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MEDIZINREPORT

Stattliche Bilanz, aber Sorgen um die Zukunft der Forschung

Dtsch Arztebl 2005; 102(30): A-2072 / B-1749 / C-1653

Richter-Kuhlmann, Eva A.

Die Deutsche Krebshilfe bangt um die qualitativ hohe Fortsetzung der klinischen Forschung im Bereich der Onkologie. „Mit Ausnahme von Studien, die in den Aufgabenbereich der Industrie fallen, wird sie in Deutschland fast ausschließlich durch die Deutsche Krebshilfe gefördert“, sagte Prof. Dr. med. Otmar Wiestler, Vorsitzender des Beirates der Deutschen Krebshilfe bei der Vorstellung des Jahresberichts 2004 in Berlin. Die von Bund und Ländern zur Verfügung gestellten Gelder für die Wissenschaft würden immer knapper, zudem erschwere und verteuere die 2004 in Kraft getretene Novellierung des Arzneimittelgesetzes Therapie-Optimierungsstudien. Die Deutsche Krebshilfe appelliert daher an die Kostenträger und den Bund, sich an der Finanzierung von klinischen Studien zu beteiligen.
Die Aktivitäten, die die Stiftung derzeit auf dem Gebiet der onkologischen Forschung entfaltet, sind immens: Gemeinsam mit ihren Tochterorganisationen Dr. Mildred Scheel Stiftung für Krebsforschung und Stiftung Deutsche KinderKrebshilfe bewilligten die sechs Fachausschüsse der Deutschen Krebshilfe allein im Jahr 2004 mit rund 34 Millionen Euro 81 innovative Forschungsprojekte. Diese beziehen sich auf die Grundlagenforschung sowie die klinische Forschung. Forschungsschwerpunkte waren 2004 Apoptose und Metastasierungsmechanismen. Als einen großen Erfolg wertet die Krebshilfe aber auch die Übernahme ihres bundesweiten Beratungs- und Betreuungskonzepts für Familien mit erblich bedingtem Mamma- und Ovarialkarzinom in die Regelfinanzierung durch die gesetzlichen Krankenkassen.
Innerhalb des Max-Eder-Nachwuchsprogramms unterstützt die Deutsche Krebshilfe zudem mit 1,9 Millionen Euro junge Wissenschaftler. Das Programm soll dem „Brain-Drain“ entgegenwirken und die klinische Krebsforschung in Deutschland stärken. ER

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