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München: Gartenschau der Superlative
Dtsch Arztebl 2005; 102(28-29): A-2047 / C-1631


Eine botanische Attraktion in München: die Bundesgartenschau, die noch bis zum 9. Oktober geöffnet ist. Foto: J. Roßkamp
Noch bis 9. Oktober lockt die Bundesgartenschau 2005 (BUGA) Besucher aus Deutschland und aus den europäischen Nachbarländern nach München. Beim Rundgang über das weite Gelände wird klar, dass die Blumenschau weit davon entfernt ist, zur Routine zu werden. Das abwechslungsreiche Programm auf der Internetseite www.buga2005.de macht’s deutlich.
„Hier kann man sich auch als Erwachsener einmal ganz klein fühlen“, kommentieren viele die Zelle „Das Nest“, das von dem Künstler Nils Udo entworfen wurde. In der Seilbahn kann man den Rundblick auf das gesamte BUGA-Gelände genießen. Wer im BUGA-See Abkühlung sucht, wird nicht nur mit frischem Nass beglückt.
Einzigartig sind die ein Hektar großen „Parallelen Gärten“, die mit Stauden- und Rosenbepflanzung erfreuen. Sie sind Teil des Konzeptes für den Landschaftspark Riem von Latitude Nord auf dem „Aktivitätenband“. Die Besucher können bei den in durchgehenden Streifen gepflanzten Stauden verschiedene Perspektivenwechsel erleben – je nachdem, ob die Pflanzung in Längs- oder Querrichtung betrachtet wird. Die Kombination der einzelnen Stauden und Gräser ergibt interessante Pflanzenbilder.
Wildstauden umgeben den Badesee, sodass sich das Gesicht des Uferbereichs je nach Jahreszeit farblich und förmlich verändert: Sumpf- und Schwertlilien, Minzearten, Wildglatt-Aster oder Frauenmantel, Storchschnabel und Blut-Weiderich sind einige der dort zu findenden Pflanzenarten.
Futuristisch muten dagegen die mit transparenter Folie bedeckten und Licht durchfluteten Blumenhallen am Eingang West an, in denen die Aussteller die gesamte Vielfalt gärtnerischer Blütenpracht zeigen: Schnittblumen, Balkonblumen, Kräuter und Gehölze.
Die BUGA 2005 überzeugt vor allem durch ihre farbigen Blütenbänder im Landschaftspark, witzigen Ideen im Zellgarten und großzügige Staudenpflanzungen am Badesee. Dagmar Nedbal
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