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Benignes Prostata-Syndrom: Anhaltende Symptom-Kontrolle angestrebt
Dtsch Arztebl 2004; 101(48): A-3284 / B-2785


Patienten mit mäßig bis schwer ausgeprägten Symptomen einer benignen Prostatahyperplasie profitieren auch langfristig von einer Behandlung mit dem dualen Alpha-Reduktasehemmer Dutasterid: Die anhaltende Wirkung auf Beschwerden ist über vier Jahre nachgewiesen. In diesem Zeitraum kam es ebenfalls zu einer Halbierung der Episoden mit akutem Harnverhalt.
Die Details der Untersuchung hat Prof. Ulf Tunn (Offenbach) beim Urologenkongress in Wiesbaden vorgestellt. Bereits in der über zwei Jahre laufenden doppelblind-randomisierten Studie mit
4 325 Männern hatte sich Dutasterid (Avodart®) signifikant wirksamer als Placebo gezeigt: Der Beschwerdescore (AUA-SI) nahm unter Verum um 4,4 Punkte (Placebo: 2,5) ab und zeigte eine weitere Reduktion in der anschließenden, offenen Phase, in der alle Patienten Dutasterid erhielten.
Das Prostatavolumen verringerte sich in der Verumgruppe über vier Jahre um insgesamt 27 Prozent – und damit stärker als bei den Patienten, die zuerst Placebo erhalten hatten (minus 22 Prozent). Der maximale Harnfluss nahm geringgradig, aber signifikant von 2,2 auf 2,7 ml/s zu (Ex-Placebo-Gruppe: 1,9 ml/s). Die Rate von akutem Harnverhalt lag in der durchgängig mit Dutasterid behandelten Gruppe um 51 Prozent niedriger als bei den „Umsetzern“.
Hinsichtlich der unerwünschten Wirkungen – in erster Linie Sexualstörungen, Impotenz und Ejakulationsprobleme – berichtete Tunn von einem kontinuierlichen Rückgang. Die Rate sank von einem Ausgangswert von 15 Prozent im ersten Jahr der Behandlung auf 5,2 Prozent nach zwei Jahren und fiel auf 2,4 Prozent nach vier Jahren Therapie. Die Gynäkomastierate lag bei knapp über einem Prozent. Damit seien die positiven Effekte auf Miktionsstörungen unter Dutasterid anhaltend, und die Behandlung senke effizient die Zahl notwendiger Eingriffe, fasste Tunn zusammen.
Dr. rer. nat. Renate Leinmülller
Bericht zum Satellitensymposium „Dual, kausal gegen das benigne Prostatasyndrom“ im Rahmen des 55. Urologenkongresses in Wiesbaden, Veranstalter:
GlaxoSmithKline
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