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MEDIZIN: Diskussion

Narbentherapie in der Dermatologie: Studiendesign beachten

Dtsch Arztebl 2005; 102(13): A-914 / B-771 / C-722

Hahn, Martin

zu dem Beitrag von Prof. Dr. med. Wolf-Ingo Worret Prof. Dr. med. Hermann-Josef Vogt in Heft 42/2004
Der Artikel gibt zum Teil einen zu positiven Eindruck über die Möglichkeiten der Narbentherapie wider. Betrachtet man die Literatur zu der extrem weit verbreiteten Silikontherapie, deren Wirkung im Artikel als unbestritten dargestellt wird, stößt man auf mangelhafte Studiendesigns. Die einzige mir bekannte gute Studie bei Patientinnen mit beidseitiger Mammaablatio, prospektiv im Halbseitenvergleich, zeigte in Bezug auf eine hypertrophe Narbenbildung keinen Effekt, weder für die Silikonfolie noch für das Silikongel. Im Gegenteil, die unbehandelte Seite war tendenziell die bessere (1). Gerade frische Narben können sich spontan verändern, nicht nur zum Schlechten, sondern auch zum Guten. Daher sollte dem Design von Studien ausreichend Beachtung geschenkt werden.

Literatur
1. Niessen F et al.: The use of silicone occlusive sheering (Sil-K) and silicon occlusive gel (Epiderm) in the prevention of hypertrophic scar formation. Plast Reconstr Surg 1998, Band 102: 1962–1972).

Dr. med. Martin Hahn
Königstraße 25
78628 Rottweil
E-Mail: m.hahn@hautpraxis.com

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