MEDIZIN: Diskussion
Serie: Neue Methoden in der kardialen Funktionsdiagnostik Herzfrequenzvariabilität – Schlußwort
Dtsch Arztebl 1999; 96(49): A-3184 / B-2697 / C-2504
Zu dem Beitrag von Prof. Dr. med. Herbert Löllgen in Heft 31-32/1999


Es ist grundsätzlich anzumerken, daß die Übersicht zur Herzfrequenzvariabilität (HRV) nur
kardiologische Aspekte beinhaltet, und gemäß den Vorgaben kurz zu halten war. Daher konnten zahlreiche
weitere Gesichtspunkte nicht erwähnt werden. Ziel der Übersicht wie auch der Serie war es in erster Linie, dem
Arzt, der diese Meßgrößen nicht täglich benutzt, einen kurzgefaßten Einblick zu geben.
Zweifelsohne spielt die Chaosforschung (Kleen) auch in der Kardiologie eine Rolle (1), eine entsprechende
Darstellung hätte den Rahmen dieser Übersicht jedoch gesprengt. Eine getrennte Abhandlung dieses neuen
Ansatzes wäre auch für den Leser des Deutschen Ärzteblattes von großem Interesse. Die Grenze einzelner
Meßparameter werden von Noffke mit Recht angesprochen. Daher sollte die Interpretation der HRV nicht nur
auf einer einzelnen Größe, sondern auf mehreren Parametern liegen. Häufig bringt die graphische Darstellung
entscheidende Hinweise zur Beurteilung. Die Anmerkungen von Agelink stellen eine wichtige Ergänzung dar,
sie weisen auf die große Bedeutung der Meßgröße auch außerhalb der Kardiologie hin. Die Darstellung der
physiologischen Regulation wurde aus den zitierten Übersichtsarbeiten übernommen, die in Zeitschriften, die
mit dem "peer review"-System prüfen, erschienen sind. Der von Lückhoff in Physiologen-Prägnanz gegebene
Kommentar wird selbstkritisch Anlaß sein, auch diese Übersichtsarbeiten anhand der Originalarbeiten zu
überprüfen.
Literatur
1. Schmidt G, Malik M, Barthel P et al.: Heart-rate turbulence after ventricular premature beats as
predictor of mortality after acute myocardial infarction. Lancet 1999; 353: 1390-1396.
Prof. Dr. med. Herbert Löllgen
Medizinische Klinik I:
Kardiologie, Pneumologie
Klinikum Remscheid GmbH
Burgerstraße 211
42859 Remscheid
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