AKTUELL
Palliativmedizin: Ausbau der Lehre
Dtsch Arztebl 2005; 102(28-29): A-1989 / B-1681 / C-1585


Pflichtfach ist Palliativmedizin nur an der medizinischen Fakultät der LMU München und der in Bonn. Foto: Barbara Krobath
Medizinstudenten fordern eine flächendeckende Ausbildung.
Zurzeit gibt es bundesweit drei Professuren für Palliativmedizin, und acht von 36 medizinischen Fakultäten verfügen über eine Palliativstation. Um die Etablierung der Palliativmedizin in die Lehre zu unterstützen, gründeten Studierende Anfang 2004 im Rahmen der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland eine Arbeitsgemeinschaft (AG) Palliativmedizin. 2004 befragte die AG alle Palliativstationen.
Von 56 antwortenden Einrichtungen engagieren sich 26 in der Lehre. Pflichtfach ist Palliativmedizin an zwei medizinischen Fakultäten (LMU München, Bonn). Im Rahmen der Pflichtkurse anderer Disziplinen oder Wahlveranstaltungen lehren sieben (vier universitäre) Einrichtungen in mittlerem Umfang Palliativmedizin. Zehn sind in geringem Umfang an universitärer Lehre beteiligt, zum Beispiel durch einzelne freiwillige Veranstaltungen. Sieben Stationen in akademischen Lehrkrankenhäusern unterrichten Studierende im Praktischen Jahr. 17 der 26 Einrichtungen sind bereit, ihre Lehraktivität zu verstärken. Von den 30 bislang nicht lehraktiven Stationen waren 25 an einer Teilnahme an der Lehre interessiert. Famulanten wurden auf 28 Stationen betreut, 24 äußerten die Bereitschaft dazu. Informationen: www.pallmed.de. TK
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