MEDIZIN: Originalarbeit

Prävalenz sexueller Gewalt

Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe

The prevalence of sexual violence—results from a population-based sample

Dtsch Arztebl Int 2016; 113(7): 107-13; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0107

Allroggen, Marc; Rassenhofer, Miriam; Witt, Andreas; Plener, Paul L.; Brähler, Elmar; Fegert, Jörg M.

Hintergrund: Sexuelle Gewalt kann gravierende negative psychische und körperliche Konsequenzen haben. Bislang existieren keine bevölkerungsbasierten Stichproben in Deutschland, die die Häufigkeit erlebter sexueller Gewalterfahrungen und gleichzeitig das sexuell aggressive Verhalten, das die Befragten selbst zeigen, erfassen.

Methode: 2 513 Personen (2 422 Personen über 18 Jahre, 91 Personen zwischen 14 und 18 Jahren) wurden in Bezug auf sexuelle Gewalt sowohl nach eigener Täterschaft als auch nach ihrer Erfahrung als Opfer anderer Erwachsener oder gleichaltriger Jugendlicher in den letzten 12 Monaten befragt.

Ergebnisse: 0,6 % (n = 6) der befragten Männer und 1,2 % (n = 16) der befragten Frauen sowie etwa 5 % (n = 4) der Jugendlichen berichteten von irgendeiner Form sexueller Gewalterfahrungen. Eigenes sexuell aggressives Verhalten wurde von 1,5 % (n = 15) der Männer sowie 1,0 % (n = 13) der Frauen angegeben. Im Vergleich mit der Allgemeinbevölkerung waren Frauen in der Stichprobe über- und Jugendliche unterrepräsentiert.

Schlussfolgerung: Vor dem Hintergrund der erhobenen Daten werden sowohl sexuelle Gewalterfahrungen als auch sexuell aggressives Verhalten im Vergleich zu den offiziell in der polizeilichen Kriminalstatistik erfassten Häufigkeiten deutlich unterschätzt, insbesondere bei Frauen als Täterinnen und bei Männern als Opfer sexueller Gewalt. Da die Häufigkeitsangaben in dieser Untersuchung durch Selbstauskunft erhoben wurden, bestand indes die Gefahr einer sozial erwünschten Antwort, insbesondere bei eigenem sexuell aggressivem Verhalten. Zudem erschwert die geringe Anzahl an Ereignissen die Interpretation der Ergebnisse.

In den vergangenen Jahren standen bei Untersuchungen zur Häufigkeit sexueller Gewalt vor allem Fälle von Kindesmissbrauch im Vordergrund (1), während sexuelle Gewalt unter gleichaltrigen Erwachsenen oder Jugendlichen deutlich seltener untersucht wurde. Ebenso wie bei Kindesmissbrauch geht auch sexuelle Gewalt unter Erwachsenen oder gleichaltrigen Jugendlichen mit erheblichen negativen psychischen und körperlichen Konsequenzen einher (2, 3), wird aber nur selten gegenüber Behörden oder Ärzten berichtet (4). Ziel dieser Arbeit ist es daher, die Häufigkeit dieser Form sexueller Gewalt anhand einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe darzustellen und Ärzte für diese Thematik zu sensibilisieren. Es werden sowohl Häufigkeiten für erlebte sexuelle Übergriffe als auch solche für das eigene sexuell aggressive Verhalten der Stichprobenteilnehmer berichtet.

In einer vorliegenden Repräsentativbefragung aus Deutschland zum Thema sexuelle Gewalt gaben 2,4 % der Frauen und 0,3 % der Männer an, in den letzten 5 Jahren sexuelle Gewalt erlebt zu haben. Die Stichprobe (N = 11 428; 51,9 % weiblich) umfasste überwiegend jüngere Personen im Alter zwischen 16 und 40 Jahren (Durchschnittsalter 27,04 Jahre) (5). In einer weiteren Studie, die ausschließlich Frauen (N = 10 264) im Alter von 16 bis 85 Jahren einschloss, gaben 12,8 % der Befragten an, schon einmal sexuelle Gewalt im Sinne von versuchten oder vollendeten erzwungenen sexuellen Handlungen seit dem 16. Lebensjahr erlebt zu haben (6). Bevölkerungsbezogene Studien zur Häufigkeit sexuell aggressiven Verhaltens bei Erwachsenen liegen aus Deutschland bislang nicht vor. Zur Häufigkeit sexueller Gewalterfahrung von Jugendlichen existiert eine deutsche Studie, in der Schüler aus 9. Klassen (N = 44 610) befragt wurden. Hier berichteten 1,8 % der Mädchen und 0,4 % der Jungen von selbst erlebten sexuellen Handlungen unter Androhung oder Anwendung von Gewalt in den letzten 12 Monaten. Dabei wurde allerdings nicht explizit differenziert, ob es sich um Gewalt durch Erwachsene oder durch Gleichaltrige handelte. Weiterhin gaben 0,3 % der Mädchen und 2,6 % der Jungen an, bereits selber sexuell aggressives Verhalten gegenüber anderen gezeigt zu haben (7).

