BÜCHER

Dermatoskopie von Hauttumoren. Auflichtmikroskopie – Dermoskopie – Digitale Bildanalyse

Dtsch Arztebl 2004; 101(22): A-1604

Blum, A.; Kreusch, J. F.; Bauer, J.; Garbe, C.

Zu Zeitbegrenzungen:
Dermatologie: Umfassende Darstellung
A. Blum, J. F. Kreusch, J. Bauer, C. Garbe (Hrsg.): Dermatoskopie von Hauttumoren. Auflichtmikroskopie – Dermoskopie – Digitale Bildanalyse. Steinkopff Verlag, Darmstadt, 2003, 158 Seiten, 162 Abbildungen, 28 Tabellen, mit interaktiver CD-ROM, gebunden, 74,95 €
Die dermatoskopische Untersuchung von Hautveränderungen kann wesentlich zur präzisen Diagnostik beitragen; als nichtinvasive Me-
thode hat sie ihre größte
Bedeutung bei der Beurteilung von Pigmenttumoren, und hier besonders bei der Früherkennung des auch in unseren Breiten immer häufiger vorkommenden mali-
gnen Melanoms. Die technisch kaum aufwendige Untersuchung sollte heutzutage für jeden Hautarzt zur Routine gehören.
Drei Kapitel des Buches befassen sich mit technisch-apparativen Voraussetzungen, ein umfangreiches Kapitel widmet sich dermatoskopisch sichtbaren Strukturen von Hautveränderungen, die übrigen Kapitel gehen auf das histologische Korrelat dermatoskopischer Bilder, die Differenzierung zwischen melanozytären und nichtmelanozytären Tumoren, Verlaufsbefunde benigner Pigmentnävi, diagnostische Algorithmen, die automatische Bildana-
lyse sowie Aspekte der Teledermatologie und Teledermatoskopie ein. Ausführliche und aktuelle Literaturangaben ergänzen den Text.
Technik, methodisches Vorgehen, diagnostischer Zugang sowie differenzialdiagnostische Erwägungen in der Dermatoskopie werden recht umfassend dargestellt und illustriert. Die begleitende CD-ROM mit insgesamt 600 Abbildungen bietet die Möglichkeit, anhand eines interaktiven Programmes die im Buch behandelten Details umfassend zu rekapitulieren und zu trainieren. Das gesamte Spektrum der Dermatoskopie, wie sie nicht nur von deutschsprachigen, sondern auch von italienischen, schwedischen und australischen Arbeitsgruppen vertreten wird, wird hier miteinbezogen.
Die vergleichsweise geringe Größe der Abbildungen im Buch geht streckenweise mit eingeschränkter Deutlichkeit einher. Auch vermisst man die direkte Gegenüberstellung von dermatoskopischem und klinischem Befund. Der Text ist nicht immer frei von Unstimmigkeiten: beispielsweise, wenn im zentralen Kapitel „Dermatoskopisch sichtbare Strukturen“ anatomische Regionen, klinische Diagnosen und Fragen der Musteranalyse gleichrangig nebeneinander abgehandelt werden – eine vielleicht kaum vermeidbare Konsequenz bei der Kooperation von 28 Autoren.
Insgesamt gleichwohl ein empfehlenswertes Buch für alle Ärzte, die sich mit dem Management von benignen und malignen Pigmenttumoren der Haut befassen.
Christoph Bendick
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