AKTUELL
Strategiepapier der KBV: Zustimmung zu neuem Konzept im Norden
Dtsch Arztebl 2008; 105(42): A-2187 / B-1879 / C-1831


Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Hamburg und Schleswig-Holstein fordern faire Wettbewerbsbedingungen in der medizinischen Versorgung. Der ambulante Bereich dürfe nicht länger gegenüber dem stationären benachteiligt werden, betonten Mitglieder und Führungsgremien beider Körperschaften auf einer gemeinsamen Veranstaltung Anfang Oktober in Hamburg. Gekommen waren rund 200 KV-Mitglieder.
Die Vertragsärzte und ihre Vorstände kritisierten unter anderem, dass die Krankenhäuser mit staatlichen Geldern subventioniert würden, während der ambulante Bereich Investitionen selbst erwirtschaften müsse. Als Beispiele für ungleiche Voraussetzungen wurden die Gründung Medizinischer Versorgungszentren durch Kliniken und die ambulante Versorgung im Krankenhaus nach § 116 b SGB V angeführt. Beide Körperschaften unterstützen in einer Resolution das neue Versorgungskonzept der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Es könne die unfairen Wettbewerbsbedingungen beenden, hieß es von den beiden KVen.
Das Konzept sieht vor, die Versorgungsebenen – Hausarzt, Facharzt, Krankenhaus – neu zu definieren und für jede Ebene Wettbewerbsregeln einzuführen. Dabei soll prinzipiell gelten: Je mehr die Versorgung der Versicherten Wohnortnähe und Flächendeckung erfordert, desto stärker müssen kollektivvertragliche Strukturen vorhanden sein. Je spezialisierter die Versorgung ist, desto mehr Wettbewerb wird notwendig (DÄ, Heft 14/2008, „Stille Revolution“).
Der KBV-Vorstandsvorsitzende, Dr. med. Andreas Köhler, erläuterte in Hamburg das Konzept. Er betonte, die KBV wolle mithilfe des Strategiekonzepts die niedergelassene Ärzteschaft im Wettbewerb klar positionieren und die Rolle der Körperschaften stärken. EB, Rie
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