MEDIZIN: Referiert

Neues Medikament bei rheumatoider Arthritis

Dtsch Arztebl 2003; 100(49): A-3244 / B-2697 / C-2520

ME

Bei Patienten mit aktiver rheumatoider Arthritis kann ein neuer Wirkstoff, der die Proliferation von T-Zellen hemmt, in Kombination mit Methotrexat zu einer Verbesserung der Beschwerden führen. Das neue Medikament ist ein Fusionsprotein, das aus einer Proteindomäne des CTLA4-Rezeptors und einem IgG-Fragment besteht. Das Fusionsprotein (CTLA4Ig) hat eine hohe Affinität für CD80 und CD86 und hemmt die Kommunikation von T-Zellen mit Antigen-präsentierenden Zellen. Hierdurch wird die Proliferation von T-Zellen und die Ausschüttung von proinflammatorischen Zytokinen inhibiert. Joel Kremer et al. wählten mehr als 300 Patienten aus, die nach den Kriterien des American College of Rheumatology (ACR) den funktionellen Klassen 1, 2 oder 3 angehörten. Alle Studienteilnehmer waren zuvor erfolglos mit Methotrexat behandelt worden. Die Patienten erhielten täglich entweder 2 oder 10 mg CTLA4Ig pro kg Körpergewicht oder ein Placebo. Es zeigte sich, dass die 10-mg-Dosis am wirksamsten war: Nach der sechsmonatigen Behandlung hatten 60 Prozent eine 20-prozentige Verbesserung (ACR20) ihrer Symptomatik, wohingegen in der Placebogruppe 35 Prozent eine vergleichbare Linderung aufwiesen. Ein ACR50 erreichten 36,5 Prozent (Placebo: 11,8 Prozent), ein ACR70 noch 16,5 Prozent (Placebo: 1,7 Prozent). Die Substanz wurde gut vertragen. Nach Auffassung der Autoren greift CTLA4Ig früh in die inflammatorische Signalkaskade ein und hemmt direkt die Aktivierung von T-Zellen, Makrophagen und anderen Immunzellen. me

Kremer JM, Westhovens R, Leon M, et al.: Treatment of rheumatoid arthritis by selective inhibition of T-cell activation with fusion protein CTLA4Ig. N Engl J Med 2003; 349: 1907–1915.

Dr. Joel Kremer, Center for Rheumatology, 1367 Washington Avenue, Site 1, Albany, New York 12206, E-Mail: jkremer@ joint-docs.com

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