MEDIZIN: Klinische Leitlinie

Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit

Clinical Practice Guideline: Helicobacter Pylori and Gastroduodenal Ulcer Disease

Dtsch Arztebl Int 2009; 106(49): 801-8; DOI: 10.3238/arztebl.2009.0801

Fischbach, Wolfgang; Malfertheiner, Peter; Hoffmann, Jörg C.; Bolten, Wolfgang; Kist, Manfred; Koletzko, Sibylle

Hintergrund: Helicobacter-pylori-assoziierte Erkrankungen und die gastroduodenale Ulkuskrankheit sind häufig und haben eine große klinische und ökonomische Bedeutung. Es erschien daher eine Leitlinie angebracht, die die Erkenntnisse der letzten Jahre und die Besonderheiten in Deutschland hinsichtlich Epidemiologie, Resistenzlage, Diagnostik und Therapie berücksichtigt.
Methoden: Die Konsensusleitlinie der Stufe 3, die auf den Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) basiert, wurde fachübergreifend unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) erstellt. Nach Festlegung der Suchbegriffe erfolgte eine systematische, IT-unterstützte Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed und Cochrane. Sie beschränkte sich auf deutsch- und englischsprachige Publikationen ab 2000.
Ergebnisse: Die Diagnose einer H.-pylori-Infektion kann mit nicht invasiven (13C-Harnstoff-Atemtest, Stuhlantigennachweis) und invasiven (Urease-Schnelltest, Histologie, Kultur) Tests sicher gestellt werden. Obligate Indikationen für eine Eradikationstherapie sind das Ulcus ventriculi und duodeni sowie das gastrale MALT-Lymphom. Fakultative Indikationen umfassen unter anderem die funktionelle Dyspepsie, die Prävention des Magenkarzinoms bei Risikopersonen und die Einleitung einer Dauertherapie mit nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) beziehungsweise das Auftreten gastrointestinaler Komplikationen unter NSAR oder Acetylsalicylsäure (ASS). Die Erstlinientherapie erfolgt mit der Kombination eines Protonenpumpeninhibitors (PPI) mit Clarithromycin plus Metronidazol oder Amoxicillin für mindestens eine Woche.
Schlussfolgerung: Die Leitlinie ermöglicht eine strukturierte, evidenzbasierte Diagnostik und Therapie der H.-pylori-Infektion und ihrer assoziierten Erkrankungen sowie der Ulkuskrankheit.
Schlüsselwörter: Helicobacter pylori, Ulcus ventriculi, Ulcus duodeni, Leitlinie
Nach der (Wieder)entdeckung des Helicobacter pylori (H. pylori) 1983 durch Warren und Marshall (1) erkannte man die Bedeutung des Keimes für die gastroduodenale Ulkuskrankheit. In den Folgejahren wurden zudem die äthiopathogenetische Rolle des H. pylori für das Magenkarzinom und das MALT-Lymphom sowie Assoziationen mit weiteren gastralen und extragastralen Erkrankungen evident.

Angesichts der Häufigkeit von H.-pylori-assoziierten Erkrankungen und der gastroduodenalen Ulkuskrankheit und ihrer großen klinischen und sozioökonomischen Bedeutung erschien eine fachübergreifende Leitlinie angebracht. Sie sollte die Erkenntnisse der letzten Jahre und gleichzeitig die Besonderheiten in Deutschland in Bezug auf Epidemiologie, antibiotische Resistenzlage, Diagnostik und Therapie berücksichtigen. Die Leitlinie wurde im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und in Kooperation mit anderen wissenschaftlichen Fachgesellschaften erstellt und erfüllt die methodischen Kriterien einer evidenzbasierten Konsensus-Leitlinie der Stufe 3 gemäß den Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).

In dieser Kurzfassung sind praktisch wichtige Aspekte zu Epidemiologie, Diagnostik und Therapie der H.-pylori-Infektion sowie die Indikationen zur Eradikationsbehandlung auf der Grundlage der Leitlinie zusammengefasst. Wer sich eingehender informieren möchte, sei auf die vollständige Leitlinie verwiesen (2). Dort sind auch die Literaturstellen für einige in diesem Text nicht mit Referenzen versehene Angaben vermerkt.

