Versicherungen
Unfallschutz ab 50: Kalkulatorisches Neuland
Dtsch Arztebl 2004; 101(46): [63] / [63] / [63]


Bewertung orientiert sich nicht an der Gliedertaxe.
Mit einem neuen Unfallversicherungskonzept für Menschen, die älter als 50 Jahre alt sind, ist die Volksfürsorge seit dem 1. Oktober auf den Markt. Bei dem „Konzept 50+ Unfallpflege“ werden die Rentenleistungen nach dem Verlust bestimmter Grundfähigkeiten – wie zum Beispiel gehen, aufstehen, sich selbstständig kleiden, essen – bewertet. Diese Bewertung orientiert sich nicht an der Gliedertaxe sondern an der Beeinträchtigung in der Lebensführung und berücksichtigt den daraus folgenden Betreuungsbedarf.
Hintergedanke: Bei älteren Menschen führt oftmals erst das Zusammenwirken von Vorerkrankungen und Unfallfolgen zur Hilfebedürftigkeit. Das „Konzept 50+ Unfallpflege“ berücksichtigt diesen Umstand und bewertet ihn bei der Bemessung der Leistungshöhe mit. Neben einer monatlichen Pflegerente in zwei Stufen (monatliche Sofortrente für ein Jahr, danach gegebenenfalls lebenslange Pflegerente) werden ein qualifiziertes Reha-Management auf hohem Niveau und umfangreiche Service-Leistungen angeboten.
Die wesentlichen Leistungen im Überblick:
- monatliche Rentenzahlung unter Berücksichtigung des Verlustes von Grundfähigkeiten mit bis zu dreifacher Leistung bei schwerer Pflegebedürftigkeit – als Sofortrente direkt nach dem Unfall (maximal für ein Jahr) und als Pflegerente nach Ablauf des ersten Jahres nach dem Unfall;
- medizinische Rehabilitation in exklusiven Einrichtungen;
- einmalige Sofortleistung bei Oberschenkel- und/oder Oberarmbruch bis 2 000 Euro (auch wenn die Ursache kein Unfall war);
- Übernahme von Bergungskosten nach einem Unfall von bis zu 2 500 Euro;
- Bestattungskosten in Höhe von drei Monatsrenten, wenn der Versicherte während des Bezugs der Pflegerente stirbt;
- schadenunabhängige Service-Leistungen (unter anderem Sport- und Ernährungstipps, Reiseinformationen, Vordrucke für Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht);
- Zusätzlich kann für den Schadensfall die Vermittlung und Organisation von Hilfeleistungen, zum Beispiel Reinigungs-, Wäsche- sowie Menü-Service, Versorgung des Haustiers, Installation eines Hausnotrufs inklusive Kostenübernahme für diese Dienstleistungen mit eingeschlossen werden.
Mit dieser Produktinnovation betritt die Volksfürsorge kalkulatorisches Neuland, da für diese neuartige Versicherungsform bisher kaum Statistiken zur Verfügung stehen. Deshalb wurde weitestgehend auf medizinisches Datenmaterial zurückgegriffen. Das Ergebnis ist ein ausgewogenes und bedarfsgerechtes Angebot, das in der einfachsten Variante schon für weniger als zehn Euro im Monat abgeschlossen werden kann.
Ein Beispiel: Ein 63-jähriger Mann, der als Basissumme für Pflege- und Sofortrente einen Betrag von monatlich 250 Euro wählt und bei schwerer Pflegebedürftigkeit eine Verdoppelung dieser Summe wünscht, zahlt für diesen Schutz inklusive Hilfeleistungen mit Kostenübernahme 21,66 Euro pro Monat. Eine gleichaltrige Frau erhält diesen Schutz für 34,63 Euro. rco
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