Aufgrund der unterschiedlich langen Beobachtungszeiträume dieser verschiedenen Studien fällt ein Vergleich mit der offiziellen Kriminalstatistik, die jeweils Jahreszeiträume betrachtet, schwer. Gemäß polizeilicher Kriminalstatistik wurden 12 742 Personen (93,3 % weiblich) im Jahr 2014 Opfer von versuchten oder vollendeten Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung unter Gewaltanwendung oder Ausnutzen eines Abhängigkeitsverhältnisses (8). In Tabelle 1 sind die alters- und geschlechtsbezogenen Häufigkeiten für Opfer und Tatverdächtige von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung dargestellt (9). Im Rahmen dieser sogenannten Hellfelderfassung werden jedoch die tatsächlichen Häufigkeiten sexueller Gewalt regelmäßig unterschätzt, da die Angaben auf der offiziellen Registrierungstätigkeit der Polizei beruhen und damit stark vom Anzeigeverhalten gegenüber der Polizei abhängen. So werden Sexualdelikte häufig aus Scham nicht angezeigt, teils werden sie nicht als strafrechtlich relevant wahrgenommen oder fallen nicht unter den Straftatbestandskatalog (5). Es wird angenommen, dass nur etwa 5–25 % der Sexualdelikte überhaupt zur Anzeige kommen (2).

Opfergefährdung und Tatverdächtigenbelastungszahlen*1
Tabelle 1
Opfergefährdung und Tatverdächtigenbelastungszahlen*1

Methodik

Stichprobenbeschreibung

Eine in Bezug auf Alter, Geschlecht, Bildung und Wohnregion repräsentative Stichprobe der deutschen Bevölkerung wurde durch ein demografisches Institut (USUMA, Berlin, Deutschland) nach dem Random-Route-Verfahren mit Startadressenvorgabe ausgewählt. Ausgehend von einer konkreten Straße und Hausnummer wurde durch die Studienmitarbeiter jeder 3. Haushalt ermittelt und persönlich kontaktiert mit dem Ziel, ein Interview zu führen. In diesen insgesamt 4 902 Haushalten wurden Interviewpartner zufällig bestimmt. Voraussetzung war dabei die Erfüllung der Einschlusskriterien: ein Mindestalter von 14 Jahren sowie ausreichende Deutschkenntnisse. 2 576 Interviews konnten geführt werden. Hauptgründe für die Nichtteilnahme der Haushalte an den Interviews waren:

  • Haushalt trotz viermaligen Besuchs nicht angetroffen (n = 671)
  • Haushalt verweigert Auskunft (n = 710)
  • Zielperson trotz viermaligen Besuchs nicht angetroffen (n = 95)
  • Zielperson verweigert Interview (n = 749).

63 Interviews konnten nicht ausgewertet werden. Demografische Angaben über die Nichtteilnehmer liegen entsprechend diesem Design nicht vor.

Die zu befragenden Personen wurden persönlich durch die Studienmitarbeiter aufgesucht. Die Interviewer klärten über die Studie auf und holten die Einwilligung zur Teilnahme ein. Bei der Information über die Studie nannten sie keinen konkreten Themenbereich, sondern gaben an, dass es sich um eine Studie zum Thema psychische Gesundheit und Wohlbefinden handele. Tatsächlich wurden in der Studie nicht nur Daten zur Prävalenz sexueller Gewalt erhoben, sondern auch zu psychischen Belastungen, verschiedenen Gewalterfahrungen, Persönlichkeit und politischer Einstellung. Die soziodemografischen Angaben wurden zu Beginn des Interviews zunächst gemeinsam mit dem Studienmitarbeiter ausgefüllt. Anschließend erhielten die Teilnehmer den Fragebogen sowie einen Umschlag, in dem sie den ausgefüllten Fragebogen später selbst verschließen sollten. Der Interviewer konnte bei Verständnisproblemen während des Ausfüllens um Hilfe gebeten werden oder verließ auf Wunsch während des Ausfüllens die Wohnung, wobei er telefonisch erreichbar war. Die Befragung erfolgte von März bis Mai 2015.