Methoden
Das Organisationskomitee stellte die Expertengruppen zusammen, benannte die Arbeitsgruppenleiter und definierte sieben Themenkomplexe (Kasten gif ppt):

• Epidemiologie
• Diagnostik, Typisierung, Resistenzlage, Resistenztestung
• Indikationen zur Therapie der H.-pylori-Infektion bei benignen Erkrankungen
• Prävention und Therapie neoplastischer Magenerkrankungen
• Therapie der H.-pylori-Infektion
• Besonderheiten der H.-pylori-Infektion bei Kindern und Jugendlichen
• nicht mit H. pylori assoziierte gastroduodenale Ulkuserkrankungen.

Die im Rahmen des Kompetenznetzes „Chronisch entzündliche Darmerkrankungen“ eingerichtete Arbeitsgruppe der Charité (W. Höhne, J. Hoffmann, J. Preiß) unterrichtete auf einem eigens dafür veranstalteten Workshop die verantwortlichen Teilnehmer in den Arbeitsgruppen über die Vorgehensweise der Suchwortauswahl und einer formalisierten Literatursuche. Die Recherche erfolgte in den Datenbanken PubMed und Cochrane. Sie beschränkte sich auf deutsch- und englischsprachige Publikationen (Leitlinien, systematische Übersichtsarbeiten, kontrollierte randomisierte Studien, Beobachtungsstudien) ab 2000. Eine IT-Unterstützung zur Erstellung konsentierter Dictionaries stand zur Verfügung. Die Literatursuche auf der Basis der Suchbegriffe ergab annähernd 20 000 Arbeiten. Das Fließschema (Grafik 1 gif ppt) zeigt beispielhaft das Vorgehen für den Themenkomplex I: „Epidemiologie“.

Nach Sichtung und Ergänzung der Literatur wurden letztlich 490 relevante Arbeiten ausgewählt, auf deren Basis die Arbeitsgruppenleiter die Fragen formulierten. Nach deren Beantwortung in den einzelnen Arbeitsgruppen wurde der endgültige Fragenkatalog im Internet zur Bearbeitung durch alle Leitlinienteilnehmer (Delphi-Technik) bereitgestellt. Die auf der Grundlage des beantworteten Fragenkataloges von den Arbeitsgruppenleitern formulierten Vorschläge zur Konsensusfindung wurden am ersten Tag der abschließenden Konsensuskonferenz in den einzelnen Arbeitsgruppen diskutiert und überarbeitet. Im Plenum wurde sodann über die Konsensusvorschläge mittels TED abgestimmt (Tabelle 1 gif ppt). In der Regel determinierte die Evidenzstärke den Empfehlungsgrad (Tabelle 2 gif ppt). In begründeten Fällen wurde davon abgewichen und in der Konsensuskonferenz eine Aufwertung oder Herunterstufung vorgenommen.
Epidemiologische Situation in Deutschland
H. pylori ist ein obligat pathogenes, Gram-negatives Bakterium, das die Magenschleimhaut besiedelt und dort eine chronisch-aktive Typ-B-Gastritis induziert. Auf deren Boden können sich die gastroduodenale Ulkuskrankheit, das distale (Nicht-Kardia-)Magenkarzinom und das Marginalzonen-B-Zell-Lymphom vom MALT(mucosa-associated-lymphoid tissue)-Typ entwickeln (A, starker Konsens) (6,7).

Die epidemiologische Situation in Deutschland weist folgende Charakteristika auf:

• mit dem Alter ansteigende Durchseuchungsrate: 5 % der Kinder und 30 % der Erwachsenen sind mit dem Keim infiziert (3, 4)
• deutlich höhere Infektionsrate bei Immigranten (36 % bis 86 %)
• Rückgang der Infektionshäufigkeit in den letzten Jahrzehnten und auch künftig ([5]; Kohorteneffekt)
• Erwerb der Infektion im Kleinkindesalter in der Familie
• Übertragungsweg oral-oral, gastral-oral, fäkal-oral
• seltene Rezidivinfektionen bei Erwachsenen (1 % pro Jahr).

Maßnahmen zur Prävention einer H.-pylori-Infektion wie eine Impfung stehen bislang nicht zur Verfügung.

