NACHRICHTEN
Disease Management: Reichlich Arbeit auch fürs Amt
PP 3, Ausgabe Juli 2004, Seite 302


Will alle Vorlagen bis Ende
Juni bearbeitet haben: Rainer
Daubenbüchel
Foto: phalanx
Kassen wollen sich profilieren, KVen zögern – der Prüfaufwand ist groß.
Bislang hat das Bundesversicherungsamt 1 700 Anträge zu Disease-Management-Programmen (DMP) genehmigt, fast ebenso viele werden noch bearbeitet (Stand: 27. Mai 2004). Für koronare Herzerkrankungen liegen drei Anträge vor, für Brustkrebs 641 (bereits genehmigt: 348), für Diabetes mellitus Typ II 2 743 (genehmigt: 1 352). Das hat Präsident Dr. Rainer Daubenbüchel am 9. Juni in Berlin berichtet.
Rund 700 offene Anträge seien aber bereits genehmigt, nur der Bescheid stehe noch aus. Daubenbüchel betonte, man wolle möglichst alle Vorlagen bis Ende Juni abarbeiten. Denn der 1. Juli ist DMP-Stichtag: Nur für Programme, die bis dahin genehmigt sind, erhalten die Krankenkasssen später zum ersten Mal Zahlungen aus dem Risikostrukturausgleich.
Daubenbüchel betonte, dass der Prüfaufwand sehr viel höher sei als erwartet. Als Gründe nannte er Widerstände in den Kassenärztlichen Vereinigungen gegen DMP: „Die Krankenkassen müssen jede einzelne KV erst einmal überzeugen.“ Dazu komme, dass sich die Kassen im Wettbewerb profilieren wollten und eigene Vertragsvarianten einreichten, statt beispielsweise auf Musterverträge ihres Verbandes zurückzugreifen. Rie
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