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Shinya Yamakawa: Das Gesicht zur Forschungssensation

Dtsch Arztebl 2007; 104(50): A-3493 / B-3074 / C-2971

Hibbeler, Birgit

Shinya Yamanaka Foto: DKFZ
Die Nachricht ging um die ganze Welt: Forschern ist es gelungen, aus differenzierten menschlichen Hautzellen pluripotente Stammzellen herzustellen. Nicht nur wissenschaftlich ist das eine Sensation. Viele verbinden damit die Hoffnung auf eine Stammzellforschung ohne Embryonen und ohne ethisches Konfliktpotenzial. Einer der Wissenschaftler, dem die Umwandlung von Fibroblasten zu „induzierten pluripotenten Stammzellen“ gelungen ist: Prof. Dr. Shinya Yamanaka (45) von der Universität Kyoto, Japan.
Durch den Transfer von nur vier Genen, die er mithilfe von Retroviren in die Zellen einschleuste, gelang dem Mediziner die Reprogrammierung. Dafür erhielt er während eines Symposiums des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) den mit 50 000 Euro dotierten Meyenburg-Preis. Yamanakas Ergebnisse seien auch für die Krebsforschung von zentraler Bedeutung, so das DKFZ. Körperzellen durchliefen bei der Krebsentstehung wahrscheinlich ein vergleichbares biologisches Programm, wie es Yamanaka durch den Transfer der Gene habe auslösen können. Die Entschlüsselung dieses Programms zeige Möglichkeiten auf, gezielt in den Mechanismus der Zellentartung einzugreifen.
Neben Yamanakas Team gelang auch der Arbeitsgruppe von James Thomson aus den USA die Herstellung künstlicher Stammzellen. Zeitgleich publizierten sie ihre Ergebnisse in „Cell“ und „Science“ (dazu DÄ, Heft 48/2007). Birgit Hibbeler
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