Diagnose der H.-pylori-Infektion
Die Diagnose einer H.-pylori-Infektion erfolgt direkt (Nachweis des Keimes oder von Bestandteilen des Bakteriums) oder indirekt (Ureaseaktivität, Antikörpernachweis). Es bieten sich hierzu invasive Methoden und nichtinvasive Verfahren an (A, starker Konsens). Alle invasiven Methoden setzen eine Endoskopie mit Entnahme von Biopsien voraus. Sensitivität und Spezifität der verschiedenen Tests sind hoch (Tabelle 3 gif ppt) (8, 9). Allerdings kommen sowohl falschpositive als auch falschnegative Ergebnisse vor. Erstere können durch eine bakterielle Besiedelung des Mund- und Rachenraumes oder des Magens verursacht sein, Letztere werden bei akuter oberer gastrointestinaler Blutung oder bei geringer Kolonisationsdichte des Bakteriums in der Folge einer Magenteilresektion oder einer H.-pylori-suppressiven Therapie beobachtet.

Kriterien für eine zuverlässige Diagnose
Die Wahl des Testverfahrens zum Nachweis der H.-pylori-Infektion richtet sich nach der Fragestellung und Indikation. Immer dann, wenn eine Endoskopie durchgeführt wird, bietet sich die Kombination von Urease-Schnelltest und Histologie an. Dieses Vorgehen bedingt die Entnahme von je einer Biopsie aus Antrum und Korpus für den Urease-Schnelltest und von je zwei weiteren Biopsien für die Histologie und erfüllt damit die Forderung nach zwei positiven Testergebnissen für die Diagnose einer H.-pylori-Infektion (C, starker Konsens). Eine Ausnahme hiervon stellt lediglich das Ulcus duodeni dar, für das aufgrund der hohen H.-pylori-Prävalenz ein einziges positives Testergebnis für die Therapieentscheidung ausreicht. Die Histologie hat grundsätzlich den Vorteil, dass sie neben dem Keimnachweis auch Informationen über das Verteilungsmuster und die Aktvität der Gastritis liefert. Die Kultur weist zwar eine 100-prozentige Spezifität auf, ist aber vergleichsweise aufwändig und teuer, da die Biopsien in einem speziellen Nährmedium an ein mikrobiologisches Labor versandt werden müssen. Sie wird damit üblicherweise nur bei einer Resistenztestung eingesetzt. Bei diskrepanten Befunden von Urease-Schnelltest und Histologie wird man auf den Harnstoffatemtest oder den Stuhlantigentest auf monoklonale Antikörper zurückgreifen. Serologische Tests sind als Entscheidungsgrundlage für eine Therapie ungeeignet, weil sie nicht zwischen einer früheren und einer noch fortbestehenden und damit behandlungsbedürftigen Infektion differenzieren können.

Es ist auf Mindestzeitintervalle zwischen der Durchführung des Tests und einer vorausgegangenen H.-pylori-supprimierenden Therapie zu achten: Zwei Wochen nach einer Protonenpumpenhemmer-Medikation beziehungsweise vier Wochen nach einer Eradikationstherapie oder einer Antibiotikabehandlung aus anderen Gründen (C, Konsens). Unklar ist, ob auch H2-Rezeptorantagonisten die Sensitivität der Tests reduzieren.

Von der Diagnose zur Therapie
Grafik 2 (gif ppt) fasst die erforderlichen Schritte von der Diagnose mit den oben beschriebenen Testverfahren bis zur Therapie zusammen.

Zunächst ist die Frage zu beantworten, ob eine Indikation für eine H.-pylori-Diagnostik und gegebenenfalls eine Eradikationsbehandlung besteht (D, starker, Konsens). Wird sie bejaht, muss immer vor Einleitung einer Therapie der Nachweis der Infektion geführt werden (D, Konsens). Ist dies erfolgt, wird eine empirische Erstlinientherapie eingeleitet (Ausnahme: Kinder). Dies ist aufgrund der günstigen Resistenzsituation in Deutschland möglich, die ein Therapieansprechen in etwa 90 % der Fälle erwarten lässt. Wird unter Berücksichtigung der zeitlichen Mindestintervalle für die Tests eine erfolgreiche Eradikation bestätigt, sind routinemäßige Kontrollen auf eine H.-pylori-Reinfektion nicht erforderlich (B, starker Konsens). Bleibt der Eradikationserfolg aus, richtet sich das weitere Vorgehen danach, ob eine Kontrollendoskopie indiziert ist oder nicht. Wird eine Endoskopie durchgeführt, sollte hierbei eine Biopsieentnahme für Kultur und Resistenztestung erfolgen (B, mehrheitliche Zustimmung). Dies ermöglicht eine antibiogrammgerechte Zweitlinientherapie. Anderenfalls gilt es, sich für eine empirische Zweitlinientherapie zu entscheiden. Ist auch damit kein Eradikationserfolg zu erreichen, ist eine Endoskopie mit Biopsieentnahme für Kultur und Empfindlichkeitstestung obligat (B, Konsens).

