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Allensbach-Umfrage: Bürger blicken skeptisch auf Pflegeversicherung

Dtsch Arztebl 2009; 106(43): A-2119 / B-1819 / C-1779

Schmitt-Sausen, Nora

Foto: Photothek
Das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Pflegeversicherung ist gering. Wie das Institut für Demoskopie Allensbach in einer Umfrage ermittelte, fühlen sich nur zehn Prozent der Befragten durch sie ausreichend abgesichert. Dem gegenüber stehen 75 Prozent, die befürchten, im Pflegefall nicht genügend versorgt zu sein. 78 Prozent sind der Ansicht, dass die Einnahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung für die Versorgung nicht ausreichen. Zudem ergab die von der Marseille-Kliniken AG in Auftrag gegebene Studie, dass sich die Mehrheit der Bürger von der Politik mit dem Thema Pflege alleingelassen fühlt: 71 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass es in der Politik nicht den nötigen Stellenwert einnimmt.

Bei den Anforderungen an eine Pflegeeinrichtung und die Pflegequalität ist für die Bürger gut ausgebildetes Pflegepersonal entscheidend (83 Prozent). Auch die regelmäßige medizinische Versorgung durch Ärzte nimmt mit 78 Prozent einen hohen Stellenwert ein. Zwei Drittel der Befragten sehen keine Qualitätsunterschiede bei der Frage, ob kommunale, gemeinnützige, kirchliche oder private Träger die Einrichtung betreiben.

Für die Studie „Pflege in Deutschland“ wurden 1 804 Bürger zu den Themen Qualität, Finanzierung und politische Relevanz des Pflegesystems befragt. nos
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