MEDIZIN: Originalarbeit

Finanzierung von Arzneimittelstudien durch pharmazeutische Unternehmen und die Folgen – Teil 1

Qualitative systematische Literaturübersicht zum Einfluss auf Studienergebnisse, -protokoll und -qualität

The Financing of Drug Trials by Pharmaceutical Companies and Its Consequences: Part 1. A Qualitative, Systematic Review of the Literature on Possible Influences on the Findings, Protocols, and Quality of Drug Trials

Dtsch Arztebl Int 2010; 107(16): 279-85; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0279

Schott, Gisela; Pachl, Henry; Limbach, Ulrich; Gundert-Remy, Ursula; Ludwig, Wolf-Dieter; Lieb, Klaus

Hintergrund: Verschiedene Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass von pharmazeutischen Unternehmen finanzierte klinische Studien zu Arzneimitteln im Vergleich zu unabhängig von den Firmen durchgeführten Untersuchungen häufiger ein Ergebnis haben, das für den Wirkstoff des Pharmaunternehmens günstig ausfällt. Außerdem wurden unterschiedliche Formen der Einflussnahme auf Arzneimittelstudien durch pharmazeutische Unternehmen festgestellt. Eine Übersicht über aktuelle systematische Untersuchungen zum Thema soll die derzeitige Datenlage darstellen.
Methode: Literaturstellen einer systematischen Recherche in der Datenbank PubMed (1. 11. 2002 bis 16. 12. 2009) wurden durch zwei Mitarbeiter unabhängig voneinander beurteilt, ausgewählt und durch Publikationen aus den Literaturverzeichnissen ergänzt.
Ergebnisse: 57 Publikationen wurden in die Auswertung eingeschlossen (Teil 1 und 2 der Publikation). Veröffentlichte Arzneimittelstudien, die von pharmazeutischen Unternehmen finanziert werden oder bei deren Autoren ein finanzieller Interessenkonflikt vorliegt, ergeben häufiger ein für die Pharmafirma vorteilhaftes Ergebnis als aus anderen Quellen finanzierte Untersuchungen. Außerdem werden die Resultate öfter zugunsten des Sponsors interpretiert als in unabhängig finanzierten Studien. Es zeigten sich Hinweise, dass pharmazeutische Unternehmen das Studienprotokoll zu ihren Gunsten beeinflussen. Die methodische Qualität in von Pharmafirmen finanzierten Studien stellt sich nicht schlechter dar als die Qualität von anders finanzierten Untersuchungen.
Schlussfolgerungen: Bei der Beurteilung eines Arzneimittels führen Angaben aus publizierten Studien, die von pharmazeutischen Unternehmen finanziert wurden, häufig zu einem verzerrten Bild. Dies wird nicht durch die methodische Qualität der Arzneimittelstudien erklärt.
Von pharmazeutischen Unternehmen finanzierte klinische Studien zu Arzneimitteln haben im Vergleich zu Studien, die unabhängig von Pharmafirmen durchgeführt wurden, häufiger ein günstiges Ergebnis für den Wirkstoff des pharmazeutischen Sponsors. Diesen Zusammenhang haben verschiedene Untersuchungen der letzten Jahre gezeigt (14). Gleichzeitig wurden unterschiedliche Formen der Einflussnahme beschrieben, durch die pharmazeutische Unternehmen auf das Protokoll und die Durchführung sowie die Interpretation und Publikation der Ergebnisse von Arzneimittelstudien einwirken (1, 3, 5, 6).

