24 Artikel im Heft, Seite 12 von 24

Supplement: Praxis Computer

Anwenderfreundliche Beschleunigungsmaus

Dtsch Arztebl 2002; 99(18): [14]

TEG; EB

Über Beschleunigungssensoren wird die Position der Maus im Raum gemessen und zum Computer übertragen.
- Wenn der Zeiger am Computerbildschirm stehenbleibt, liegt dies meist an der Maus – die Rollkugel und Walzen müssen gereinigt werden. Diese Putzaktion entfällt bei der „Beschleunigungsmaus“, die mit speziellen Beschleunigungssensoren ausgestattet ist. Diese Bauteile unterscheiden in Airbag-Systemen beispielsweise zwischen einer scharfen Bremsung und einem Aufprall, und durch sie werden elektronische Kompasse vom Erdmagnetfeld unabhängig. In der Maus sorgen die etwa einen Zentimeter großen Massenartikel dafür, dass kein mechanischer oder optischer Kontakt zu einer Unterlage mehr nötig ist. Die Sensoren registrieren alle Bewegungen der Bedienerhand auf der Tischplatte und auch im Raum. Die Maus berechnet mit einem patentierten Verfahren ihre Position und überträgt sie an den Rechner, der wiederum den Cursor steuert.
„Durch ihre vollständige Kapselung kann die Maus selbst in staubiger oder feuchter Umgebung eingesetzt werden. An Industrie-PCs oder im medizinischen Bereich bekommen herkömmliche Mäuse dagegen Probleme“, erläutert Dr. Jan Breitenbach, Projektleiter in der Fraunhofer Technologie-Entwicklungsgruppe TEG. Bei der Entwicklung der Prototypen werde darüber hinaus auch auf ein ansprechendes und ergonomisches Design geachtet, ebenso wie auf geringe Herstellkosten, Baugröße und Energieverbrauch.
Wird die Maus mit eigenen Batterien ausgestattet, sind auch kabellose Modelle möglich, die ihre Daten via Infrarot oder Funk zum Computer übertragen. Die Maus lässt sich vom Bediener – beispielsweise bei Videopräsentationen
– frei im Konferenzraum bewegen. Die weitere Entwicklung geht in Richtung Miniaturisierung – so gibt es bereits zweiachsige Beschleunigungssensoren mit einem halben Zentimeter Kantenlänge. Damit kann eine noch kleinere Ein-Finger-Maus ausgestattet werden.
TEG/EB
Informationen: Fraunhofer Technologie-Entwicklungsgruppe TEG, Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart, Telefon: 07 11/9 70-37 20, Fax: 9 70-39 97, jrb@teg.fhg.de
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