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Alfred-Kubin-Ausstellung: "Die andere Seite"
Dtsch Arztebl 1999; 96(46): A-2997 / B-2555 / C-2367


"Nehmen Sie mir meine Angst nicht, sie ist mein ganzes Kapital", bat Alfred Kubin einst seine
Umwelt. Dem Œ uvre des Zeichners nach zu urteilen, haben die Mitmenschen seinem Wunsch entsprochen.
Besonders den Priester Otto Mauer verband seit den vierziger Jahren eine enge Freundschaft mit ihm, die Kubins
Tod 1959 beendete. Immer wieder standen Themen wie Krankheit, Tod und ewiges Leben im Mittelpunkt ihrer
Gespräche; viel Gesagtes fand schließlich Eingang in Kubins Werke.
Noch bis 5. Dezember zeigt das Museum Moderner Kunst in Passau 180 Zeichnungen und Druckgraphiken aus
der vom Erzbischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Wien verwalteten Sammlung Otto Mauer. Titel: "Die
andere Seite", nach dem gleichnamigen Roman des Künstlers. Die Ausstellung wird durch 30 Arbeiten aus dem
Bestand des Museums, Stiftung Wörlen, ergänzt. Denn Familie Wörlen kann auf eine lange Verbindung zu
Kubin verweisen, was der Schau zusätzliche Faszination verleiht. Informationen: Tel 08 51/38 38 79-0. C.
Sauer
Alfred Kubin (1877-1959): "Cäsar", Strichätzung nach Federzeichnung, aus der Mappe "Ein neuer Totentanz",
1947, 27 x 23 cm Abbildung: Museum Moderner Kunst
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