NACHRICHTEN
Psychotherapie: Gegen Aufspaltung
PP 1, Ausgabe August 2002, Seite 342


Ärztliche Psychotherapeuten aus gemischten Verbänden formieren sich.
Das kürzlich gegründete „Ärzteforum Psychotherapeutischer Verbände“ zielt darauf, die Interessen ärztlicher Psychotherapeuten, die in „gemischten“ psychotherapeutischen Berufsverbänden organisiert sind, zu vertreten. In gemischten Verbänden sind ärztliche, Psychologische und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten gemeinsam organisiert. Das Ärzteforum wendet sich als politische Formierung gegen eine „Aufspaltung der Psychotherapie in eine rein ärztliche oder rein psychologische“. Dies schade vor allem den Patienten. Bisher werden die Interessen ärztlicher Psychotherapeuten von der Ständigen Konferenz ärztlicher psychotherapeutischer Verbände (Stäko) vertreten – die sich im Gegensatz zum Ärzteforum hauptsächlich aus rein ärztlichen Berufsverbänden zusammensetzt. Das Ärzteforum, dem bislang neun Berufs- und Fachverbände angehören, darunter der Bundesverband für Vertragspsychotherapeuten e.V. (bvvp) und die Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie e.V. (DGPT), setzt sich ein für die Weiterentwicklung der qualifizierten ambulanten Richtlinienpsychotherapie und „gegen alle Tendenzen zu deren Verwässerung“. In der Ausbildung wird die Methodenorientierung als unverzichtbar angesehen.
Weitere gemischte Verbände können sich dem Ärzteforum anschließen. Informationen: Ärzteforum, Johannisbollwerk 20, 20459 Hamburg, Telefon: 0 40/3 19 26 19, Fax: 0 40/3 19 43 00, E-Mail: psa@ dgpt.de
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