Zwei wichtige Übersichtsarbeiten zum Thema wurden im Jahr 2003 publiziert (7, 8):

Bekelman et al. analysierten in einer quantitativen Untersuchung anhand von 37 Studien das Ausmaß und die Bedeutung finanzieller Verbindungen zwischen biomedizinischen Unternehmen auf der einen Seite und akademischen Institutionen und Wissenschaftlern auf der anderen Seite (7). In dieser systematischen Übersichtsarbeit zeigte sich, dass Interessenkonflikte in Form finanzieller Verbindungen zwischen Wissenschaftlern, akademischen Institutionen und der Industrie weit verbreitet sind. Ungefähr ein Viertel der akademischen Mitarbeiter und ungefähr zwei Drittel der akademischen Institutionen hatten finanzielle Beziehungen zur Industrie. Aus acht in die Untersuchung eingeschlossenen Übersichtsarbeiten mit insgesamt 1 140 Originalarbeiten (darunter randomisierte, kontrollierte Studien [RCT], ökonomische Analysen und retrospektive Kohortenstudien) ergab sich, dass eine statistisch signifikante Assoziation zwischen der Finanzierung durch biomedizinische Unternehmen und für die Industrie günstigen Schlussfolgerungen besteht (summarische Odds Ratio [OR] 3,6; 95-%-Konfidenzintervall [KI] 2,6–4,9). Eine Finanzierung durch die Industrie war darüber hinaus mit Beschränkungen bei den Publikationsrechten und beim Zugriff auf die Studiendaten verbunden.

Lexchin et al. zeigten in ihrer systematischen Übersicht von 30 Arbeiten, dass Arzneimittelstudien, die von pharmazeutischen Unternehmen finanziert worden sind, mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit veröffentlicht werden, im Falle einer Publikation aber häufiger ein für den Sponsor positives Ergebnis aufweisen als Studien, die aus anderen Quellen finanziert wurden. Die methodische Qualität (analysiert in 13 der eingeschlossenen Arbeiten) stellte sich in Arzneimittelstudien, die durch pharmazeutische Unternehmen finanziert wurden, nicht schlechter dar als in Studien mit anderer Finanzierung.

Die Ergebnisse einer klinischen Arzneimittelstudie können von der wissenschaftlichen Fragestellung über die Planung und Durchführung bis hin zur Auswertung und Publikation in vielen Bereichen beeinflusst werden (5).

In der vorliegenden systematischen Übersichtsarbeit prüften die Autoren, ob auch die aktuell publizierten Untersuchungen einen Zusammenhang zwischen der Finanzierung einer Arzneimittelstudie durch pharmazeutische Unternehmen und für pharmazeutische Unternehmen positiven Ergebnissen zeigen. Zudem gingen die Autoren der Frage nach, ob beziehungsweise wie die Art der Finanzierung das Studienprotokoll und die -qualität beeinflusst (Teil 1 der Publikation). Darüber hinaus wurden weitere Bereiche im Ablauf klinischer Arzneimittelstudien identifiziert und dargestellt, auf die sich eine finanzielle Unterstützung durch pharmazeutische Unternehmen auswirken kann (Teil 2 der Publikation).

Methoden
Systematische Literaturrecherche
Die Kriterien für die Auswahl systematischer Untersuchungen zu den Auswirkungen der Art der Finanzierung auf die Ergebnisse orientierten sich an den erwähnten Übersichtsarbeiten (7, 8). Gesucht wurde in der Datenbank PubMed. Die wichtigsten MeSH-Terms und Suchbegriffe, kombiniert mit Booleschen Operatoren, waren: „conflict of interest“, „research support as topic“, „clinical trials as topic“, „commerce“, „drug industry“, „authorship“, „publication bias“, „financial support“.

Es wurden unter anderem folgende begrenzende Kriterien (Limits) eingesetzt: „publication date”, „clinical trial”, „meta-analysis”, „randomized controlled trial”.

Recherchiert wurde am 26. 5. 2008 (Zeitraum 1. 11. 2002 bis 26. 5. 2008), am 4. 12. 2008 (Zeitraum 26. 5. 2008 bis 3. 12. 2008) und am 16. 12. 2009 (Zeitraum 1. 10. 2008 bis 16. 12. 2009).

Die Suche schloss Studien jeglicher Sprache mit ein. Zwei der Autoren (G. Schott, U. Limbach) wählten die geeigneten Arbeiten unabhängig voneinander entsprechend den Ein- und Ausschlusskriterien (siehe unten) aus. Bei divergierender Meinung wurde ein Konsens durch Diskussion auch mit einem weiteren Autor (K. Lieb) erreicht. Zusätzlich wurden die Literaturverzeichnisse aller relevanten Artikel gesichtet (9).

