MEDIZIN: Originalarbeit

Risikofaktoren für Kopfschmerzen bei Kindern

Risk Factors for Headache in Children

Dtsch Arztebl Int 2009; 106(31-32): 509-16; DOI: 10.3238/arztebl.2009.0509

Gaßmann, Jennifer; Vath, Nuria; Gessel, Hester van; Kröner-Herwig, Birgit

Hintergrund: Zwischen 10 und 30 % aller Kinder weltweit berichten über wöchentlich auftretende Kopfschmerzen, die zu einem ernst zu nehmenden Gesundheitsproblem mit Einschränkungen in verschiedenen Funktionsbereichen führen können. Ein Ziel der epidemiologischen Längsschnittstudie „Kinder, Jugendliche und Kopfschmerz“ („KiJuKo“) ist deshalb die Untersuchung potenzieller Risikofaktoren für die Entstehung von rekurrierenden Kopfschmerzen.
Methoden: Zum ersten Befragungszeitpunkt (2003) wurde an 8 800 Familien mit einem Kind im Alter von 7 bis 14 Jahren ein Fragebogen verschickt. Es folgten drei weitere jährliche Erhebungswellen. Aus der ersten Welle wurden ausgewählte Prädiktoren des familiären und Freizeitbereichs hinsichtlich ihres Einflusses auf das Neuauftreten von Kopfschmerzen in Welle 2 überprüft (n = 2 952).
Ergebnisse: Die Chance, in der zweiten Welle Kopfschmerzen zu entwickeln, war für Jungen, in deren Familie häufiger als einmal in der Woche gestritten wurde, ungefähr 1,8-fach erhöht. Für Jungen, die nur „manchmal“ Freizeit hatten, bestand ein um das 2,1-fach erhöhte Risiko, nach einem Jahr über wiederkehrende Kopfschmerzen zu berichten. Bei Mädchen, deren Eltern das Auftreten von Kopfschmerzen durch ihr Verhalten positiv oder negativ verstärkten, war das Risiko für rekurrierende Kopfschmerzen um 25 % erhöht.
Schlussfolgerungen: Im Einklang mit Ergebnissen anderer Untersuchungen spielen für Jungen die Häufigkeit von Streit in der Familie und das Ausmaß an Freizeit eine bedeutsame Rolle für die Entwicklung wiederkehrender Kopfschmerzen. Bei den Mädchen scheint der Umgang ihrer Eltern mit auftretenden Kopfschmerzen relevant zu sein.
Dtsch Arztebl Int 2009; 106(31–32): 509–16
DOI: 10.3238/arztebl.2009.0509
Schlüsselwörter: Kindergesundheit, Kopfschmerz, Epidemiologie, Morbiditätsrisiko, Freizeitverhalten
Die Kopfschmerzprävalenz bei Kindern und Jugendlichen nimmt weiter zu. Internationale Studien weisen auf diesen Trend hin (1, 2). Zudem wird von einer relativ hohen Persistenz der Kopfschmerzsymptomatik (ungefähr 50 Prozent) bis in das Erwachsenenalter ausgegangen (3).

Insbesondere wiederkehrende Kopfschmerzen gelten nicht nur als eine Folge pathophysiologischer Mechanismen. Sie sind vielmehr als ein multifaktorielles Geschehen zu werten (4), bei dem auch psychosoziale Komponenten eine Rolle spielen. Die Erforschung potenzieller Risikofaktoren für die Entstehung (Inzidenz) und Aufrechterhaltung von Kopfschmerzen bei Kindern ist daher naheliegend.

Die Vergleichbarkeit bisheriger Studien ist aufgrund nicht unerheblicher methodologischer Differenzen und Mängel eingeschränkt. In Deutschland wurden darüber hinaus bislang nur sehr wenige Längsschnittstudien durchgeführt (5, 6), die zudem häufig einen geringen Stichprobenumfang aufweisen. Aus diesem Grund wurde die epidemiologische Längsschnittstudie „Kinder, Jugendliche und Kopfschmerz“ („KiJuKo“) konzipiert. Primäres Ziel dieses groß angelegten Forschungsprojekts ist es, psychosoziale Risikofaktoren für die Entstehung von Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen zu identifizieren.

Für diesen Beitrag wurden aus einer Vielzahl von erhobenen Variablen die ausgewählt, die die Familie und die Freizeit des Kindes betreffen (Tabelle 1 gif ppt), weil diese Faktoren in der vorliegenden Literatur einen Zusammenhang zu Kopfschmerzen zeigen. Probleme in der Familie werden häufig als Auslöser von Kopfschmerzen angegeben (7, 8). So berichten Kinder, die regelmäßig Kopfschmerzen hatten, sehr viel häufiger über Streit in der Familie als ihre gesunden Altersgenossen (gleichaltrige Kontrollgruppen) (9). Eine ebenfalls große Rolle scheint das Verhalten der Eltern zu spielen, wenn ihr Kind über Kopfschmerzen klagt. Im Sinne einer positiven oder negativen Verstärkung erlernt das Kind, dass sein „Kranksein“ Vorteile oder bestimmte Privilegien nach sich zieht (10). Folglich wird es dieses Verhalten gemäß lerntheoretischer Ansätze häufiger zeigen.

