THEMEN DER ZEIT: Diskussion
„Kriegskinder im Alter“ – Bei Diagnose historisch denken: Welche Folgen hatte die Mangelernährung?
Dtsch Arztebl 2004; 101(42): A-2802


Ich habe den obigen Artikel mit großem Interesse gelesen, da ich auch zu der Kindergeneration der Kriegs- und Nachkriegszeit mit Erfahrungen von Bombenangriffen, Evakuierung, Russeneinmarsch und Flucht gehöre. Sicher können schwere psychische Traumata bis heute nachwirken. Andererseits denke ich, dass die Konfrontation mit den harten Realitäten des Lebens, wenn sie denn nicht zu schlimm waren, vielleicht auch lebenstüchtig gemacht hat. Sehr interessieren würde mich, ob es auch Untersuchungen darüber gibt, wie sich die circa vier Jahre dauernde extreme Mangelernährung der Jahre 1944 bis 1948 gerade während der Wachstumsphase langfristig auf die körperliche Gesundheit dieser Generation ausgewirkt hat.
Dr. med. Mechthild Zwanzig, Meierottostraße 4, 10719 Berlin
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