Ein- und Ausschlusskriterien
Alle recherchierten Literaturstellen wurden anhand folgender Einschlusskriterien analysiert:

• die Publikation erfolgte zwischen dem 1. 11. 2002 und dem 16. 12. 2009 (also im Anschluss an die Analyse von Bekelman et al. [7])
• in der Veröffentlichung werden die Methoden der Studie beschrieben
• die Studie liefert empirische Daten zu der Frage, ob beziehungsweise wie sich eine Finanzierung durch pharmazeutische Unternehmen auf den Ablauf einer Arzneimittelstudie auswirkt (zum Beispiel auf den Prüfplan, die Durchführung, die Ergebnisse, die Schlussfolgerungen oder die Publikation).

Publikationen als Kommentar, Editorial oder Abstract wurden nicht berücksichtigt.

Einige Arbeiten hatten sowohl klinische Studien zu Arzneimitteln als auch zum Beispiel zu chirurgischen Interventionen, Medizinprodukten oder präklinische Untersuchungen eingeschlossen. In diesen Fällen wurde die Studie dann miteinbezogen, wenn relevante Ergebnisse separat für klinische Prüfungen von Arzneimitteln dargestellt waren.

Auswertung der Literatur
Von jeder Studie wurden wesentliche Charakteristika, die Fragestellung und wichtige Ergebnisse zusammengefasst (eTabelle gif ppt). Die methodische Qualität der eingeschlossenen Studien wurde nicht systematisch bewertet, weil es für die unterschiedlichen Designs (darunter systematische Übersichtsarbeiten, Metaanalysen, Fallstudien, Querschnittsstudien) kein gemeinsames validiertes und zuverlässiges Instrument zur Qualitätsbewertung gibt.

Da die verschiedenen Facetten der Einflussnahme möglichst umfassend dargestellt werden sollten, wurde für die Auswertung eine deskriptive Herangehensweise gewählt und es wurden keine Hypothesen aufgestellt oder statistische Analysen durchgeführt. Die Studien wurden thematisch nach ihrem Resultat geordnet.

Ergebnisse
Die Suche in der Datenbank PubMed ergab 1 705 Literaturstellen. Nach Durchsicht von Literaturverzeichnissen wurden unter Berücksichtigung der Ein- und Ausschlusskriterien 57 Publikationen ausgewertet (Grafik gif ppt). Die Ergebnisse dieser Auswertung werden in Teil 1 und 2 dieser Publikation dargestellt.

Eingeschlossen wurden hauptsächlich Publikationen, deren ausdrückliches Ziel es war, klinische Studien, die durch pharmazeutische Unternehmen finanziert worden waren, mit klinischen Studien ohne Finanzierung durch Pharmafirmen zu vergleichen, zum Beispiel hinsichtlich der Ergebnisse oder Schlussfolgerungen. Daneben wurden auch einige thematisch verwandte Publikationen, in denen die Auswirkungen der Finanzierung einer Studie durch pharmazeutische Unternehmen untersucht wurden, eingeschlossen. Dazu zählen zum Beispiel Arbeiten, in denen Daten, die der amerikanischen Zulassungsbehörde (Food and Drug Administration, FDA) vorlagen, mit denen in den zugehörigen Publikationen in medizinischen Fachzeitschriften verglichen wurden, oder Fallstudien zu einzelnen Wirkstoffen.

