MEDIZIN: Diskussion
Laserchirurgie des Rachen- und Kehlkopfkarzinoms: Einschneiden von Tumoren
Dtsch Arztebl 2005; 102(23): A-1679


Die von Herrn Steiner entwickelte und propagierte Lasermikrochirurgie des Rachen- und Kehlkopfkarzinoms hat das Behandlungsarsenal dieser Tumoren deutlich erweitert und bietet oft eine vorteilhafte Alternative zur klassischen Chirurgie von außen. Sicherlich gelten für die mikrochirurgische Laserbehandlung ebenso strenge onkologische Prinzipien wie für die Kehlkopfchirurgie von außen. Aus der Kehlkopfchirurgie ist bekannt, dass zum Beispiel Rezidive nach Überschreiten der Indikationen zur Horizontalresektion auch später nicht mehr durch eine Kehlkopftotalexstirpation erfolgreich zu behandeln sind. Welche Empfehlungen können den Operateur vor dieser Gefahr, die auch bei der Laserchirurgie gegeben ist, schützen? Allerdings sind die von Herrn Steiner gemachten Erfahrungen mit dem von ihm in die Laserchirurgie eingeführten Schnitt durch den Tumor und die transtumorale Exstirpation ohne Zunahme der Metastasierung sehr wertvoll und bestätigen das von mir seit 1968 in der HNO-Tumorchirurgie angewandte intraoperative selektive senkrechte Einschneiden von Tumoren zur Sicherung einer ausreichenden Radikalität.
Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.
Prof. Dr. med. Pierre Federspil
Akazienweg 1, 66424 Homburg
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