Supplement: Praxis Computer
Lokaler Virenschutz erforderlich
Dtsch Arztebl 2004; 101(19): [5]


Mit dem Internet-Wurm Beagle.H (oder Bagle.H) hat sich erstmals stark ein Wurm in versendeten ZIP-Dateien verbreitet, die mit einem Kennwort verschlüsselt sind. Dabei erzeugt der Wurm selbstständig immer wechselnde Kennwörter. Der Benutzer erhält eine E-Mail-Nachricht, die ihn zum Entpacken und Ausführen der angehängten ZIP-Datei auffordert. Hierfür ist das Kennwort im Nachrichtentext angegeben. Solche E-Mail-Anhänge können Viren-Schutzprogramme, die auf den E-Mail-Gateways der Provider oder auf den E-Mail-Servern in Unternehmen installiert sind, nicht durchsuchen. Nur noch das letzte Glied in der Viren-Schutzkette, nämlich das Viren-Schutzprogramm auf dem Arbeitsplatz-Computer kann den Wurm erkennen. Dies geschieht aber erst dann, wenn der Benutzer die ZIP-Datei mit dem Kennwort entpackt. Weil zuletzt in Netzwerken zunehmend mehr Wert auf zentrale Virenschutzlösungen als auf lokalen Schutz bei den Clients gelegt wurde, ist die Gefahr der Virenverbreitung beträchtlich. Sämtliche Computer – insbesondere die Arbeitsplatz-Computer – benötigen einen aktuellen Virenschutz.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Bonn (www.bsi.bund.de), empfiehlt: Alle E-Mails (unabhängig vom vermeintlichen Absender), die mit Kennwort verschlüsselte ZIP-Dateien enthalten und deren Kennwort in der Nachricht angegeben ist, sofort löschen. Bei einer E-Mail auch von vermeintlich bekannten Absendern sollte der Empfänger prüfen, ob der Text der Nachricht zum Absender passt und ob die Anlage (Attachment) auch erwartet wurde. EB
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