MEDIZIN: Referiert
Gastroösophagealer Reflux und Asthma
Dtsch Arztebl 1999; 96(41): A-2594 / B-2214 / C-2078


Seit längerem ist bekannt, daß gastroösophagealer Reflux Asthmaanfälle auslösen kann. Die Autoren
aus Birmingham, USA, führten deshalb bei allen Asthmapatienten, die sie zwischen Juli 1989 und November
1994 zu behandeln hatten, eine Ösophagusmanometrie und eine 24-Stunden-pH-Metrie durch. Respiratorische
Symptome korrelierten mit einer Säureexposition der Speiseröhre, wenn der pH-Wert im Ösophagus auf unter 4
abfiel. 82 Prozent der Asthmatiker klagten über Refluxsymptome, ein pathologisches 24-Stunden-pH-Profil fand
sich bei 72 Prozent.
Während die Einnahme von Theophyllin keine Korrelation mit den Ösophagusparametern zeigte, war bei den
Patienten mit Asthma, die gleichzeitig über Refluxsymptome klagten, eine enge Korrelation zwischen
respiratorischen Symptomen und der Präsenz von Säure in der Speiseröhre festzustellen (78,8 Prozent).
Ähnliches galt für Hustenepisoden, die in 90,5 Prozent der Patienten mit Säure in der Speiseröhre korreliert
waren. w
Harding SM, Guzzo MR, Richter JE:
24-h esophageal pH testing in asthmatics. Respiratory symptom correlation with esophageal acid events. Clin
Inv 1999; 115: 654-659.
Division in Pulmonary, Allergy and Critical Care Medicine, Department of Medicine, University of Alabama at
Birmingham, 215 Tinsley Harrison Tower, 1900 University Boulevard, Birmingham, AL 35294, USA.
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