Behandlung der H.-pylori-Infektion
Für die Erstbehandlung einer H.-pylori-Infektion sollte eine mindestens einwöchige Dreifachtherapie aus einem Protonenpumpenihibitor (PPI) und Clarithromycin plus Metronidazol oder Amoxicillin angewendet werden (A, starker Konsens) (Tabelle 4 gif ppt) (12). Eine sequenzielle Therapie (PPI plus Amoxicillin Tag 1 bis 5 gefolgt von PPI plus Clarithromycin und Imidazolderivat Tag 6 bis 10) oder andere Vierfachtherapien sind alternative Optionen (A, mehrheitliche Zustimmung) (20). Die Daten zur Sequenztherapie wurden allerdings in Ländern mit unvergleichlich höherer Clarithromycinresistenz erhoben und sind deshalb nicht automatisch auf Deutschland übertragbar. Zudem steht der komplexe Einnahmemodus einer allgemeinen Empfehlung entgegen. Praktisch wichtig ist, dass eine vorgeschaltete säurehemmende Therapie mit einem PPI den Eradikationserfolg nicht gefährdet und somit eine intravenöse Antibiose bei Intensivpatienten mit Ulkusblutung nicht erforderlich ist (A, starker Konsens). Die Rate schwerwiegender Nebenwirkungen sollte unter 5 % liegen (D, Konsens). Für die genannten Erstlinienprotokolle ist dies der Fall. Auftretende Nebenwirkungen gehen nahezu ausschließlich auf die eingesetzten Antibiotika zurück.

Die Zweitlinientherapie erfolgt bei einer Resistenztestung antibiogrammgerecht oder erneut empirisch (Grafik 2). Grafik 3 (gif ppt) listet die für die empirische Zweitlinientherapie zur Verfügung stehenden Eradikationsprotokolle auf (21). Hierbei ist auf eine mögliche Resistenzinduktion und individuelle Intoleranzen oder Allergien des Patienten zu achten (B, starker Konsens). Ferner sollten Begleitmaßnahmen, die für einen Therapieerfolg wesentlich sind, strikt berücksichtigt werden. Eine Drittlinientherpie sollte immer auf Basis einer Resistenztestung durch einen Spezialisten eingeleitet werden.

Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen
Es gibt zahlreiche Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen bezüglich der H.-pylori-Infektion, die in der Leitlinie ausführlich dargestellt sind (2). Zwei praktisch wichtige Aspekte seien herausgehoben. Eine „Test-and-Treat“-Strategie sollte bei symptomatischen Kindern und Jugendlichen nicht durchgeführt werden (C, Konsens). Immer sollte bereits vor der ersten Therapie eine Empfindlichkeitstestung aus Magenbiopsien erfolgen und die Eradikationstherapie nach deren Ergebnis gewählt werden (B, starker Konsens).

Indikationen für eine Eradikationstherapie
Es müssen absolute, relative und fehlende Indikationen unterschieden werden. In der Leitlinie werden die Empfehlungen mit den Aussagen „muss“, „sollte“, „kann“ und „sollte nicht“ gewichtet. Tabelle 5 (gif ppt) fasst die Indikationen zusammen und gibt die dazugehörigen Empfehlungsgrade, Konsensstärke und Besonderheiten an. Grundsätzlich kann man drei Gruppen differenzieren, bei denen über eine Eradikation zu entscheiden ist:

• gastroduodenale Erkrankungen
• Einnahme von traditionellen nichtsteroidalen Antirheumatika (tNSAR) und (Acetylsalicylsäure) ASS
• extragastrale Erkrankungen.

Einige Besonderheiten der in Tabelle 5 aufgeführten Indikationen seien nachfolgend näher kommentiert.

Die zahlenmäßig häufigste und durch die Datenlage am besten abgesicherte Indikation für eine Eradikationsbehandlung ist das peptische Ulkus. Ob floride oder anamnestisch, ob mit oder ohne Komplikationen, ein Ulcus ventriculi oder duodeni muss immer einer Eradikation zugeführt werden.