Auch Freizeitaktivitäten scheinen das Auftreten von Kopfschmerzen zu beeinflussen. So konnte belegt werden, dass Kinder mit mindestens einmal monatlich auftretenden Symptomen häufiger aktiv sind (Sport treiben) als kopfschmerzfreie Kinder in den Kontrollgruppen (11).

Mehrfach wurde die Relevanz von Freunden und sozialen Beziehungen auf die psychophysiologische Gesundheit hervorgehoben. Demnach sollen Kinder mit wöchentlich auftretenden Kopfschmerzen weniger Freunde haben als Gleichaltrige ohne Kopfschmerzen (12). Zudem verbringen Kinder mit Kopfschmerzen im Vergleich zu Kindern ohne Kopfschmerzen mehr Zeit pro Tag mit Fernsehen (9) oder dem Computer/Spielekonsolen (13).

Jeder dieser Faktoren könnte als Stress im psychosozialen Sinne interpretiert werden. In einer prospektiven Studie zeigte Waldie (14), dass intensiver Stress während der Pubertät – operationalisiert über verschiedene stressreiche Ereignisse wie beispielsweise Auseinandersetzungen mit den Eltern – die Wahrscheinlichkeit für Migräne im frühen Erwachsenenalter erhöht. Zwischen Stress und dem Auftreten von Kopfschmerzen wird eine wechselseitige Beziehung angenommen (15), wobei der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung nach wie vor unklar bleibt (16). So können Kopfschmerzen selbst als ein Stressor erlebt werden (17), andererseits können verschiedene potenzielle Stressoren ebenso als Ursache für die Entstehung von Kopfschmerzen verantwortlich sein.

Bisherige Forschungsergebnisse lassen keine Schlussfolgerung darüber zu, ob die untersuchten psychosozialen Faktoren die Entstehung von Kopfschmerzen begünstigen, eine Folge der bestehenden Symptome sind, oder aber ob beides zutrifft.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, durch eine unidirektionale Betrachtung potenzielle Ursachen für die Entstehung von Kopfschmerzen zu analysieren. Ergebnisse aus longitudinalen Studien wie dieser sollen langfristig zur Entwicklung oder aber Modifikation von bestehenden Präventionsprogrammen und Therapiemaßnahmen beitragen.

Methoden
Diese Untersuchung ist Teil einer groß angelegten epidemiologischen Längsschnittstudie (KiJuKo) mit vier jährlichen Erhebungswellen (2003 bis 2006). Im Folgenden werden Resultate der ersten beiden Wellen (2003 und 2004) und Daten der Elternfragebögen präsentiert.

Zum ersten Erhebungszeitpunkt wurde jeweils ein Fragebogen für die Eltern und das Kind (sofern es mindestens 9 Jahre alt war ) verschickt. Hierfür wurden insgesamt 8 800 Familien mit einem Kind im Alter von 7 bis 14 Jahren aus der Region Südniedersachsen (Holzminden, Osterode, Göttingen, Northeim) und der Stadt Hannover vom Einwohnermeldeamt beziehungsweise der kommunalen Datenverarbeitungszentrale Südniedersachsen zufällig ausgewählt. Dadurch entstand eine hinsichtlich Stadt und Land repräsentative, populationsbezogene Stichprobe. Diejenigen, die sich an der ersten Erhebungswelle beteiligt hatten, wurden jeweils ein Jahr später wieder um ihre Teilnahme gebeten.

Anhand umfangreicher Literaturrecherchen wurden potenzielle Risikofaktoren identifiziert, auf deren Basis in Welle 1 im Elternfragebogen insgesamt 111 Fragen zu den folgenden Variablendomänen gestellt wurden:

- Soziodemografie
- psychologische Faktoren
- Freizeit
- Gesundheit
- Familie
- Schule
- elterliche Gesundheit
- Lebensereignisse.

Für die Zusammensetzung des Fragenpools wurde, soweit möglich, auf erprobte Messinstrumente zurückgegriffen (Tabelle 2 gif ppt). Zur Operationalisierung der Risikofaktoren konnten aus Gründen der Ökonomie und der Zumutbarkeit keine vollständigen Fragebögen eingesetzt werden. Stattdessen wurden Items in Abhängigkeit von Gütekriterien für die jeweiligen Risikofaktoren ausgewählt. Einschränkungen der Validität und der Reliabilität wurden bei diesem Vorgehen in Kauf genommen.

Die Fragebögen wurden in drei Prätest-Phasen entwickelt. Der Ablauf orientierte sich an dem von Dillmann (18) empfohlenen Vorgehen zur Implementierung von Umfragen (19) (Internetsupplement 1). Die Teilnahmequote in den ersten beiden Wellen betrug n = 4 159 (47,3 % der Ausgangsstichprobe) (eGrafik 1 gifgif pptppt). Zum zweiten Erhebungszeitpunkt (2004) waren die Kinder durchschnittlich 11,25 Jahre alt (s ± 2,28 Jahre; Spannweite 8 bis 15 Jahre).

