BRIEFE
Priorisierung: Eigenbeteiligung nötig
Dtsch Arztebl 2009; 106(27): A-1416 / B-1204 / C-1172

Die Debatte um Priorisierung geht an der Realität der Niedergelassenen vorbei. Quartalsweise gibt es gegen zehn Euro bündelweise Überweisungen. Weder von Ärzteverbänden noch von Kassen oder dem BMG wird diskutiert, warum die Deutschen im europäischen Vergleich doppelt so viele Arzt-Patienten-Kontakte haben. Sind sie etwa doppelt so krank? Wollen die „Leistungserbringer“ nicht im Hamsterrad der Fünf-Minuten-Medizin verharren, ergibt sich meines Erachtens ein dringender Handlungsbedarf für eine (sozial abgesicherte) Eigenbeteiligung der Versicherten ausnahmslos für jeden Arzt-Patienten-Kontakt.
Dr. med. Rainer Bösche, Aichelbergstraße 38, 73230 Kirchheim unter Teck
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