MEDIZIN: Referiert
Alkohol schützt in Schottland nicht vor KHK
Dtsch Arztebl 1999; 96(47): A-3052 / B-2459 / C-2217


Eine Vielzahl von Publikationen hat gezeigt, daß eine Senkung des Risikos, an einer koronaren
Herzkrankheit (KHK) zu erkranken, durch regelmäßige Einnahme niedriger Dosen von Alkohol erreicht werden
kann. Während eines Beobachtungszeitraumes von 21 Jahren wurde bei schottischen Männern die
Alkoholzufuhr pro Woche mit der Mortalität an KHK, Schlaganfall und alkoholinduzierten Erkrankungen
analysiert. Eine Alkoholeinheit bestand aus einem Gläschen Schnaps, ein halber Liter Bier wurde mit 2
Einheiten, eine Flasche Wein mit 6 Einheiten berechnet. Bei mehr als 22 Einheiten pro Woche war die Mortalität
eindeutig erhöht. Doch fand sich kein protektiver Effekt bei den Männern, die weniger als 22 Einheiten pro
Woche zu sich nahmen. Bei mehr als 35 Einheiten pro Woche verdoppelte sich das Risiko, an einem
Schlaganfall zu sterben im Vergleich zu Nichttrinkern. Bezüglich der Mortalität einer koronaren Herzerkrankung
war keine Relation zum Alkoholkonsum festzustellen. w
Hart CL, Smith GD, Hole DJ, Hawthorne VM: Alcohol consumption and mortality from all causes, coronary
heart disease, and stroke: results from a prospective cohort study of Scottish men with 21 years of follow up. Br
Med J 1999; 318: 1725-1728.
Department of Public Health, University of Glasgow, Glasgow G12 8RZ, Schottland.
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