Über alle Erhebungswellen hinweg wurden die Angaben zur Häufigkeit von Kopfschmerzen in den letzten sechs Monaten entsprechend der Fremdeinschätzungen durch die Eltern in vier Kategorien eingeteilt:

- keine Kopfschmerzen
- seltener als einmal pro Monat
- mindestens einmal pro Monat und
- mindestens einmal pro Woche.

Um eine effektive Vorhersage für die Entstehung von Kopfschmerzen bei Kindern nach dem 1-Jahres-Follow-up zu gewährleisten, wurden nur die Kinder in die Analysen miteinbezogen, die in Welle 1 noch keine Kopfschmerzen hatten (das heißt, das Kind hatte keine oder aber seltener als einmal im Monat auftretende Symptome in den letzten 6 Monaten), aber 1 Jahr später in Welle 2 über Kopfschmerzen berichteten (definiert als mindestens einmal im Monat auftretend) (Tabelle 1, eGrafik 2 gifgif pptppt).

Als Kriterium (abhängige Variable) fungierte die Gruppenzugehörigkeit zu „rekurrierende Kopfschmerzen: Ja“ (das heißt mindestens einmal im Monat) versus „rekurrierende Kopfschmerzen: Nein“ (das heißt seltener als einmal im Monat) in Welle 2 (Tabelle 1, eGrafik 2).

Ein weiteres wesentliches Merkmal dieser Längsschnittstudie war die Betrachtung von Symptomen, die bereits vor der Entwicklung von Kopfschmerzen auftraten. Die Prädiktoren bestanden, neben dem Alter und Geschlecht, aus verschiedenen Items der ersten Welle des Elternfragebogens (Tabelle 2) und konnten den Bereichen Familie und Freizeit zugeordnet werden.

In einem ersten Schritt der binären logistischen Regressionsanalysen wurde jeder Risikofaktor einzeln auf seine Vorhersagekraft hinsichtlich der Entstehung von mindestens einmal monatlich vorkommenden Kopfschmerzen hin untersucht (20). Da sich das Geschlecht in Voranalysen als ein bedeutsamer Einflussfaktor für neu auftretende Kopfschmerzen erwies (p = 0,000; Odds Ratio = 1,54; 95-%-Konfidenzintervall [KI] = 1,24–1,92), erfolgten weitere Auswertungen jeweils separat für Jungen und Mädchen.

Nach dieser univariaten Betrachtung wurden die Variablen in das multiple Regressionsmodell aufgenommen, die einen p-Wert von p < 0,25 besaßen (20). Wegen der befriedigenden internen Konsistenzen (Cronbach's Alpha) (Tabelle 2) wurde bei 5-stufigen Ratingskalen ein Gesamt-Score (mittlerer Itemwert) aus den jeweiligen Unter-Items gebildet. Höhere Werte repräsentieren eine jeweils als ungünstig zu interpretierende Ausprägung. Aus Gründen des Inhalts und der Fallzahlen wurden einige Kategorien zusammengefasst (Tabelle 3 gif ppt).

Das im Ergebnisteil dargestellte Odds Ratio (OR) gibt den Faktor an, um den sich die Chance für Kopfschmerzen bei Vorliegen des betrachteten Prädiktors (hohe Ausprägung) im Vergleich zur Referenzgruppe (geringe Ausprägung) erhöht. Bei stetigen Prädiktoren gibt das OR die Steigerung der Chance an, Kopfschmerzen zu bekommen, wenn sich die betrachtete Variable um eine Einheit verändert. Alle statistischen Auswertungen erfolgten mit dem Programmpaket SPSS 14.

Ergebnisse
In der zweiten Welle (2004) erlebten nach Einschätzungen ihrer Eltern

- 49,5 % (n = 1 908) der Kinder keine
- 26,7 % (n = 1 029) selten auftretende
- 17,1 % (n = 659) mindestens einmal pro Monat
- 6,8 % (n = 261) mindestens einmal pro Woche auftretende Kopfschmerzen.

Hinsichtlich der Frequenz von Kopfschmerzen unterschieden sich Jungen und Mädchen voneinander (Chi2 = 51,79, df = 3, p < 0,001). Die Prävalenz von wöchentlich auftretenden Symptomen ist bei Mädchen doppelt so hoch wie bei Jungen (Grafik 1 gif ppt). Mit zunehmendem Alter steigt die Prävalenz von monatlich und wöchentlich vorkommenden Kopfschmerzen (Grafik 2 gif ppt).

In den binären logistischen Regressionsanalysen zur Beurteilung des potenziellen Einflusses der einzeln betrachteten Risikofaktoren (bivariate Analysen) für die Inzidenz von regelmäßig auftretenden Kopfschmerzen waren für die Jungen das familiäre Klima, die Streithäufigkeit und die verfügbare Freizeit bedeutend (Tabelle 4 gif ppt). Der Einfluss des Alters wurde durch Aufnahme in das jeweilige Modell kontrolliert und erwies sich durchgängig als irrelevant (alle p > 0,05).