Zwei systematische Übersichtsarbeiten mit ähnlichem Fokus wie die eigene Untersuchung wurden ausgeschlossen, da deren wesentlichen Primärarbeiten bereits einbezogen waren (10, 11). Die Ergebnisse der Publikationen, die in die vorliegende systematische Übersichtsarbeit eingeschlossen worden sind, basieren zum großen Teil auf klinischen Arzneimittelstudien, die vornehmlich im anglo-amerikanischen Raum durchgeführt wurden. Einige Arbeiten haben auch Untersuchungen aus Deutschland in die Analyse einbezogen. Die aktuellsten Studien, die in den eingeschlossenen Veröffentlichungen als Datenquelle berücksichtigt worden sind, wurden im November 2008 publiziert. Die einbezogenen Publikationen betreffen verschiedene medizinische Themengebiete, wobei jedoch nicht sicher ausgeschlossen werden kann, dass vereinzelt Originaldaten von Arzneimittelstudien mehrfach eingeschlossen wurden. Einige Arbeiten beschäftigten sich mit mehreren Aspekten.

Zusammenhang zwischen Art der Finanzierung und Ergebnissen von Arzneimittelstudien
Von den 57 eingeschlossenen Publikationen widmeten sich 26 der Frage, ob die Ergebnisse und/oder Schlussfolgerungen in Arzneimittelstudien von der Art der Finanzierung oder von finanziellen Interessenkonflikten der Autoren abhängen (eTabelle).

Die Untersuchungen betrafen verschiedene medizinische Themen und Fachdisziplinen (unter anderem Onkologie [e1, e2], kardiovaskuläre Erkrankungen [e3], Psychiatrie [e4]) und hatten unterschiedliche Studiendesigns (zum Beispiel systematische Übersichtsarbeit, Metaanalyse, Fallstudie).

Insgesamt kamen 23 der 26 Studien zu dem Resultat, dass eine positive Korrelation zwischen der -Finanzierung einer Studie durch pharmazeutische Unternehmen und/oder Interessenkonflikten der -Autoren und einem für den Sponsor günstigen Ergebnis beziehungsweise positiven Schlussfolgerungen besteht. Bei 22 Studien wurde die statistische Signifikanz für diese Aussage geprüft und bei 20 bestätigt.

In vier Untersuchungen fiel auf, dass die Ergebnisse der durch pharmazeutische Unternehmen finanzierten Studien in den Schlussfolgerungen zugunsten des Sponsors interpretiert wurden, unabhängig vom Resultat der Studie (e5e8).

In drei Untersuchungen zeigte sich keine eindeutige Assoziation zwischen der Finanzierung einer Studie durch pharmazeutische Unternehmen und einem für den Sponsor günstigen Ergebnis (e9e11). In einer Untersuchung aus der Urologie (e11) wurden nur sehr wenige Studien analysiert (n = 24). Zudem gibt der Autor als Interessenkonflikt eine Tätigkeit für das „Speakers Bureau – Pfizer“ an. Eine andere Untersuchung prüfte den Zusammenhang zwischen der Aussage von Ergebnissen und der Finanzierungsquelle in klinischen Studien, die in fünf einflussreichen medizinischen Zeitschriften veröffentlicht worden waren, über einen Zeitraum von 20 Jahren (e10). Auch in dieser Arbeit, in der sich über den gesamten Zeitraum bei den meisten Publikationen unabhängig von der Finanzierungsquelle positive Ergebnisse für das getestete Medikament ergaben, ließ sich bei industriell finanzierten Untersuchungen im Unterschied zu Studien, die durch gemeinnützige Organisationen unterstützt wurden, über die Zeit ein Trend zu einer Zunahme positiver Ergebnisse feststellen (e10). In einer weiteren Untersuchung wurden Ergebnisse (nicht aber Interpretationen oder Schlussfolgerungen) aus klinischen Studien zu Arzneimitteln in der Schmerzbehandlung verglichen, die zum Teil seit langem als Generika vorliegen (e9).

