Gerade kommt der E-Commerce, der elektronische Handel, in Schwung, da gibt es schon einen neuen
Trend in der schnelllebigen Online-Welt: Mobile Commerce. M-Commerce ist die Kombination aus Mobilfunk
und Internet, die - glaubt man den Experten - viele neue interaktive Anwendungsfelder eröffnen soll. Dazu
gehören beispielsweise Banktransaktionen oder Einkäufe per Handy. Ralf Eck von der T-Online International
AG entwirft folgendes Szenario: "Sie befinden sich auf Geschäftsreise in Südostasien. Sie entspannen sich kurz
vor einem wichtigen Meeting am Hotelpool und müssen noch einige Facts aufarbeiten. Über Ihren Handheld
wählen Sie sich mit Ihrem persönlichen Profil in das MAP (Multiple Axccess Portal) ein und erhalten sofort eine
Übersicht über eingegangene Mails, Faxe und Anrufe sowie den direkten Zugriff auf die Datenbank Ihres
Unternehmens ... Für den Abend bestellen Sie dann gleich die Tickets für ein angesagtes Musical und
anschließend den Tisch im Restaurant. Kurz bevor Sie zu Ihrem Meeting aufbrechen, verkaufen Sie noch ein
paar Aktien." Darauf hat der Kunde als "homo internetiensis mobilis" (Eck) selbstverständlich nur gewartet (wie
darauf, dass ihm gebratene Tauben ins Maul fliegen). Die großen Erwartungen an den M-Commerce basieren
vor allem auf den hohen Verkaufszahlen der Handys. Doch ob die breite Masse beispielsweise unbedingt
unterwegs per Handy ein neues Buch bestellen will, ist fraglich. Die Anwendungen, die für viele einen echten
und einfach zu erhaltenden Zusatznutzen beinhalten, sind zurzeit noch Mangelware. Kbr
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