Supplement: PRAXiS
Praxis-EDV: Transparenz fehlt
Dtsch Arztebl 2009; 106(18): [1]


Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will die Zusammenarbeit mit den Praxissoftwareanbietern intensivieren, denn „eine Verminderung des bürokratischen Aufwands der Vertragsärzte ist nur möglich über gute, einfach zu handhabende EDV-Lösungen und eine sichere Online-Anbindung“, sagte der Vorsitzende der KBV, Dr. med. Andreas Köhler, in Berlin.
Vor allem die Zunahme von Selektivverträgen im vertragsärztlichen Bereich erhöht die Komplexität von Dokumentations- und Abrechnungsprozessen für die Ärzte. Zudem steigen die Anforderungen an Datensicherheit und Datenschutz, vor allem in Hinblick auf Online-Anwendungen, wie etwa die ab 2010 geplante Online-Abrechnung oder der elektronische Arztbrief. Aus Sicht der KBV ist auch eine einheitliche Archivierungsschnittstelle zur strukturierten Speicherung von Patientendaten dringend erforderlich. Zunehmend sind die Ärzte somit auf zertifizierte, sichere IT-Umgebungen angewiesen. Derzeit gibt es jedoch keine Transparenz über die Qualität von Praxissoftware. Regelmäßige Arbeitstreffen mit den Softwarehäusern sollen den Informationsaustausch jetzt verbessern. Selbst über eine unabhängige Prüfstelle für Praxis-EDV analog zu „Stiftung Warentest“ wird vage nachgedacht. Wünschenswert wäre das zwar, doch wer sollte diese aufbauen? Heike E. Krüger-Brand
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