Insgesamt konnten 2 513 Personen in die Studie eingeschlossen werden, dabei waren 2 422 Personen über 18 Jahre, 91 Personen waren zwischen 14 und 18 Jahre alt. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer lag bei 48,79 Jahren (Standardabweichung [SD] = 18,11), 55,5 % waren weiblich. Verglichen mit der Allgemeinbevölkerung waren weibliche Teilnehmer damit in dieser Untersuchung überrepräsentiert (Anteil Frauen an der Allgemeinbevölkerung zum 31.12.2014: 50,94 %) (10). Die Altersgruppe der 14- bis 18-Jährigen war mit 3,6 % in dieser Stichprobe hingegen unterrepräsentiert (Anteil der 14- bis 18-Jährigen an der Allgemeinbevölkerung zum 31.12.214: 5 %) (11). Detaillierte Informationen über die Studienteilnehmer, getrennt für Erwachsene und Jugendliche, finden sich in Tabelle 2. Von den 14- bis 18-Jährigen beantworteten 5 Teilnehmer die Fragen zu sexueller Gewalt nicht, bei den Erwachsenen verweigerten zwischen 47 und 53 der Interviewten die Beantwortung einzelner Fragen (Kasten). Die Untersuchung erfolgte in Übereinstimmung mit der Deklaration von Helsinki, sie erfüllte die ethischen Richtlinien des International Code of Marketing and Social Research Practice des International Chamber of Commerce und der European Society for Opinion and Marketing Research und erhielt ein positives Votum durch die Ethikkommission der Universität Leipzig.

Fragen zu sexueller Gewalt*
Kasten
Fragen zu sexueller Gewalt*
Demografische Daten der Studienteilnehmer
Tabelle 2
Demografische Daten der Studienteilnehmer

Erfassung sexueller Gewalt

Ziel der Erhebung war es, die Häufigkeit sexueller Gewalterfahrungen in den letzten 12 Monaten zu erfassen – bei Erwachsenen durch Männer und Frauen, bei Jugendlichen durch Gleichaltrige. Dazu wurde eine bewusst offene Formulierung der Fragen nach sexueller Gewalterfahrung durch einen Mann/einen Jungen beziehungsweise eine Frau/ein Mädchen gewählt. So sollten vor allem subjektiv bedeutsame sexuelle Übergriffe ermittelt werden. Im Sinne einer Konkretisierung folgte ergänzend eine Frage, die sexuelle Kontakte unter Zwang erfasste. Aus den drei Fragen wurde zudem jeweils ein Gesamtscore „Irgendeine sexuelle Gewalterfahrung“ gebildet. Die Fragen zum Täterverhalten waren analog denen zu den Opfererfahrungen. Eine Auflistung der einzelnen Fragen findet sich im Kasten.

Die statistische Analyse erfolgte mittels IBM SPSS Statistics, Version 20.0. Geschlechtsunterschiede bei der Prävalenz wurden bei Erwachsenen mit dem exakten Fisher-Test berechnet.

Ergebnisse

Die 12-Monatsprävalenzen für Erwachsene bezüglich sexueller Gewalt sind in Tabelle 3 dargestellt. Etwa 1 % (n = 22) der erwachsenen Teilnehmer berichteten vom Erleben irgendeiner Form sexueller Gewalt in den letzten 12 Monaten vor Befragung und etwa 1,2 % (n = 28) von eigenem sexuell aggressiven Verhalten.

Häufigkeiten sexueller Gewalt (12-Monats-Prävalenz) bei Erwachsenen (Anzahl n und entsprechender Prozentsatz*1)
Tabelle 3
Häufigkeiten sexueller Gewalt (12-Monats-Prävalenz) bei Erwachsenen (Anzahl n und entsprechender Prozentsatz*1)

Knapp 5 % (n = 4) der Jugendlichen äußerten, innerhalb der letzten 12 Monate sexuelle Gewalt durch Gleichaltrige erfahren zu haben (Tabelle 4). Aufgrund der kleinen Fallzahlen werden dazu lediglich absolute Häufigkeiten angegeben.

