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Aids: Globalem Fonds fehlen rund 1,4 Milliarden Euro
Dtsch Arztebl 2003; 100(10): A-589 / B-505 / C-477


Hilfsorganisationen hoffen auf G-7-Gipfel in Evian.
Trotz aller Gefahren durch den internationalen Terrorismus stellt der HI-Virus global eine der größten Bedrohungen für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung dar. Dem Kampf gegen die Immunschwächekrankheit müsse deswegen der gleiche Stellenwert eingeräumt werden wie der Terrorismusbekämpfung, forderte Dr. Christoph Benn Mitte Februar in Berlin. Benn ist Mitglied des Gründungsvorstands des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids.
Der im Januar 2002 von den Vereinten Nationen gegründete Globale Fonds unterstützt Projekte in Entwicklungsländern im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit. Bisher wurden 160 Programme in 85 Ländern mit 1,5 Milliarden Dollar gefördert. Die Bundesregierung hat dem Fonds bis 2006 eine Unterstützung von 200 Millionen Euro zugesagt, von denen bisher rund 45 Millionen Euro eingezahlt wurden. Um die Projekte im laufenden Jahr umsetzen zu können, fehlen dem Fonds aber noch rund 1,4 Milliarden Dollar.
Die fehlenden Gelder erhoffen sich die Hilfsorganisationen von den G-7/8-Ländern, sagte Prof. Dr. Richard Feachem, Exekutivdirektor des Fonds. Vonseiten der Hilfsorganisationen wird daher dem Gipfel der führenden Industrienationen Anfang Juni in Evian besondere Bedeutung beigemessen.
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