Die Ergebnisse des Gesamtmodells in der Gruppe der Jungen deuten auf den hohen Stellenwert der Streithäufigkeit in der Familie und die dem Kind verfügbare Freizeit als relevante Einflussfaktoren hin. Jungen, in deren Familien mehr als einmal in der Woche miteinander gestritten wurde, hatten ein 1,8-fach erhöhtes Risiko, Kopfschmerzen zu bekommen, im Vergleich zu denen, in deren Familien maximal einmal in der Woche gestritten wurde (Tabelle 4). Die Bedeutung der frei verfügbaren Zeit scheint eine noch größere Rolle zu spielen: Jungen, die nur manchmal Zeit für sich hatten, haben ein 2,1-fach erhöhtes Risiko, Kopfschmerzen zu entwickeln (Tabelle 4). Das Alter erwies sich auch im multiplen Modell als nicht bedeutsam (p = 0,211; OR = 1,05; 95 %-KI = 0,97–1,13).

In den bivariaten Analysen waren bei den Mädchen nur das Verhalten der Eltern, wenn ihre Tochter Kopfschmerzen hat, und die Zahl der Freunde für das Auftreten von Kopfschmerzen bedeutsam. Das Alter stellte bei den Mädchen im Gegensatz zu den Jungen einen Einflussfaktor dar. Die ORs für den Einfluss des Alters bewegten sich allerdings in einem Bereich von 1,030 bis 1,091, was als äußerst niedrig einzuschätzen ist. Das Alter scheint also nur einen sehr geringen Einfluss auf die Entstehung von Kopfschmerzen zu haben.

Betrachtete man beide Variablen in einem multivariaten Modell, so zeigte sich, dass nur das elterliche Verhalten einen Einfluss auf die Entstehung von Kopfschmerzen bei Mädchen hatte. Mädchen, deren Eltern ungünstig, das heißt positiv oder negativ verstärkend, auf das Auftreten von Kopfschmerzen bei ihren Töchtern reagierten, hatten ein circa 1,3-fach erhöhtes Risiko, nach einem Jahr über Kopfschmerzen zu berichten (Tabelle 4). Das Alter erwies sich in dem multiplen Modell nicht als relevanter Einflussfaktor (p = 0,471; OR = 1,03; 95-%-KI = 0,95–1,13).

Diskussion
Übereinstimmend mit bisherigen Forschungsergebnissen erwiesen sich einige der genannten Variablen in Abhängigkeit vom Geschlecht als Risikofaktoren für neu auftretende Kopfschmerzen bei Kindern ein Jahr nach der Ersterhebung. Während bei den Jungen die Streithäufigkeit in der Familie sowie das Ausmaß an Freizeit eine Rolle für die Entwicklung wiederkehrender Kopfschmerzen spielte, war es bei den Mädchen das verstärkende Verhalten beziehungsweise die Reaktion der Eltern auf Kopfschmerzen bei ihrer Tochter.

Diese Ergebnisse lassen sich wie folgt in bestehende Forschungsbefunde einordnen:

Wie in anderen Studien fanden auch die Autoren keine Assoziation zwischen physischen Aktivitäten und Kopfschmerzen (17).

Larsson und Sund (21) wiesen nach, dass eine Reduktion an Freizeitaktivitäten mit häufigen Kopfschmerzen einhergeht. Die vorliegende Studie zeigt, dass bei den Jungen die frei verfügbare Zeit einen Einfluss auf die Entstehung von Kopfschmerzen hatte. Ausreichend Freizeit scheint demnach ein Schutzfaktor gegenüber der Entstehung von Kopfschmerzen zu sein.

Trotz der viel beschriebenen Relevanz von Freunden (12) konnten die Autoren nur bei den Mädchen in den bivariaten Analysen einen Einfluss auf das Auftreten von Kopfschmerzen nachweisen. Im Gesamtmodell verliert dieser Faktor seine Vorhersagekraft. Dieser Befund stimmt mit den Ergebnissen von Gordon und Koautoren (17) überein. Obwohl Kinder mit Kopfschmerzen täglich mehr Zeit mit Fernsehen verbringen als Kinder ohne Kopfschmerzen (9), zeigte sich dieses Verhalten in den eigenen Analysen nur bei den Jungen als relevant und zwar nur dann, wenn dieser Faktor einzeln betrachtet wurde. Bei gleichzeitiger Berücksichtigung mit anderen Variablen, konnte ein bedeutsamer Effekt nicht mehr konstatiert werden. Bei jüngeren Kindern stellten Aromaa und Koautoren fest (22), dass die Häufigkeit des Fernsehens im Alter von 5 Jahren nicht prädiktiv für das Auftreten von Kopfschmerzen im Alter von 6 Jahren war. Die vorliegenden Daten stützen diesen Befund.

Entgegen der Darstellungen von Oksanen und Koautoren (13) erwies sich der tägliche PC-/Spielekonsolen-Konsum nicht als relevanter Einflussfaktor auf die Entstehung von Kopfschmerzen bei Kindern.

Fazit
Als vorsichtige Schlussfolgerung der berichteten Ergebnisse erscheint es sinnvoll, die Eltern darauf hinzuweisen, dass ihre Kinder über ausreichend Zeit für sich verfügen sollten. Aus vielen Untersuchungen ist die ungünstige Wirkung eines übervollen Terminkalenders auf die psychophysiologische Gesundheit von Kindern, aber auch von Erwachsenen, bekannt. Zudem scheint eine hohe Konflikthäufigkeit in der Familie das Auftreten von Kopfschmerzen bei Jungen zu begünstigen.