Gestaltung des Studienprotokolls
In fünf der insgesamt 57 eingeschlossenen Studien wurde untersucht, ob sich eine Finanzierung durch pharmazeutische Unternehmen auf die Gestaltung des Studienprotokolls auswirkt (Tabelle 1 gif ppt). Es zeigte sich, dass in durch Pharmaunternehmen finanzierten RCT zur Psoriasis signifikant häufiger Placebos verwendet wurden als in durch andere Quellen finanzierten Studien (e12). Ferner erwies sich, dass in mehreren von einem pharmazeutischen Unternehmen gesponserten Studien zur Behandlung der vorzeitigen Ejakulation der relevante objektive Endpunkt vernachlässigt wurde (e13). In einer Untersuchung zu inhalativen Kortikosteroiden traten signifikante Unterschiede in der Häufigkeit von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) bei den Probanden im Vergleich zur Kontrollgruppe nur halb so häufig auf, wenn die Studie von den Herstellern finanziert worden war (siehe auch Teil 2 der Publikation). Die Unterschiede ließen sich allein auf das Design der Studie zurückführen. So wurden in Untersuchungen, die von pharmazeutischen Unternehmen finanziert worden waren, zum Beispiel niedrigere Dosierungen verwendet.

Eine weitere Arbeit ergab, dass es sich bei einer RCT mit Rofecoxib um einen „seeding trial“ handelte, also um eine klinische Studie, die vorgibt der Beantwortung einer wissenschaftlichen Fragestellung zu dienen, jedoch in Wirklichkeit das Ziel hat, das Arzneimittel bei den verschreibenden Ärzten bekannt zu machen und den Verkauf zu fördern (e14). Die Auswertung interner, vertraulicher Dokumente des pharmazeutischen Unternehmens, die im Rahmen von Gerichtsprozessen an die Öffentlichkeit gelangten, ergab, dass die Studie von der Marketingabteilung des Unternehmens entworfen und durchgeführt wurde. Daneben gab es aber auch Hinweise auf andere Unregelmäßigkeiten. Zunächst wurde die Zielgruppe der verschreibenden Ärzte bestimmt (Hausärzte) und erst danach ein passendes Prüfprotokoll formuliert. Über das wahre Studienziel – das Marketing des Arzneimittels – wurden weder Ethikkommissionen noch Teilnehmer informiert. Um die Werbung möglichst erfolgreich umzusetzen und das Arzneimittel bei vielen Ärzten anzupreisen, wurde die Studie in 600 Studienzentren durchgeführt. Die hohe Zahl von Studienzentren wäre zur Beantwortung der offiziellen Fragestellung (Vergleich der gastrointestinalen Verträglichkeit von Rofecoxib versus Naproxen) nicht notwendig gewesen. Hinweisen auf eine erhöhte kardiovaskuläre Morbidität unter Rofecoxib wurde nicht nachgegangen. Die Publikation der Untersuchung wurde von Mitarbeitern des pharmazeutischen Herstellers verfasst, erschien jedoch unter dem Namen eines anderen Arztes. Es handelt sich somit um eine Gastautorschaft (siehe Teil 2 der Publikation). Das verantwortliche pharmazeutische Unternehmen hat den Marketingeffekt der Studie untersucht. Tatsächlich verschrieben Ärzte, die an der Untersuchung teilgenommen hatten, in den ersten sechs Monaten nach Markteinführung Rofecoxib signifikant häufiger.

Unterschiede im Studienprotokoll von Untersuchungen zu atypischen Antipsychotika waren demgegenüber nicht auf die Art der Finanzierung zurückzuführen (e15). Verglichen wurden Studienprotokolle von drei pharmazeutischen Unternehmen und von Studien, die nicht durch Pharmafirmen unterstützt worden waren. In den Prüfplänen von zwei pharmazeutischen Unternehmen fanden sich häufiger eine Verblindung, eine Placebo-Kontrolle und ein atypisches Antipsychotikum als Vergleichssubstanz als in den Prüfplänen einer anderen Pharmafirma oder in Studien, die nicht industriell unterstützt worden waren.

Zusammenhang zwischen Art der Finanzierung und methodischer Qualität der Studien
Insgesamt vier Arbeiten beschäftigten sich mit der methodischen Qualität von Arzneimittelstudien in Abhängigkeit von der finanziellen Unterstützung (Tabelle 2 gif ppt). Zur Bewertung der Qualität wurden verschiedene Instrumente verwendet: für RCT die Jadad-Skala (12) und eine Skala basierend auf dem CONSORT-Statement (e16), in denen unter anderem Fragen nach der Verblindung und Randomisierung gestellt werden, sowie für systematische Übersichtsarbeiten der Oxman und Gyatt-Index, in dem zum Beispiel nach Suchstrategien und Vermeidung eines Selektionsbias gefragt wird (13).

