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Tropenkrankheiten: Schattendasein beenden
Dtsch Arztebl 2006; 103(51-52): A-3446 / B-3002 / C-2878


Foto: dpa
Kirchen und Pharmaindustrie fordern zu mehr Engagement im Kampf gegen tropische Armutskrankheiten auf. Diese verursachten Leiden in einer Größenordnung, die mit der anderer Infektionskrankheiten wie HIV/Aids, Malaria oder Tuberkulose vergleichbar sei, betonten Vertreter der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung und des Verbands forschender Arzneimittelhersteller (VFA). Derzeit sei von mehr als 500 000 Todesfällen pro Jahr auszugehen, die durch tropische Krankheiten wie Schlafkrankheit, Kala-Azar oder Chagas-Krankheit verursacht würden. In einem Grundlagenpapier skizzieren Kirchen und Industrie Möglichkeiten im Kampf gegen diese Krankheiten.
„Wir fordern Pharmaunternehmen dazu auf, laufende Aktivitäten wie das Gewähren von Rabatten, Arzneimittelspenden oder die Ausbildung von Fachpersonal auszuweiten“, erklärtete VFA-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer. Außerdem sollten die Firmen die Arzneimittelentwicklung gegen Tropenkrankheiten verstärken und mit staatlichen und nichtstaatlichen Hilfsprojekten kooperieren. MM
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