Vincenz-Czerny-Preis - für Onkologie, verliehen von der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und
Onkologie e.V., Dotation: 15 000 DM, gestiftet von der Firma Lilly Deutschland GmbH, an Dr. med. Ingo
Tamm (34), Mitglied einer Wissenschaftler-Arbeitsgruppe am Burnham Institute in La Jolla, Kalifornien. Tamm
untersuchte während seines Forschungsaufenthalts in den USA die Wirkungsweise von Proteinen aus der
Familie der sogenannten Apoptose-Inhibitoren (IAP).
Dissertationspreise - verliehen vom Herzzentrum Münster, Dotation: jeweils 1 000 DM. Für ihre herausragende
medizinische Dissertation erhielten den Preis Dr. med. Gerold Mönnig und Dr. med. Lutz Reinhardt, Universität
Münster. Mönnig erhielt die Auszeichnung in Anerkennung seiner Dissertation zum Thema "Die Bedeutung
genetischer Varianten der Lipoproteinlipase und der hepatischen Lipase bei dyslipidämischen
koronarangiographierten Patienten". Reinhardt wurde ausgezeichnet in Anerkennung seiner Dissertation zum
Thema "Entwicklung und Validierung neuer signalanalytischer Verfahren zur nichtinvasiven Risikostratifikation
nach Herzinfarkt".
Rottendorf-Preis - für Pharmazie, gestiftet und verliehen von der Rottendorf-Stiftung der Rottendorf Pharma
GmbH, Ennigerloh/Westfalen, Dotation: insgesamt 10 000 DM, an zwei Preisträger, und zwar an die
Pharmazeutin Kristien de Paepe, Freie Universität Brüssel, in Anerkennung ihrer Forschungen mit dem
körpereigenen Schutzlipid Ceramide. Dr. Wolfgang Sippl (33) erhielt den Preis in Anerkennung seiner
Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der theoretischen pharmazeutischen Chemie. Sippl hat unter anderem bisher
unbekannte Rezeptorproteine modelliert. Seine Arbeiten sollen dabei helfen, die Wirkungsweise von
Arzneistoffen besser zu verstehen.
Hexal-Förderpreis - gestiftet von der Firma Hexal AG, Holzkirchen, verliehen zusammen mit der Medizinischen
Fakultät der Universität Magdeburg, Dotation: 10 000 DM, an Dr. med. Hisham Fansa, Assistenzarzt für
Plastische Herstellungs- und Handchirurgie an der Universität Magdeburg. Der 29jährige Wissenschaftler
erforscht in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medizinische Neurobiologie Ersatznerventransplantate aus
Gewebezüchtungen.
Langener Wissenschaftspreis - Dotation: 20 000 DM, an zwei junge Wissenschaftler, die im Deutschen
Krebsforschungszentrum in Heidelberg arbeiten. Die Finanzierung der Auszeichnung wird von den Stadtwerken
Langen GmbH sichergestellt. Dr. Anne Vogt und Dr. Harald Kropshofer, Paul-Ehrlich-Institut - Bundesamt für
Sera und Impfstoffe - haben in den vergangenen vier Jahren "eine Antwort auf die Frage gefunden, wie das
Immunsystem Antigene im eigenen Körper erkennt und von nützlichen, ähnlich aufgebauten Eiweißmolekülen
unterscheidet". Damit haben sie klinische Perspektiven für die Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie
der multiplen Sklerose geschaffen, heißt es in der Laudatio.
Heinrich-Pette-Preis - verliehen von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, Dotation: 20 000 DM, verliehen
während der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie e.V. in Magdeburg, an Priv.-Doz. Dr. med.
Michael Weller, Tübingen, in Anerkennung seiner Arbeit mit dem Titel "Ursachen und Strategien zur
Überwindung der Apoptoseresistenz maligner Gliome".
Preis für Hirnforschung in der Geriatrie - verliehen von der Universität Witten/Herdecke, Zentrum für
Alternsforschung, gestiftet von der Firma Merz + Co. GmbH & Co., Frankfurt, an Prof. Dr. med. Dr. phil.
Jochen Vollmann, Facharzt für Psychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Benjamin Franklin, Freie
Universität Berlin ("Ethische Probleme bei der Aufklärung und Einwilligung - Informed Consent - in der
Medizin unter besonderer Berücksichtigung der Demenz vom Alzheimer Typ. Ein Beitrag zur Ethik in der
Medizin"). EB
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