Häufigkeiten sexueller Gewalt (12-Monats-Prävalenz) bei Jugendlichen (Anzahl n)
Tabelle 4
Häufigkeiten sexueller Gewalt (12-Monats-Prävalenz) bei Jugendlichen (Anzahl n)

Diskussion

In dieser Studie wurde erstmals in Deutschland sowohl die Prävalenz der erlebten sexuellen Gewalterfahrungen als auch die des eigenen sexuell aggressiven Verhaltens in einer bevölkerungsbasierten Stichprobe erfasst. Dabei wurde gezielt nach sexueller Gewalterfahrung im engeren Sinne gefragt („Gegen den Willen zum Sex gezwungen worden“) sowie gleichzeitig auch nach der Häufigkeit subjektiv erlebter sexueller Gewalt. Die 12-Monats-Prävalenzen der engen Definition von sexueller Gewalt sind mit 0,1 % für Männer und 0,5 % für Frauen vergleichbar mit Untersuchungen aus den USA. Dort fand sich in einer repräsentativen Stichprobe eine 12-Monats-Prävalenz von 0,3 % bei Frauen und 0,1 % bei Männern für versuchte oder vollendete Vergewaltigung (12). Eine repräsentative Befragung ergab eine geschätzte Jahresprävalenz von 0,9 % für die Vergewaltigung von Frauen (13). Vergleicht man unsere Ergebnisse mit dem deutschen Hellfeld gemäß der polizeilichen Kriminalstatistik (Tabelle 1) wird deutlich, dass dieses die tatsächliche Häufigkeit weit unterschätzt: Die Prävalenz von Erfahrungen sexueller Gewalt liegt dort bei Erwachsenen um den Faktor 30 (enge Definition) bis 90 (irgendein Ereignis) niedriger. Besonders deutlich ist der Unterschied bei Männern, hier findet sich im Dunkelfeld eine 100- bis 600-fach höhere Prävalenz als im Hellfeld. Die Unterschiede bei Frauen werden um den Faktor 25 (enge Definition) bis 60 (weite Definition) unterschätzt. Ein Vergleich mit der Repräsentativbefragung von Hellmann (5) ist aufgrund unterschiedlicher Beobachtungszeiträume schwierig. Geht man bei der 5-Jahres-Prävalenz jedoch von einer Gleichverteilung der Ereignisse über die Zeit aus, so ergeben sich für einen 1-Jahres-Zeitraum vergleichbare Werte mit unserer engen Definition von sexueller Gewalt.

Aufgrund bisheriger Untersuchungen (2, 12, 14) wird davon ausgegangen, dass etwa 5–25 % aller Vergewaltigungen von Frauen angezeigt werden, wobei die Beziehung zum Täter oder Tatumstände einen entscheidenden Einfluss auf das Anzeigenverhalten haben. So wird sexuelle Gewalt durch Partner (4) oder in Zusammenhang mit Alkohol- oder Drogenkonsum (15) deutlich seltener zur Anzeige gebracht. In unserer Stichprobe würde sich, zumindest für die enge Definition sexueller Gewalt, bei Frauen eine Anzeigenquote von etwa 4 % ergeben, was ungefähr der Quote früherer Studien entspricht. Für männliche Opfer hingegen würde die Anzeigenquote bei der engen Definition sexueller Gewalt lediglich 1 % betragen. Hier spielen möglicherweise in noch stärkerem Ausmaß als bei weiblichen Opfern Aspekte wie Scham eine Rolle. Insbesondere wenn Männer sexuelle Gewalt durch eine Frau erfahren, kommt unter Umständen hinzu, dass dies nicht mit dem eigenen Bild von Männlichkeit vereinbar ist und daher eher verleugnet wird, was die Anzeigenbereitschaft weiter verringert (16).

Die große Diskrepanz in Bezug auf die weiter gefasste Definition sexueller Gewalt zwischen Hellfeld gemäß der polizeilichen Kriminalstatistik und Dunkelfeld gemäß unserer Untersuchung kann zudem darauf beruhen, dass aufgrund unserer Fragestellung auch Fälle sexueller Gewalt berichtet werden, bei denen die Betroffenen davon ausgehen, dass diese keine strafrechtliche Relevanz haben und deshalb auch nicht zur Anzeige gebracht werden können. Möglicherweise handelt es sich überwiegend um Gewalt durch Partner, die deutlich seltener angezeigt wird, aber letztlich eine der häufigsten Formen sexueller Gewalt darstellt (12). Dies ist insofern problematisch, als auch Übergriffe, die subjektiv keine strafrechtliche Relevanz zu haben scheinen, und Gewalt durch Partner zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen können (2, 3, 4). Eine fehlende Anzeigenbereitschaft kann zudem zur Folge haben, dass eine entsprechende Situation insbesondere bei Gewalt durch Partner nicht oder nur schwer beendet werden kann.

