Dr. med. Joseph Kearns, Arbeitsmediziner, von 1990 bis 1999 Delegationsleiter der British Medical Association im Ständigen Ausschuss der Europäischen Ärzte, wurde im Dezember 2003 im Royal College of Physicians in London mit dem Ehrenzeichen der deutschen Ärzteschaft ausgezeichnet. Joseph Kearns trug in enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Präsidenten der Bundesärztekammer, Karsten Vilmar, wesentlich dazu bei, dem europäischen Dachverband der Ärztevertretungen ein Verbindungsbüro in Brüssel einzurichten und seinen Aufbau und Struktur den neuen europäischen Bedingungen anzupassen. Damit wurden die Möglichkeiten einer europäischen Ärztevertretung deutlich verbessert und auf die Erweiterungen der Union vorbereitet. Joseph Kearns ist auch wegen seines Engagements für die Arbeitsmedizin als selbstständiges fachärztliches Gebiet in Europa besonders hervorgetreten. In seiner Laudatio lobte Jörg-Dietrich Hoppe die internationale Zusammenarbeit durch Kearns: „Sie haben uns ein herausragendes Beispiel gegenseitiger Verständigung, Kooperation und Freundschaft gesetzt.“ O. K.
Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurden folgende Persönlichkeiten ausgezeichnet: Prof. Dr. med. Otto Bach, ehemaliger stellvertretender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden, in Würdigung seines Engagements als Rektor der ehemaligen Medizinischen Akademie Dresden und seiner Verdienste um die Verbesserung der psychiatrischen Versorgung Anfang der Neunzigerjahre in der Region Dresden; Dr. med. Hans-Henning Borchers, Internist, Lehrbeauftragter für Sportmedizin an der Universität Augsburg, in Würdigung seiner Verdienste auf dem Gebiet der Prävention und Rehabilitation; Dr. med. Thomas Flöter (62), Facharzt für Anästhesie und Algesiologie, Gründer des Schmerzzentrums Frankfurt/Main, Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. und Gründer sowie langjähriger Präsident des Schmerztherapeutischen Kolloquiums e.V., in Würdigung seines Einsatzes in der Schmerztherapie; Prof. Dr. med. Paul Heinz Heintzen, Preetz/Holstein, in Würdigung seiner wissenschaftlichen Leistungen und seines ehrenamtlichen Einsatzes in wissenschaftlichen Gesellschaften; Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Kossow (62), Facharzt für Allgemeinmedizin in Achim-Baden (Niedersachsen), seit Ende 2003 Ehrenvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes e.V., ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, in Würdigung seines engagierten Jahrzehnte währenden Engagements um die Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung, um die Gesundheitsreform und seine Verdienste um die Etablierung der wissenschaftlichen Allgemeinmedizin an den Hochschulen; Dr. med. Gerhard Wimmer (67), Internist/Gastroenterologie, seit 1972 in einer Gemeinschaftspraxis niedergelassen, seit 1999 tätig in einer gerontologischen und gutachterlichen Schwerpunktpraxis, München, in Würdigung seines engagierten ehrenamtlichen Einsatzes in Ärzteverbänden und ärztlichen Körperschaften, so unter anderem im Berufsverband Deutscher Internisten, im Bayerischen Internistenverband und im Hartmannbund sowie als Lehrbeauftragter an der Katholischen Stiftungshochschule für Volks- und Suchtkrankheiten in München; Prof. Dr. med. habil. Manfred Wirth, ehemaliger leitender Ärztlicher Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie an der Technischen Universität Dresden (1994 bis 1999), in Würdigung seines Einsatzes beim Auf- und Ausbau des Universitätsklinikums zu einer national und international geachteten Forschungs- und Bildungseinrichtung. EB
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