Bei der funktionellen Dyspepsie gilt es, zwischen zwei grundsätzlich unterschiedlichen Situationen zu differenzieren. Eine „Test-and-Treat“-Strategie, das heißt, der nichtinvasive Nachweis der H.-pylori-Infektion und die nachfolgende Eradikationsbehandlung ohne endoskopische Abklärung der dyspeptischen Beschwerden, wird aus grundsätzlichen Überlegungen heraus abgelehnt. Möglich ist indessen die H.-pylori-Eradikation nach endoskopischer Ausschlussdiagnostik. Nach der großen deutschen ELAN-Studie ist von einer „number needed to treat“ (NNT) von 1 : 15 auszugehen (13).

Traditionelle nichtsteroidale Antirheumatika (tNSAR) und ASS sind anerkannt ulzerogene Faktoren, die bei einer gleichzeitig bestehenden H.-pylori-Infektion ein differenziertes Vorgehen erfordern. Dieses hängt davon ab, ob

• eine Dauermedikation (> 4 Wochen) eingeleitet werden soll oder bereits eine längerfristige Einnahme vorausgegangen ist
• zusätzliche Risikofaktoren für gastrointestinale Nebenwirkungen (Tabelle 5) bestehen
• tNSAR oder ASS oder aber eine Kombinationstherapie eingenommen werden
• Komplikationen wie eine obere gastrointestinale Blutung unter der laufenden Medikation eingetreten sind.

Grundsätzlich wird einer Begleitmedikation mit einem PPI ein höheres präventives Potenzial als der alleinigen H.-pylori-Eradikation zugesprochen, die indessen in bestimmten Situationen zusätzlich durchgeführt werden sollte oder kann (Tabelle 5).

Neue Erkenntnisse nach Verabschiedung der Leitlinie
Die Leitlinie hat eine fakultative Empfehlung zur H.-pylori-Eradikation mit dem Ziel der Magenkarzinomprophylaxe bei Risikopersonen ausgesprochen. Als Letztere wurden Individuen mit einer Pan- oder Korpus-dominanten Gastritis oder solche mit einem Magenkarzinom in der Familie eingestuft. Dabei ist der karzinopräventive Effekt der Keimeradikation umso größer, je früher die Behandlung erfolgt. Haben sich eine Atrophie oder intestinale Metaplasie entwickelt, könnte ein „point of no return“ erreicht sein. Eine randomisierte Studie aus Japan relativiert dies. Sie zeigte, dass eine Eradikation auch bei Patienten, die einer endoskopischen Resektion eines Magenfrühkarzinoms zugeführt worden waren, das Auftreten metachroner Karzinome signifikant verhindern konnte (Odds Ratio: 0,353; 95-%-Konfidenzintervall: 0,161–0,775) (24).

Die Empfehlung der Leitlinie, dass bei simultaner Einnahme von ASS und Clopidogrel wegen des nachweislich erhöhten Risikos für eine gastroduodenale Blutung eine begleitende PPI-Medikation erfolgen sollte, kann angesichts der jüngsten Datenlage in dieser Form nicht aufrecht erhalten bleiben. Zwei im Jahr 2009 publizierte retrospektive Kohortenstudien haben Hinweise darauf gegeben, dass unter der Kombination von Clopidogrel und PPIs ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko zu beobachten ist (25, e1). Dies hat mit der Genehmigung der European Medicines Agency (EMEA) zum Versand eines Rote-Hand-Briefes geführt, der darlegt, dass „die gleichzeitig Einnahme von Clopidogrel und PPI vermieden werden sollte, es sei denn, sie ist absolut notwendig“. Eine theoretische Grundlage hierfür existiert insofern, als beide Substanzen über das Cytochrom P450 Subtyp CYP2C19 aktiviert beziehungsweise metabolisiert werden. Allerdings haben zwei von drei Post-hoc-Analysen der Daten randomisierter Studien (e2e5) keinen negativen Effekt durch PPIs nachweisen können. Künftig wird ein abgewogenes, an dem individuellen gastrointestinalen Risiko orientiertes Vorgehen anzustreben sein. Es wäre schön, wenn angesichts der Tragweite dieser Problematik und der großen Zahl betroffener Herzpatienten eine gemeinsame Stellungnahme von Gastroenterologen und Kardiologen hierzu erreicht werden könnte.