Erstmals in einer bevölkerungsbasierten Stichprobe in Deutschland wurde auch das sexuell aggressive Verhalten der befragten Erwachsenen selbst erfasst. Auch hier finden sich um den Faktor 55 (enge Definition) bis 133 (irgendein Ereignis) höhere Prävalenzzahlen im Vergleich zur polizeilichen Kriminalstatistik. In der offiziellen Kriminalstatistik wird dabei vor allem sexuelle Gewalt durch Frauen unterschätzt. Wir gehen davon aus, dass ähnliche Gründe eine Rolle spielen, wie sie bereits oben diskutiert wurden. Neben Schamgefühlen und Verleugnungstendenzen, die insbesondere bei männlichen Opfern sexueller Gewalt durch Frauen eine Rolle spielen, kommt bei männlichen und weiblichen Opfern möglicherweise ergänzend hinzu, dass das Thema sexuelle Gewalt durch Frauen trotz der zunehmenden Beachtung in der Wissenschaft in der Öffentlichkeit noch weitgehend tabuisiert ist (17).

Limitationen

Aufgrund der geringen Fallzahlen sind die Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Bezug auf Opfererfahrungen und Täterverhalten vorsichtig zu interpretieren. Es ergeben sich Hinweise, dass Männer häufiger Opfer von sexueller Gewalt durch Frauen als durch Männer werden, und dass Frauen häufiger sexuell aggressives Verhalten gegenüber Männern zeigen als andere Männer. Einschränkend muss jedoch gesagt werden, dass im Rahmen der Studie nicht die sexuelle Orientierung erfasst wurde und so auch nicht untersucht werden konnte, inwieweit diese einen Einfluss auf die Ergebnisse hat.

Ein Vergleich der Häufigkeit von Erfahrungen sexueller Gewalt durch Gleichaltrige in dieser Studie mit früheren Untersuchungen ist aufgrund der geringen Anzahl erreichter Jugendlicher schwierig, auch wenn die Prävalenzen vergleichbar erscheinen (7). Hier sind in unseren Augen weitere Studien notwendig, die bei Kindern und Jugendlichen differenziert Prävalenzen für sexuelle Gewalt durch Erwachsene und Gleichaltrige erfassen.

Generelle Limitationen der Studie beziehen sich auf die eingeschränkte Repräsentativität der Stichprobe, worauf die Geschlechtsverteilung, aber auch der geringe Anteil Jugendlicher hinweist, wenngleich die Auswertung für diese Gruppen getrennt erfolgte. Wie bei allen Studien zur Erfassung sexueller Gewalt mittels Selbstauskunft bestand zudem die Gefahr einer sozial erwünschten Antworttendenz, so dass insbesondere Fragen zu eigenem sexuell aggressivem Verhalten nicht oder womöglich nicht korrekt beantwortet wurden. Auch Fragen zu Opfererfahrungen wurden von Betroffenen vielleicht nicht beantwortet, um sich keinen Belastungen auszusetzen und nicht mit diesem Thema konfrontiert zu werden. Die Anwesenheit eines Studienmitarbeiters konnte diesen Effekt zusätzlich verstärken. Der kurze Beobachtungszeitraum von einem Jahr erschwert aufgrund der geringen Anzahl an Ereignissen außerdem den Vergleich zwischen Männern und Frauen.

Die nur einjährige Studiendauer stellt jedoch umgekehrt auch einen Vorteil dar: Die Ereignisse sexueller Gewalt sind in diesem kurzen Zeitraum möglicherweise eher erinnerlich als in der gesamten Lebenszeit, um die es in den anderen Studien geht. Das gilt insbesondere dann, wenn mit den Gewalterfahrungen keine dauerhafte psychische Belastung verbunden war. Das Random-Route-Verfahren in Familienhaushalten schließt zudem Bewohnerinnen und Bewohner von Institutionen systematisch aus. Gerade in diesen Gruppen ist eine Überrepräsentierung sexueller Gewalterfahrungen und ein erhöhtes Risiko für Übergriffe unter Gleichaltrigen aus der Literatur bekannt (18), was weiter dazu beiträgt, dass es sich bei den beschriebenen Prävalenzangaben eher um eine Unter- als um eine Überschätzung handeln dürfte.