Die methodische Qualität der klinischen Studien, die mit finanzieller Unterstützung durch pharmazeutische Unternehmen durchgeführt wurden, war in zwei Untersuchungen vergleichbar oder sogar besser als bei Finanzierung durch einen Sponsor ohne kommerzielle Interessen (e16, e17) und wurde nur in einer Studie als tendenziell schlechter beurteilt (e18). Bei einem Vergleich von industriell finanzierten Metaanalysen und Cochrane Reviews zeigten Cochrane Reviews eine bessere methodische Qualität (e6). So wurden zum Beispiel häufiger die Suchstrategien und Methoden zur Randomisierung beschrieben und es wurde umfassender nach Literatur gesucht.

Diskussion
Klinische Arzneimittelstudien, die von pharmazeutischen Unternehmen finanziert werden oder bei denen Autoren einen finanziellen Interessenkonflikt haben, ergeben weitaus häufiger ein für das pharmazeutische Unternehmen günstiges Ergebnis als aus anderen Quellen finanzierte Studien. Darüber hinaus werden Daten in den Schlussfolgerungen in industriell finanzierten Studien häufiger zugunsten des Sponsors interpretiert. Dies ergab die vorliegende systematische Literaturrecherche und Analyse der zwischen dem 1. 11. 2002 und dem 16. 12. 2009 publizierten Untersuchungen zu verschiedenen Krankheiten, Studienarten (zum Beispiel RCT, Beobachtungsstudien) und Arzneimitteln. Das Ergebnis bestätigt damit Schlussfolgerungen zweier systematischer Übersichtsarbeiten aus dem Jahr 2003 mit vergleichbarer Fragestellung (7, 8). Das Prinzip der Equipoise, das heißt, der Unsicherheit darüber, welche Therapiealternative für den Patienten von größerem Nutzen ist, bildet die ethische Basis für klinische Forschung, in der Probanden verschiedenen Behandlungen zugeordnet werden (14). Dieses Prinzip scheint in durch pharmazeutische Unternehmen finanzierten Studien vielfach verletzt zu werden.

Die Ursachen dafür, dass von Pharmafirmen finanzierte Studien häufiger positive Ergebnisse erbringen, sind vielfältig. So ergaben vier Untersuchungen Hinweise darauf, dass pharmazeutische Unternehmen das Studienprotokoll zu ihren Gunsten beeinflussen (e12e14, e19), zum Beispiel dadurch, dass häufiger Placebos in der Kontrollgruppe verwendet werden als in unabhängig finanzierten Studien (e12). Die Ergebnisse Placebo-kontrollierter Studien werden zwar teilweise für die Zulassung von den zuständigen Behörden verlangt, diese fordern jedoch auch zur Verwendung von aktiven Kontrollen auf (15). Weitere Faktoren, die das für den Sponsor häufig günstige Ergebnis in Studien, die durch pharmazeutische Unternehmen finanziert werden, bedingen, werden im Teil 2 dieser Übersichtsarbeit dargestellt.

Es fand sich kein Hinweis für eine schlechtere Studienqualität in von Pharmafirmen finanzierten Untersuchungen. Vielmehr zeigte sich in zwei Studien sogar eine Überlegenheit der methodischen Qualität (e16, e17). Allerdings muss man berücksichtigen, dass wichtige Parameter durch die zur Bewertung der Qualität verwendeten Instrumente nicht erhoben wurden, unter anderem die klinische Relevanz von Zielgrößen. In der Onkologie beispielsweise bestehen derzeit erhebliche Defizite bei der Gestaltung des Prüfplans klinischer Studien, die industriell gesponsert werden. Zum Beispiel gibt es Mängel bei der Definition patientenrelevanter Endpunkte und der Auswahl geeigneter Vergleichssubstanzen im Kontrollarm von RCT (1619). Auch werden klinische Studien nach Zwischenanalysen häufig abgebrochen (20). Dadurch sind kurz nach der Zulassung eines Arzneimittels die Beurteilung des Zusatznutzens sowie der Sicherheit neuer Wirkstoffe in der Onkologie und somit auch eine Nutzen-Risiko-Bewertung häufig nicht möglich (21).

