BRIEFE
Anthropologie: Scheinwissen
Dtsch Arztebl 2004; 101(47): A-3174 / B-2686 / C-2559


Der Brief eignet sich als Vorlage, wie man Scheinwissen in polemischer Form an den Mann bringen kann. Von Sachwissen und sachlich thematischer Auseinandersetzung fehlt jede Spur. Der Verfasser bezichtigt die ärztlichen Kollegen früherer Generationen einer papstgleichen Selbsteinschätzung, und sie hätten Frauen für den ärztlichen Beruf als nicht geeignet angesehen. Er selbst brüstet sich ob seiner modernen Frauenfreundlichkeit, indem er die des Papstes an seiner gemessen als gering und altmodisch einstuft. Er gefällt sich in der Rolle, selbstherrlich über die Zeitgemäßheit des Papstes und der katholischen Kirche zu urteilen.
Dr. Norbert Scholz, Vor Buchen 28, 78652 Deißlingen
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