AKTUELL
Marburger Bund: Ärzte bei der Rentenversicherung streiken
Dtsch Arztebl 2009; 106(10): A-432 / B-372 / C-360


Rund 300
Ärztinnen und
Ärzte kamen
zur Zentralkundgebung
nach Berlin.
Foto: ddp
Mehr als die Hälfte der rund 2 000 Ärztinnen und Ärzte bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) sind dem Aufruf des Marburger Bundes (MB) gefolgt und haben am 26. Februar gestreikt. Zur Zentraldemonstration in Berlin reisten rund 300 Ärzte aus dem gesamten Bundesgebiet an, wie der MB berichtete. Am Folgetag legten erneut 500 Ärzte die Arbeit nieder.
„Der enorme Zuspruch ist ein deutliches Signal an die Deutsche Rentenversicherung, miserable Arbeitsbedingungen und unterdurchschnittliche Einkommen nicht mehr wort- und klaglos zu ertragen“, so der MB. Sollte die Rentenversicherung weiter Verhandlungen ablehnen, würden die Streiks intensiviert.
Die Ärzte bestreikten bisher überwiegend den Sozialmedizinischen Dienst. Im Fokus der Arbeitsniederlegungen stand die Bearbeitung von Versichertenanträgen auf Rehamaßnahmen und Erwerbsminderungsrenten. In einem zweiten Schritt soll sich der Arbeitskampf in den Rehakliniken abspielen. Der MB kündigte außerdem an, am 9. März in Münster eine weitere Demonstration zu veranstalten. Dort sollen die Ärzte den Beginn des von der DRV organisierten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquiums nutzen, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Mit dem unbefristeten Ärztestreik will der MB die Rentenversicherung zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen. hil
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