Mädchen scheinen im Vergleich zu Jungen sensibler auf das Verhalten ihrer Eltern zu reagieren, wenn sie über Kopfschmerzen berichten. Der ungünstige Umgang der Eltern mit den Kopfschmerzen ihrer Töchter kann demnach dazu führen, dass diese mit größerer Wahrscheinlichkeit über Kopfschmerzen berichten, wenn sie dadurch bestimmte Privilegien erhalten (etwa, wenn sie dann zu Hause bleiben dürfen, statt in die Schule gehen zu müssen, das heißt eine negative Verstärkung stattfindet) oder sie dann mehr Zuwendung (positive Verstärkung) erhalten. Wenngleich diese Reaktionen der Eltern genau beobachtet und analysiert werden müssen, kann und sollte der Behandler diesen Aspekt beachten.

Ein besonderer Verdienst der „KiJuKo“-Studie ist die Befragung und Datenauswertung im Längsschnitt. Vorliegende Daten aus Querschnittanalysen, die einen engen Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen bei Kindern und Kopfschmerzen ihrer Eltern und weiteren körperlichen Beschwerden des Kindes belegen (23), verweisen auf Einflussfaktoren, die in künftigen Längsschnittanalysen überprüft werden sollen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass hier Daten eines 1-Jahres-Follow-up präsentiert werden. Es ist anzunehmen, dass ein Effekt verschiedener Variablen erst nach einer längeren Latenzzeit zum Tragen kommt.

Wie eingangs beschrieben, ist eine umgekehrte Ursache-Wirkungs-Richtung ebenso denk- und erklärbar. So könnte etwa aus psychosomatischer Perspektive argumentiert werden, dass nicht ausgedrückte Emotionen in der Familie und die daraus resultierende chronische Anspannung zu Kopfschmerzen bei Kindern führen, wohingegen Streit einen kathartischen Effekt haben könnte und somit das Auftretensrisiko für Kopfschmerzen reduzieren sollte. Diese Aspekte müssten in weiteren bidirektionalen Analysen bedacht werden. Weiterhin sollten bei der Interpretation der Ergebnisse die wenig zufriedenstellenden Responderraten und eine damit reduzierte Generalisierbarkeit der Befunde berücksichtigt werden.

In dieser Arbeit wurde nicht zwischen verschiedenen Kopfschmerztypen (Migräne, Spannungskopfschmerz) differenziert. Einige Autoren kritisieren das Vorgehen, bei dem auf der Basis von Fragebogenangaben Rückschlüsse auf eine Diagnose gezogen werden und fordern den Einsatz von Interviews (24). Zudem wird wegen sich häufig überlappender Symptome von einer gemeinsamen Pathogenese ausgegangen, weshalb die Differenzierung verschiedener Kopfschmerztypen in Frage gestellt werden könnte (25). Deshalb wurde hier auf die Kopfschmerzfrequenz fokussiert. Andere Forscher plädieren für die Einbeziehung der Schmerzstärke oder daraus resultierenden Beeinträchtigungen, worauf in diesem Aufsatz kein Bezug genommen wurde.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 26. 11. 2008, revidierte Fassung angenommen: 2. 3. 2009


Anschrift für die Verfasser
Jennifer Gaßmann, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin
Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie
Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie
Georg-August-Universität Göttingen
Goßlerstraße 14
37073 Göttingen
E-Mail: jgassma2@uni-goettingen.de


Summary
Risk Factors for Headache in Children
Background: 10% to 30% of all children worldwide suffer from headaches at least once a week, potentially constituting a serious health problem that may lead to impairment in multiple areas. Therefore, one aim of the epidemiological longitudinal study "Children, Adolescents, and Headache" (KiJuKo) is the study of potential risk factors for the development of recurrent headaches.
Methods: In the first survey (2003), questionnaires were sent to 8800 households with a child between 7 and 14 years of age. Three further surveys followed, one each year from 2004 to 2006. A number of predictors having to do with family characteristics and leisure activities were identified on the basis of the first survey and were then studied in the second survey (n=2952) with respect to their influence on the new occurrence of headaches.
Results: The risk of developing recurrent headaches between the first and the second survey was elevated by a factor of approximately 1.8 for boys who experienced quarrels in the family more than once per week, and by a factor of 2.1 for boys who only "sometimes" had free time for themselves. The risk of developing recurrent headaches was 25% higher in girls whose parents reinforced the occurrence of headaches through either positive or negative behavior towards the child.
Conclusions: These findings are in accordance with those of other studies showing that, for boys, the frequency of quarreling in the family and the extent of leisure time are major factors in the development of recurrent headaches. For girls, the manner in which the parents respond to the child's headache seems to be important.
Dtsch Arztebl Int 2009; 106(3132): 509–16
DOI: 10.3238/arztebl.2009.0509
Key words: child health, headache, epidemiology, morbidity risk, leisure activities

Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit3109
The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de
eSupplement (pdf) und eGrafiken unter:
www.aerzteblatt.de/artikel09m509
1.
Anttila P, Metsähonkala L, Sillanpää M: Long-term trends in the incidence of headache in Finnish schoolchildren. Pediatrics 2006; 117: 1197–201. MEDLINE
2.
Laurell K, Larsson B, Eeg-Olofsson O: Prevalence of headache in Swedish schoolchildren, with a focus on tension-type headache. Cephalalgia 2004; 24: 380–8. MEDLINE
3.
Kienbacher C, Wöber C, Zesch HE et al.: Clinical features, classification and prognosis of migraine and tension-type headache in children and adolescents: a long-term follow-up study. Cephalalgia 2006; 26: 820–30. MEDLINE
4.
Connelly M: Recurrent pediatric headache: A comprehensive review. Children's Health Care 2003; 32: 153–89.
5.
Schmidt MH, Blanz B, Esser G: Häufigkeit und Bedeutung des Kopfschmerzes im Kindes- und Jugendalter. Kindheit und Entwicklung 1992; 1: 31–5.
6.
Ostkirchen GG, Andler F, Hammer F et al.: Prevalences of primary headache symptoms at school-entry: a population-based epidemiological survey of preschool children in Germany. J Headache Pain 2006; 7: 331–40. MEDLINE
7.
Luka-Krausgrill U, Reinhold B: Kopfschmerzen bei Kindern: Auftretensrate und Zusammenhang mit Streß, Streßbewältigung, Depressivität und sozialer Unterstützung. Zeitschrift für Gesundheitspsychologie 1996; 4: 137–51.
8.
Kaynak Key F, Donmez S, Tuzun U: Epidemiological and clinical characteristics with psychosocial aspects of tension-type headache in Turkish college students. Cephalalgia 2004; 24: 669–74. MEDLINE
9.
Aromaa M, Sillanpää M, Rautava P, Helenius H: Pain experience of children with headache and their families: A controlled study. Pediatrics 2000; 106: 270–5. MEDLINE
10.
Bijttebier P, Vertommen H: Antecedents, concomitants, and consequences of pediatric headache: Confirmatory construct validation of two parent-report scales. Journal of Behavioral Medicine 1999; 22: 437–56. MEDLINE
11.
Carlsson J, Larsson B, Mark A: Psychosocial functioning in schoolchildren with recurrent headaches. Headache 1996; 36: 77–82. MEDLINE
12.
Larsson B, Sund AM: Emotional/behavioural, social correlates and one-year predictors of frequent pains among early adolescents: Influences of pain characteristics. European Journal of Pain 2007; 11: 57–65. MEDLINE
13.
Oksanen A, Metsähonkala L, Anttila P et al.: Leisure activities in adolescents with headache. Acta Paediatrica 2005; 94: 609–15. MEDLINE
14.
Waldie KE: Childhood headache, stress in adolescence, and primary headache in young adulthood: A longitudinal cohort study. Headache 2001; 41: 1–10. MEDLINE
15.
Nash JM, Thebarge RW: Understanding psychological stress, its biological processes, and impact on primary headache. Headache 2006; 46: 1377–86. MEDLINE
16.
Saile H, Scalla P: Chronische Kopfschmerzen und Stress bei Kindern. Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie 2006; 35: 188–95.
17.
Gordon KE, Dooley JM, Wood E: Self-reported headache frequency and features associated with frequent headaches in Canadian young adolescents. Headache: The Journal of Head and Face Pain 2004; 44: 555–61. MEDLINE
18.
Dillman DA: Mail and internet surveys. The tailored design method. 2nd ed. New York, NY: John Wiley & Sons 2000; 464.
19.
Kröner-Herwig B, Heinrich M, Morris L: Headache in German children and adolescents: A population-based epidemiological study. Cephalalgia 2007; 27: 519–27. MEDLINE
20.
Muche R, Ring C, Ziegler C: Entwicklung und Validierung von Prognosemodellen auf Basis der logistischen Regression. Aachen: Shaker 2005; 1–221.
21.
Larsson B, Sund AM: One-year incidence, course, and outcome predictors of frequent headaches among early adolescents. Headache 2005; 45: 684–91. MEDLINE
22.
Aromaa M, Rautava P, Helenius H, Sillanpää M: Factors of early life as predictors of headache in children at school entry. Headache 1998; 38: 23–30. MEDLINE
23.
Kröner-Herwig B, Morris L, Heinrich M: Biopsychosocial correlates of headache: What predicts pediatric headache occurrence? Headache 2008; 48: 529–44. MEDLINE
24.
Rasmussen BK, Jensen R, Olesen J: Questionnaire versus clinical interview in the diagnosis of headache. Headache 1991; 31: 290–95. MEDLINE
25.
Turkdogan D, Cagirici S, Soylemez D, Sur H, Bilge C, Turk U: Characteristic and overlapping features of migraine and tension-type headache. Headache 2006; 46: 461–68. MEDLINE
e1.
