BRIEFE
Interview: Schade
Dtsch Arztebl 2010; 107(11): A-498 / B-436 / C-428

Schade, Herr Rösler: Es dürfte wohl endgültig klar sein, dass er, wiewohl Kollege, echte finanzielle Verbesserungen für Ärzte und andere Leistungserbringer scheut wie der Teufel das Weihwasser. Stattdessen ganz wie Frau Schmidt (SPD) ein windelweiches „Verbesserungen für alle, vor allem die 80 Millionen Versicherten“. Das Ganze garniert mit blumigen Formulierungen wie Lob des „enormen Einsatzes der Ärztinnen und Ärzte“, die „wieder Freude am Beruf haben sollen“. Selbstverständlich „mehr Verantwortung, weniger Bürokratie“. Na ja. „Druckreif, aber ausweichend“ – der Kommentar passt exakt.
Und das ebenfalls windelweiche „Fair“ statt „Gerecht“ oder „Solidarisch“– Hört, hört! Nein: „Gerechtigkeit“ und „FDP“ – das geht halt nicht zusammen. Es rettet uns kein höh’res Wesen, das müssen wir schon selbst tun. Mit massenhaften und fantasievollen Demonstrationen und Aktionen, zum Beispiel nach dem Muster der Medi-Aktionen letztes Jahr in Baden-Württemberg und Bayern. Auf geht’s!
Dr. med. Peter Görgler, 70372 Stuttgart
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