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VARIA: Feuilleton

Die „Brücke“: Meisterwerke des Expressionismus

Dtsch Arztebl 2003; 100(4): A-204 / B-186 / C-182

Stock, Mara

Das Kunstmuseum Bonn präsentiert zurzeit
umfangreiche Werkgruppen der Künstlergruppe.

Das Kunstmuseum Bonn zeigt bis zum 23. Februar 178 Ölgemälde, Aquarelle, Pastelle, Handzeichnungen, Holzschnitte und Lithographien aus der Sammlung des Brücke-Museums Berlin und gibt einen vollständigen Überblick über die Kunst der „Brücke“ aus den Jahren 1905 bis 1913.
Die Gründung der Künstlergruppe „Brücke“ 1905 in Dresden gehört zu den wichtigsten Ereignissen in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Mit ihrer Bildsprache und ihrer kritischen Einstellung gegenüber der traditionellen Malerei und der Akademie steht die „Brücke“ am Beginn einer Bewegung, die man als Expressionismus bezeichnet und die nicht nur durch ihre künstlerischen Ergebnisse, sondern auch als Ausdruck eines neuen Lebensgefühls eine besondere Bedeutung für die Entwicklung der Kunst in Deutschland gewann.
Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl gründeten am 7. Juni 1905 die „Brücke“. Max Pechstein, Emil Nolde und der Schweizer Cuno Amiet traten 1906 bei, und Otto Mueller wurde 1910 Mitglied. Der künstlerische Weg dieser Gemeinschaft führte über den Neoimpressionismus, Vincent van Gogh und den Fauvismus zu einem vitalen, kraftvollen Kollektivstil, der bestimmt war von leuchtenden Farben und großen flächigen Formen. In Dresden und an den Moritzburger Seen entstanden Landschafts- und Aktbilder. Spätestens mit der Übersiedlung nach Berlin und der Konfrontation mit der Großstadt 1911 änderte sich der Stil. Dann wandte er sich kantigen, dynamischen Formen zu – an die Stelle reiner Farben traten Mischfarben. Neue Themen, die Darstellung von Zirkus-, Tanz- und Straßenszenen kamen hinzu. Für alle Künstler der „Brücke“ blieb die sichtbare Wirklichkeit der Ausgangspunkt ihrer Bilder. Das Gesehene sollte aber im Bild nicht nur wiederholt, sondern durch das subjektive sinnliche und emotionale Erlebnis der Künstler gedeutet werden.
Das Kunstmuseum Bonn präsentiert in seiner Ausstellung umfangreiche Werkgruppen der Künstler und zeigt, dass die „Brücke“ die künstlerische Entwicklung in allen Gattungen bereichert hat.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog zum Preis von 24 Euro. Weitere Informationen: Telefon: 02 28/77 62 60.
Mara Stock
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