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POLITIK: Nachrichten - Ausland

USA: Immer weniger Bürger sind krankenversichert

Dtsch Arztebl 1999; 96(41): A-2566 / B-2191 / C-2054

afp; Korzilius, Heike

WASHINGTON. Immer weniger US-Bürger sind Mitglied einer Krankenversicherung. Nach einem Bericht des Amtes für Statistik in Washington waren 1998 rund 44,3 Millionen US-Bürger nicht versichert. Das sind rund eine Million weniger als im Vorjahr. Damit war etwa jeder sechste Einwohner nicht krankenversichert, die höchste Rate seit zehn Jahren. Dieser hohe Stand wurde erreicht, weil eine Million Menschen aus dem Medicare-Programm ausschieden. Medicare ist eine vom Bund getragene Krankenversicherung für die über 65jährigen. Der Statistik zufolge waren unter den Nicht-Versicherten auch 11,1 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
Die Zahl der Menschen, die vom staatlichen Programm Medicaid für sozial schwache Personen und Familien erfaßt werden, gehe ebenfalls zurück. Ursache dafür seien Gesetzesänderungen. Der Mangel an Krankenversicherungsschutz greife jedoch auch in anderen gesellschaftlichen Schichten um sich: Dem Bericht zufolge sind 12,2 Millionen der Menschen nicht versichert, die in einem Haushalt mit einem Jahreseinkommen von umgerechnet rund 90 000 DM und mehr leben. afp/HK
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