Interessenkonflikt
Prof. Fischbach wurde honoriert für Vorträge von den Firmen Abbott, Sanofi-Aventis, AstraZeneca, Nycomed, Falk, Pfizer und Norgine.
Dr. Bolten hat Honorare für Beratungs- und Vortragstätigkeit erhalten von den Firmen Pfizer, MDS und AstraZeneca.
Prof. Kist erhielt finanzielle Unterstützung im Rahmen der „ResiNet“-Studie durch die Firma Nycomed Deutschland GmbH.
Prof. Malfertheiner bekam finanzielle Unterstützung für Referententätigkeiten von den Firmen Abbott, AstraZeneca, und Nycomed sowie im Rahmen von Forschungsprojekten von den Firmen AstraZeneca, Axcan, Nycomed und Novartis.
PD Dr. Hoffmann hält Aktien der Firma Siemens, ist Berater der Firma Essex und wurde honoriert für Vorträge von den Firmen Abbott, Esai, Essex und Falk.
Prof. Koletzko erhielt finanzielle Studienunterstützung von den Firmen Oxoid Ltd. Hampshire, AstraZeneca, und Wedel. Sie wurde honoriert für Beratertätigkeit von der Firma AstraZeneca und für Vorträge von den Firmen AstraZeneca und Wedel.

Manuskriptdaten
eingereicht: 20. 4. 2009, revidierte Fassung angenommen: 27. 10. 2009


Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Wolfgang Fischbach
Medizinische Klinik II und Klinik für Palliativmedizin
Klinikum Aschaffenburg,
Akad. Lehrkrankenhaus der Universität Würzburg
Am Hasenkopf, 63739 Aschaffenburg
E-Mail: med2-aschaffenburg@t-online.de


SUMMARY
Clinical Practice Guideline: Helicobacter Pylori
and Gastroduodenal Ulcer Disease
Background: Helicobacter pylori-associated diseases and gastroduodenal ulcer disease are common conditions of major clinical and economic importance. There is thus a need for a guideline that incorporates the scientific knowledge gained in recent years and that takes specific aspects of the situation in Germany into account with regard to epidemiology, resistance status, diagnostic evaluation, and treatment.
Methods: This level-S3 consensus guideline was developed in accordance with the recommendations of the Association of Scientific Medical Societies in Germany (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, AWMF). It was commissioned by the German Association for Digestive and Metabolic Diseases (Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, DGVS) and prepared in cooperation with other scientific societies. After search terms were compiled, a systematic, IT-supported literature search was performed in the PubMed and Cochrane databases. The search was restricted to articles that appeared in German or English from 2000 onward.
Results: H. pylori infection can be accurately diagnosed either non-invasively (with a 13C-urea breath test or a stool antigen test) or invasively (with a rapid urease test, by histology, or by culture). Gastric and duodenal ulcer and gastric MALT lymphoma are absolute indications for eradication therapy; relative indications include functional dyspepsia, the prevention of gastric cancer in persons at risk, the initiation of long-term treatment with non-steroidal anti-inflammatory drugs (NSAID), and the prior occurrence of gastroduodenal complications with the use of either NSAID or acetylsalicylic acid (ASA). First-line therapy consists of a proton-pump inhibitor (PPI) and clarithromycin combined with either metronidazole or amoxicillin, given for at least one week.
Conclusion: This guideline enables the structured, evidence-based diagnosis and treatment of H. pylori infection and associated conditions, as well as of gastroduodenal ulcer disease.

Key words: Helicobacter pylori, gastric ulcer, duodenal ulcer, guideline


Zitierweise: Dtsch Arztebl Int 2009; 106(49): 801–8
DOI: 10.3238/arztebl.2009.0801

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur: www.aerzteblatt.de/lit4909
The English version of this article is available online: www.aerzteblatt-international.de
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Medizinische Klinik II und Klinik für Palliativmedizin, Klinikum Aschaffenburg: Prof. Dr. med. Fischbach
Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Universitätklinikum Magdeburg: Prof. Dr. med. Malfertheiner
Abteilung für Innere Medizin I, St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus, Ludwigshafen: PD Dr. med. Hoffmann
Rheumatologie, Klaus-Miehlke-Klinik, Wiesbaden: Dr. med. Bolten
Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Nationales Referenzzentrum Helicobacter pylori, Universitätsklinikum Freiburg: Prof. Dr. med. Kist
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