Fazit

Die Ergebnisse dieser repräsentativen Stichprobe Erwachsener präsentieren erstmals gleichzeitig Opfererfahrungen und Täterverhalten in Bezug auf sexuell aggressives Verhalten; dabei ist sexueller Kindesmissbrauch allerdings ausgeschlossen. Es zeigt sich, dass insbesondere Opfererfahrungen von Männern und Täterverhalten von Frauen bislang unterschätzt und nur unzureichend berücksichtigt wurden, auch wenn in Übereinstimmung mit früheren Studien deutlich wird, dass Frauen häufiger als Männer Opfer sexueller Gewalt werden, und dass Männer häufiger als Frauen sexuell aggressives Verhalten zeigen. Für Ärzte und Psychotherapeuten ist es aufgrund der hohen Inanspruchnahme des Gesundheitssystems durch Opfer sexueller Gewalt wichtig, für dieses Thema sensibilisiert zu sein. Eine angemessene Reaktion auf die Erfahrungen sexueller Gewalt und die Bereitschaft, den Betroffenen Raum zu bieten, über ihre Erfahrungen zu sprechen, kann die Prognose von Traumafolgestörungen erheblich verbessern (19).

Die hohe Prävalenz von subjektiv erlebter sexueller Gewalt im Alltag erfordert weitere Forschung, um deren Entstehungsbedingungen zu untersuchen und dabei insbesondere auch bislang wenig beachtete Täter-Opfer-Konstellationen – wie etwa sexuelle Gewalt durch Frauen oder an Männern – zu berücksichtigen.

Interessenkonflikt
Dr. Allroggen wurde für Vorträge honoriert von der Firma Profecta AG.

Prof. Fegert wurde honoriert für Herausgeberschaften, Autorenschaften und Co-Autorenschaften im Rahmen von Publikationen, bei denen ein Bezug zum Thema besteht, von diversen Buch- und Zeitschriftenverlagen, insbesondere Springer und Beltz Juventa.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 9. 10. 2015, revidierte Fassung angenommen: 15. 12. 2015

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Marc Allroggen
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie
Universitätsklinikum Ulm
Steinhövelstraße 5
89075 Ulm
Marc.allroggen@uniklinik-ulm.de

Zitierweise
Allroggen M, Rassenhofer M, Witt A, Plener PL, Brähler E, Fegert JM:
The prevalence of sexual violence—results from a population-based sample. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 107–13. DOI: 10.3238/arztebl.2016.0107

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Universität Leipzig: Prof. Dr. rer. biol. hum. Brähler
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Fragen zu sexueller Gewalt*
Kasten
Fragen zu sexueller Gewalt*
Opfergefährdung und Tatverdächtigenbelastungszahlen*1
Tabelle 1
Opfergefährdung und Tatverdächtigenbelastungszahlen*1
Demografische Daten der Studienteilnehmer
Tabelle 2
Demografische Daten der Studienteilnehmer
Häufigkeiten sexueller Gewalt (12-Monats-Prävalenz) bei Erwachsenen (Anzahl n und entsprechender Prozentsatz*1)
Tabelle 3
Häufigkeiten sexueller Gewalt (12-Monats-Prävalenz) bei Erwachsenen (Anzahl n und entsprechender Prozentsatz*1)
Häufigkeiten sexueller Gewalt (12-Monats-Prävalenz) bei Jugendlichen (Anzahl n)
Tabelle 4
Häufigkeiten sexueller Gewalt (12-Monats-Prävalenz) bei Jugendlichen (Anzahl n)
1.Stadler L, Bieneck S, Pfeiffer C: Repräsentativbefragung Sexueller Missbrauch 2011. Hannover: Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen 2012. www.kfn.de/versions/kfn/assets/fob118.pdf (last accessed on 30 November 2015).
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dr.med.thomas.g.schaetzler
am Sonntag, 28. Februar 2016, 12:56

Gesellschaftspolitische Auswirkungen

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Missbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig, stellte die hier publizierte Expertise „Häufigkeitsangaben zum sexuellen Missbrauch“ vor, zusammen mit einem Forderungs­katalog für die Forschung. Die WHO gehe für Europa von Durchschnittswerten um neun Prozent für sexuellen Missbrauch aus. Dies bedeute bei rund 13 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland mehr als eine Millionen Betroffene.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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