Supplement: PRAXiS
Adressverzeichnis: Dubiose Anbieter
Dtsch Arztebl 2009; 106(40): [2]


Foto: picture-alliance/Chromorange
Die Stiftung Gesundheit (www.stiftung-gesundheit.de) warnt Ärzte davor, sich in dubiose Adressverzeichnisse im Internet einzutragen. Insbesondere per E-Mail werden diese Offerten derzeit verschickt – mit der Behauptung, der Adressat habe dem Eintrag bereits per Opt-in zugestimmt. Der Rat der Stiftung Gesundheit: Als erstes einen Blick ins Impressum werfen. „Wenn der Firmensitz im Ausland, beispielsweise auf den Seychellen oder in Rumänien liegt, sollte man hellhörig werden“, sagt Dr. Peter Müller, der Vorstand der Stiftung. Grundsätzlich nicht reagieren sollten Ärzte, wenn überhaupt kein oder nur ein unzureichendes Impressum vorhanden sei.
Außerdem sollten Ärzte keinesfalls ungerechtfertigte Rechnungen bezahlen. Das Geld zurückzubekommen, ist schwierig.
Um sicherzugehen, bei Online-Verzeichnissen keinem unseriösen Angebot in die Falle zu gehen, sollten Nutzer unter anderem folgende Punkte beachten: Ist das Verzeichnis tatsächlich verfügbar, und hat es seriöse Partner? Wird der Datenschutz beachtet? Führt das Angebot zu zweifelhaften Angeboten wie beispielsweise die Auktion von Billig-zahnersatz? Erhalten die Patienten nützliche Informationen wie Therapieschwerpunkte, Sprechzeiten, Telefon- und Faxnummer, Anfahrt? Sind kostenfreie und kostenpflichtige Bestandteile klar gekennzeichnet? Wie lang ist die Vertragsbindung beziehungsweise die Kündigungsfrist? Mt
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.