BÜCHER

Johann Peter Frank (1745–1821). Gegen Armut und Krankheit

Dtsch Arztebl 2004; 101(51-52): A-3490 / B-2948 / C-2791

Dauenhauer, Alois; Matheis, Hermann

Biografie
Illustrierte Lebensgeschichte
Johann Peter Frank-Gesellschaft (Hrsg.), Alois Dauenhauer, Hermann Matheis (Verfasser): Johann Peter Frank (1745–1821). Gegen Armut und Krankheit. Leben und Wirken eines großen Arztes. Wolfgang Magin, Druckerei und Verlag GmbH, Rodalben, 2004, 322 Seiten, gebunden, 15 €
Der welterfahrene Alexander von Humboldt (1769–1859) schrieb über ihn: „[Ich] gestehe, daß selten ein Mann solchen Eindruck auf mich gemacht hat.“ Die Rede ist von Johann Peter Frank (1745–1821), dem Verfasser der „Medicinischen Polizey“ – einem der grundlegenden Werke zum öffentlichen Gesundheitswesen aus dem Geiste der Medizinischen Aufklärung um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Die Erinnerung an diesen bedeutenden Arzt wird heute durch die gleichnamige Gesellschaft wach gehalten, die in Franks Heimatort, der westpfälzischen Gemeinde Rodalben, ihren Sitz hat und sich die Erforschung vom Leben und Werk des berühmten Arztes zum Ziel gesetzt hat.
Leider fehlt bis heute eine umfassende Biografie des späteren Leibarztes des Zaren. Diese Lücke auszufüllen, bemüht sich die neueste Veröffentlichung der Johann-Peter- Frank-Gesellschaft. Herausgekommen ist dabei eine illustrierte Lebensgeschichte, die sich weitgehend an der Autobiografie Franks orientiert und nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Darstellung erhebt, wenngleich es eine umfangreiche Literaturliste im Anhang gibt. Zitate werden somit nicht nachgewiesen. Ein Bildnachweis fehlt ebenfalls. Zudem ist die Qualität, insbesondere der Farbabbildungen miserabel, wobei das eine das andere bedingt, denn die Benutzung eines Scanners bringt nicht nur Qualitätseinbußen, sondern verführt auch zum nonchalanten Umgang mit dem Copyright.
So kann man nur hoffen, dass dieses gut gemeinte Sammelsurium biografischer Notizen und Quellen endlich den Anstoß zu einer den medizinhistorischen Standards entsprechenden Biografie geben wird, denn an Stoff mangelt es, wie diese „Dokumentation aus Texten, Urkunden und Bildern“ zeigt, wahrlich nicht. Robert Jütte
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