SPEKTRUM: Leserbriefe
Arzneibudget: Sozialistische Manier
Dtsch Arztebl 1996; 93(50): A-3306 / B-2788 / C-2589
Zu den angekündigten Regreßforderungen der Krankenkassen


Der finanzielle Zusammenbruch unseres Gesundheitssystems wird nicht, wie man uns glauben
machen will, verursacht durch teure Apparatemedizin, zunehmendes Lebensalter der Patienten oder durch die
gern aufgeführten Wucherpreise unserer Ärzte und Pharmakonzerne, sondern vielmehr durch das Phänomen
der sich in jüngster Zeit entwickelnden Unverhältnismäßigkeit sogenannter Leistungserbringer und solcher
Leistungsempfänger, die nicht zur Erhöhung der Grundlohnsumme beitragen.
Da unseren Politikern jedoch der Mut fehlt, diese unliebsame, mit sozialem Sprengstoff versehene
gesundheitspolitische Fehlentwicklung zu verantworten, wird wortgewaltig vom eigenen Versagen abgelenkt.
Gleichzeitig wird nach schlimmster, sozialistischer Manier versucht, mit Budgetierungen, Beitragstops und
anderen Repressionen unser Gesundheitssystem zu sanieren . . .
Dr. med. K. Hoffmann, Lindenstraße 13 – 15, 49393 Lohne
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