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BMG: Belastung mit Ochratoxin A senken
Dtsch Arztebl 2000; 97(1-2): A-14 / B-10 / C-10


BERLIN. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) will sich bei der Europäischen Kommission
dafür einsetzen, dass aus Gründen des Verbraucherschutzes die Belastung mit Ochratoxin A in Lebensmitteln
gesenkt wird. Der Stoff kann dem BMG zufolge durch Schimmelpilze auf Getreide, Rohkaffee, Gewürzen, Wein
oder Trockenfrüchten gebildet werden. Er werde beim Kochen oder Backen nicht wesentlich abgebaut. Im
Tierversuch habe sich Ochratoxin A als krebserregend und als Nierengift erwiesen.
Im Rahmen eines vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Forschungsprojekts wurden bundesweit 6 476
Lebensmittelproben und 1 810 Blutserumproben untersucht. Danach konnte Ochratoxin A in 57,2 Prozent aller
untersuchten Lebensmittelproben nachgewiesen werden. Jedoch lagen dem Ministerium zufolge nur 0,5 Prozent
der Werte über dem Grenzwert von fünf µg/kg. In mehr als 90 Prozent der Blutproben konnte der Stoff ebenfalls
nachgewiesen werden. Obwohl nicht von einer akuten Gefährdung ausgegangen werden könne, muss nach
Ansicht des BMG eine niedrigere Belastung des Verbrauchers mit Ochratoxin A angestrebt werden. EB
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