Virtanen R, Aromaa M, Rautava P, Metsähonkala L, Anttila P, Helenius H et al.: Changes in headache prevalence between pre-school and pre-pubertal ages. Cephalalgia 2002; 22: 179–85. MEDLINE
e2.
Laurell K, Larsson B, Eeg-Olofsson O: Prevalence of headache in Swedish schoolchildren, with a focus on tension-type headache. Cephalalgia 2004; 24: 380–8. MEDLINE
e3.
Zencir M, Ergin H, Sahiner T, Kilic I, Alkis E, Ozdel L et al: Epidemiology and symptomatology of migraine among school children: Denizli urban area in Turkey. Headache 2004; 44: 780–5. MEDLINE
e4.
Fendrich K, Vennemann M, Pfaffenrath V, Evers S, May A, Berger K, Hoffmann W: Headache prevalence among adolescents—the German DMKG headache study. Cephalalgia 2007; 27: 347–54. MEDLINE
e5.
Hurrelmann K, Klocke A, Melzer W, Ravens-Sieberer U: WHO-Jugendgesundheitssurvey. Konzept und ausgewählte Ergebnisse für die Bundesrepublik Deutschland. Erziehungswissenschaft 2003; 27: 79–108.
e6.
Roth-Isigkeit A, Thyen U, Raspe HH, Stoven H, Schmucker P: Reports of pain among German children and adolescents: An epidemiological study. Acta Paediatrica 2004; 93: 258–63. MEDLINE
e7.
Walker LS, Zemann JL: Parental response to child illness behavior. Journal of Pediatric Psychology 1992; 17: 49–71. MEDLINE
e8.
Esser G, Blanz B, Geisel B, Laucht M: Mannheimer Elterninterview (MEI): Strukturiertes Interview zur Erfassung von kinderpsychiatrichen Auffälligkeiten. Weinheim: Beltz 1989.
e9.
Prochaska JJ, Salllis JF, Griffith B, Douglas J: Physical activity levels of Barbadian youth and comparison to a U.S. Sample. International Journal of Behavioral Medicine 2002; 9: 360–72. MEDLINE
e10.
Lampert T, Sygusch R, Schlack R: Nutzung elektronischer Medien im Jugendalter – Ergebnisse der KiGGS-Studie. Bundesgesundheitsblatt. Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys 2007; 50: 643–52. MEDLINE
e11.
Gaßmann J, Morris L, Heinrich M, Kröner-Herwig B: One-year course of paediatric headache in children and adolescents aged 8-15 years. Cephalalgia 2008; 28: 1154–62. MEDLINE
Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie der Georg-August-Universität Göttingen:
Dipl.-Psych. Gaßmann, Dipl.-Psych. Dr. rer. nat. Vath, van Gessel, MSc, Dipl.-Psych. Prof. Dr. phil. Kröner-Herwig
1. Anttila P, Metsähonkala L, Sillanpää M: Long-term trends in the incidence of headache in Finnish schoolchildren. Pediatrics 2006; 117: 1197–201. MEDLINE
2. Laurell K, Larsson B, Eeg-Olofsson O: Prevalence of headache in Swedish schoolchildren, with a focus on tension-type headache. Cephalalgia 2004; 24: 380–8. MEDLINE
3. Kienbacher C, Wöber C, Zesch HE et al.: Clinical features, classification and prognosis of migraine and tension-type headache in children and adolescents: a long-term follow-up study. Cephalalgia 2006; 26: 820–30. MEDLINE
4. Connelly M: Recurrent pediatric headache: A comprehensive review. Children's Health Care 2003; 32: 153–89.
5. Schmidt MH, Blanz B, Esser G: Häufigkeit und Bedeutung des Kopfschmerzes im Kindes- und Jugendalter. Kindheit und Entwicklung 1992; 1: 31–5.
6. Ostkirchen GG, Andler F, Hammer F et al.: Prevalences of primary headache symptoms at school-entry: a population-based epidemiological survey of preschool children in Germany. J Headache Pain 2006; 7: 331–40. MEDLINE
7. Luka-Krausgrill U, Reinhold B: Kopfschmerzen bei Kindern: Auftretensrate und Zusammenhang mit Streß, Streßbewältigung, Depressivität und sozialer Unterstützung. Zeitschrift für Gesundheitspsychologie 1996; 4: 137–51.
8. Kaynak Key F, Donmez S, Tuzun U: Epidemiological and clinical characteristics with psychosocial aspects of tension-type headache in Turkish college students. Cephalalgia 2004; 24: 669–74. MEDLINE
9. Aromaa M, Sillanpää M, Rautava P, Helenius H: Pain experience of children with headache and their families: A controlled study. Pediatrics 2000; 106: 270–5. MEDLINE
10. Bijttebier P, Vertommen H: Antecedents, concomitants, and consequences of pediatric headache: Confirmatory construct validation of two parent-report scales. Journal of Behavioral Medicine 1999; 22: 437–56. MEDLINE
11. Carlsson J, Larsson B, Mark A: Psychosocial functioning in schoolchildren with recurrent headaches. Headache 1996; 36: 77–82. MEDLINE
12. Larsson B, Sund AM: Emotional/behavioural, social correlates and one-year predictors of frequent pains among early adolescents: Influences of pain characteristics. European Journal of Pain 2007; 11: 57–65. MEDLINE
