VARIA: Wirtschaft
Gesundheitsberufe: Sinkender Krankenstand
Dtsch Arztebl 2006; 103(17): A-1169 / B-991


Der allgemeine Trend zu niedrigen Krankenständen zeigt sich nach einer Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der Allgemeinen Ortskrankenkassen (WIdO) auch bei den Gesundheitsberufen. Der Krankenstand lag im Jahr 2005 mit 4,6 Prozent deutlich unter dem Wert von 2000 (5,7 Prozent). Durchschnittlich waren Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen 16,7 Tage im Jahr krank, ein Fall dauerte im Mittel 11,9 Tage. Fast 56 Prozent aller Beschäftigten in dieser Branche wurden mindestens einmal im Jahr 2005 krank.
Die einzelnen Berufe im Gesundheitswesen zeigen sowohl beim Krankenstand als auch bei den Krankheitsarten recht unterschiedliche Belastungen auf. Krankenpflegehelfer sowie Sozial- und Altenpfleger weisen relativ hohe Krankenstände (6,1 beziehungsweise 5,2 Prozent) und eine besondere Belastung durch Muskel- und Skeletterkrankungen auf. Deutlich geringere Krankenstände zeigen sich bei Ärzten (1,8 Prozent) und Arzthelferinnen (2,0 Prozent). Besonders auffällig sind bei allen Gesundheitsberufen die relativ hohen Anteile von Atemwegs- und psychischen Erkrankungen an den Arbeitsunfähigkeitstagen.
Berufe im Gesundheitswesen standen im Mittelpunkt des diesjährigen Weltgesundheitstags am 7. April. 4,2 Millionen Menschen arbeiten im Gesundheits- und Sozialwesen, davon rund 2,2 Millionen Menschen in Gesundheitsberufen. Von diesen sind knapp 890 000 bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen versichert. Die Auswertungen des WIdO beruhen auf den bundesweiten Daten dieser AOK-Mitglieder. WZ
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