VARIA
Medica 2004: Größere Auflösung bei kürzeren Untersuchungen
Dtsch Arztebl 2004; 101(47): A-3213 / B-2721


CT-Angiographie der Koronarterien mit
dem Aquilion 64
Werkfoto
Kleiner und präziser, so präsentieren sich die bildgebenden Verfahren.
Die Geräte im Bereich der bildgebenden Verfahren werden immer kleiner und immer leichter und können dennoch immer präziser eine Vielzahl von Details sichtbar machen.
Bei den Ultraschallgeräten präsentiert GE-Healthcare das erste kardiovaskuläre Miniatur-Ultraschallsystem. Vivid i wiegt fünf Kilogramm und ist für den mobilen Einsatz geeignet. Mit mehreren USB-Schnittstellen und Wireless-LAN ausgestattet, ermöglicht es beispielsweise die schnelle Übertragung von Bildern im DICOM-Standard an konsultierende Ärzte oder Krankenhäuser. Das Gerät verarbeitet digitale Eckdaten und erzeugt bis zu hundert Bildern pro Sekunde (Halle 10/ Stand A 55).
Schneller und präziser werden die CT der nächsten Generation. Sowohl GE als auch Siemens präsentieren Lösungen für eine noch bessere Bildqualität. Diese 64-Schicht-Computertomographen verfügen über eine Bildauflösung von 0,4 (Siemens) beziehungsweise 0,35 (GE) Millimetern. Mithilfe dieser so genannten Volumen-Computer-Tomographie (VCT) eröffnen sich neue Möglichkeiten in der Kardiologie, für die das Siemens-System ausgestattet ist. Mit einer Gantry-Rotationszeit von 0,33 Sekunden erreicht dieser eine zeitliche Auflösung von 83 Millisekunden und kann die Herzbewegung als Bild sozusagen einfrieren.
Gegenüber dem Siemens-System kann der Light-Speed VCT von General Electric Bilder jedes beliebigen Organs im Körper in wenigen Sekunden nichtinvasiv erfassen und den gesamten Körper in weniger als zehn Sekunden scannen.
Auf der Medica präsentiert Siemens den ersten 1,5 Tesla MR mit offenem Tunnel. Mit seinen Abmessungen von 125 cm Länge und einem Röhrendurchmesser von 70 cm wirkt der Magnetom Espree fast wie ein Computertomograph. Der Kopf des Patienten bleibt bei etwa 60 Prozent der Untersuchungen außerhalb des Scanners, und zum anderen ist der Magnetom Espree durch seine Abmessungen auch für adipöse Patienten geeignet. „MRTs werden zur Diagnose von Erkrankungen des Bewegungsapparates, Diabetes, Herz- und Gefäßerkrankungen angewandt, dies sind Krankheitsbilder, von denen oft auch adipöse Patienten betroffen sind“, meint Dr. med. Heinrich Kolem, Leiter des Geschäftsgebietes Magnetresonanz bei Siemens (Halle 10/Stand A 18).
Beim Achieva 3.0 Tesla, Philips, kann mit dem 40-cm-Messfeld des Systems der ganze Körper des Patienten dargestellt werden und durch den entwickelten Quasar-Dual-Gradienten auch in hoher Geschwindigkeit. Der Nutzer, Prof. Dr. med. Eckhart Fleck vom Deutschen Herzzentrum Berlin, erhofft sich ganz neue Möglichkeiten in der Diagnostik: „Die Linksherzkatheter-Untersuchungen haben enorm zugenommen. Über 600 000 Patienten unterziehen sich jedes Jahr allein in Deutschland diesem invasiven Eingriff. Rund 60 Prozent dieser Untersuchungen sind rein diagnostisch. Für diese Menschen wäre
die ambulant durchgeführte Kernspintomographie eine sinnvolle Alternative.“
Beim Aquilion 64 Computertomographen von Toshiba (Halle 9 D05) macht die Röntgenröhre in 0,4 Sekunden eine Umdrehung, in der ein 64-Schichtendetektor die Aufnahme von 0,5 Millimeter erzeugt. So werden nach nur sieben Sekunden Scanzeit Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen erkennbar.
Das Gerät ist für den Einsatz am ganzen Körper konzipiert und bildet auch die Blutversorgung der Beine ab, was bei der Diagnose von Arterienverkalkung sehr hilfreich ist. Kay Müllges
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