenzbasierte Indikation zur Tonsillektomie. Ther Umsch 2004; 61: 325–8 CrossRef MEDLINE
27.Bhattacharyya N, Kepnes LJ, Shapiro J: Efficacy and quality-of-life impact of adult tonsillectomy. Arch Otolaryngol Head Neck Surg 2001; 127: 1347–50 CrossRef
28.Baumann I, Kucheida H, Blumenstock G, Zalaman IM, Maassen MM, Plinkert PK: Benefit from tonsillectomy in adult patients with chronic tonsillitis. Eur Arch Otorhinolaryngol 2006; 263: 556–9 CrossRef MEDLINE

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Alle Leserbriefe zum Thema

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

Anzeige