13. Oksanen A, Metsähonkala L, Anttila P et al.: Leisure activities in adolescents with headache. Acta Paediatrica 2005; 94: 609–15. MEDLINE
14. Waldie KE: Childhood headache, stress in adolescence, and primary headache in young adulthood: A longitudinal cohort study. Headache 2001; 41: 1–10. MEDLINE
15. Nash JM, Thebarge RW: Understanding psychological stress, its biological processes, and impact on primary headache. Headache 2006; 46: 1377–86. MEDLINE
16. Saile H, Scalla P: Chronische Kopfschmerzen und Stress bei Kindern. Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie 2006; 35: 188–95.
17. Gordon KE, Dooley JM, Wood E: Self-reported headache frequency and features associated with frequent headaches in Canadian young adolescents. Headache: The Journal of Head and Face Pain 2004; 44: 555–61. MEDLINE
18. Dillman DA: Mail and internet surveys. The tailored design method. 2nd ed. New York, NY: John Wiley & Sons 2000; 464.
19. Kröner-Herwig B, Heinrich M, Morris L: Headache in German children and adolescents: A population-based epidemiological study. Cephalalgia 2007; 27: 519–27. MEDLINE
20. Muche R, Ring C, Ziegler C: Entwicklung und Validierung von Prognosemodellen auf Basis der logistischen Regression. Aachen: Shaker 2005; 1–221.
21. Larsson B, Sund AM: One-year incidence, course, and outcome predictors of frequent headaches among early adolescents. Headache 2005; 45: 684–91. MEDLINE
22. Aromaa M, Rautava P, Helenius H, Sillanpää M: Factors of early life as predictors of headache in children at school entry. Headache 1998; 38: 23–30. MEDLINE
23. Kröner-Herwig B, Morris L, Heinrich M: Biopsychosocial correlates of headache: What predicts pediatric headache occurrence? Headache 2008; 48: 529–44. MEDLINE
24. Rasmussen BK, Jensen R, Olesen J: Questionnaire versus clinical interview in the diagnosis of headache. Headache 1991; 31: 290–95. MEDLINE
25. Turkdogan D, Cagirici S, Soylemez D, Sur H, Bilge C, Turk U: Characteristic and overlapping features of migraine and tension-type headache. Headache 2006; 46: 461–68. MEDLINE
e1. Virtanen R, Aromaa M, Rautava P, Metsähonkala L, Anttila P, Helenius H et al.: Changes in headache prevalence between pre-school and pre-pubertal ages. Cephalalgia 2002; 22: 179–85. MEDLINE
e2. Laurell K, Larsson B, Eeg-Olofsson O: Prevalence of headache in Swedish schoolchildren, with a focus on tension-type headache. Cephalalgia 2004; 24: 380–8. MEDLINE
e3. Zencir M, Ergin H, Sahiner T, Kilic I, Alkis E, Ozdel L et al: Epidemiology and symptomatology of migraine among school children: Denizli urban area in Turkey. Headache 2004; 44: 780–5. MEDLINE
e4. Fendrich K, Vennemann M, Pfaffenrath V, Evers S, May A, Berger K, Hoffmann W: Headache prevalence among adolescents—the German DMKG headache study. Cephalalgia 2007; 27: 347–54. MEDLINE
e5. Hurrelmann K, Klocke A, Melzer W, Ravens-Sieberer U: WHO-Jugendgesundheitssurvey. Konzept und ausgewählte Ergebnisse für die Bundesrepublik Deutschland. Erziehungswissenschaft 2003; 27: 79–108.
e6. Roth-Isigkeit A, Thyen U, Raspe HH, Stoven H, Schmucker P: Reports of pain among German children and adolescents: An epidemiological study. Acta Paediatrica 2004; 93: 258–63. MEDLINE
e7. Walker LS, Zemann JL: Parental response to child illness behavior. Journal of Pediatric Psychology 1992; 17: 49–71. MEDLINE
e8. Esser G, Blanz B, Geisel B, Laucht M: Mannheimer Elterninterview (MEI): Strukturiertes Interview zur Erfassung von kinderpsychiatrichen Auffälligkeiten. Weinheim: Beltz 1989.
e9. Prochaska JJ, Salllis JF, Griffith B, Douglas J: Physical activity levels of Barbadian youth and comparison to a U.S. Sample. International Journal of Behavioral Medicine 2002; 9: 360–72. MEDLINE
e10. Lampert T, Sygusch R, Schlack R: Nutzung elektronischer Medien im Jugendalter – Ergebnisse der KiGGS-Studie. Bundesgesundheitsblatt. Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys 2007; 50: 643–52. MEDLINE
e11. Gaßmann J, Morris L, Heinrich M, Kröner-Herwig B: One-year course of paediatric headache in children and adolescents aged 8-15 years. Cephalalgia 2008; 28: 1154–62. MEDLINE
  • Risiko Schule
    Dtsch Arztebl Int 2010; 107(4): 61; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0061a
    Ockel, Edith
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2010; 107(4): 61; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0061b
    Gaßmann, Jennifer

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Alle Leserbriefe zum Thema

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

Anzeige