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Stammzellforschung: Obama besiegelt Kehrtwende in den USA

Dtsch Arztebl 2009; 106(12): A-532 / B-456 / C-440

Richter-Kuhlmann, Eva

Geld für die Stammzellforschung: Obama will die USA an die Weltspitze bringen. Foto: picture alliance/Photoshot
Die Forschung an embryonalen Stammzellen wird in den USA ab sofort mit staatlichen Mitteln unterstützt. Noch innerhalb der ersten 100 Tage nach seinem Amtsantritt hob US-Präsident Barack Obama die Rechtsbestimmungen seines Vorgängers George W. Bush zur Förderung der Stammzellforschung auf. Diese sahen die Vergabe von Regierungsgeldern nur für die wissenschaftliche Arbeit an embryonalen Stammzelllinien vor, die vor August 2001 gewonnen wurden. Versuche des Kongresses, die Restriktionen zu lockern, hatte Bush wegen ethischer Bedenken blockiert.

Obama hat auch in diesem Bereich völlig andere Ansichten als Bush: In der Stammzellforschung sollten die USA wieder an die Weltspitze rücken, sagte er am 9. März in Washington und beauftragte das Nationale Gesundheitsinstitut, binnen 120 Tagen Regelungen für die staatliche Unterstützung der Forschung an neu gewonnenen Stammzelllinien auszuarbeiten. Gleichzeitig unterzeichnete er ein Memorandum, das „die Integrität von Regierungsentscheidungen in der Wissenschaft wiederherstellen“ soll. „Wir müssen sicherstellen, dass unsere Politik auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht und nicht auf Ideologie“, sagte Obama.

In Deutschland begrüßte die FDP-Bundestagsfraktion die Entscheidung Obamas, auch die Forschung an neueren Stammzelllinien zu fördern. Das jahrelange Veto habe die Möglichkeiten der Forschung in den USA stark beschränkt. ER
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