Die Arbeit wurde aus Mitteln der Förderinitiative Versorgungsforschung der Bundesärztekammer unterstützt. Der 110. Deutsche Ärztetag hatte die Bundesärztekammer damit beauftragt, im Rahmen der Förderinitiative Versorgungsforschung die Einflüsse der Auftraggeber auf die wissenschaftlichen Ergebnisse von Arzneimittelstudien zu untersuchen.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 29. 5. 2009, revidierte Fassung angenommen: 23. 2. 2010


Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Gisela Schott
Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft
Herbert-Lewin-Platz 1
10623 Berlin
E-Mail: gisela.schott@akdae.de


Summary
The Financing of Drug Trials by Pharmaceutical Companies and Its Consequences: Part 1. A Qualitative, Systematic Review of the Literature on Possible Influences on the Findings, Protocols, and Quality of Drug Trials

Background: In recent years, a number of studies have shown that clinical drug trials financed by pharmaceutical companies yield favorable results for company products more often than independent trials do. Moreover, pharmaceutical companies have been found to influence drug trials in various ways. This paper provides an overview of the findings of current, systematic studies on this topic.
Methods: Publications retrieved from a systematic Medline search on this topic from 1 November 2002 to 16 December 2009 were independently evaluated and selected by two of the authors. These publications were supplemented by further ones found in their references sections.
Results: 57 publications were included for evaluation in Parts 1 and 2 of this article. Published drug trials that were financed by pharmaceutical companies, or whose authors declared a financial conflict of interest, were found to yield favorable results for the drug manufacturer more frequently than independently financed trials whose authors had no such conflicts. The results were also interpreted favorably more often than in independently financed trials. Furthermore, there was evidence that pharmaceutical companies influenced study protocols in a way that was favorable to themselves. The methodological quality of trials financed by pharmaceutical companies was not found to be any worse than that of trials financed in other ways.
Conclusion: Published drug trials that are financed by pharmaceutical companies may present a distorted picture. This cannot be explained by any difference in methodological quality between such trials and trials financed in other ways.


Zitierweise: Dtsch Arztebl Int 2010; 107(16): 279–85
DOI: 10.3238/arztebl.2010.0279

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit1610

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

eTabelle unter:
www.aerzteblatt.de/artikel10m0279
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Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Berlin: Dr. med. Schott, Dipl.-Biol. Pachl, Prof. Dr. med. Gundert-Remy, Prof. Dr. med. Ludwig
Klinik für Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie, HELIOS Klinikum Berlin-Buch:
Prof. Dr. med. Ludwig*
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin Mainz:
Cand. med. Limbach, Prof. Dr. med. Lieb*
* Beide Autoren haben zu der Publikation zu gleichen Anteilen beigetragen.
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e31. Vlad SC, LaValley MP, McAlindon TE, Felson DT: Glucosamine for pain in osteoarthritis: why do trial results differ? Arthritis Rheum 2007; 56: 2267–77. MEDLINE
  • Pauschale Vorwürfe
    Dtsch Arztebl Int 2010; 107(38): 669; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0669a
    Throm, Siegfried
  • Meinungsführer
    Dtsch Arztebl Int 2010; 107(38): 669-70; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0669b
    Sachtleben, Stefan
  • Notorische Schwächen
    Dtsch Arztebl Int 2010; 107(38): 670; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0670a
    Maares, Jürgen
  • Bedenkliche Entwicklung
    Dtsch Arztebl Int 2010; 107(38): 670-1; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0670b
    Maier, Christoph; Zenz, Michael
  • Nationale Stiftung
    Dtsch Arztebl Int 2010; 107(38): 671; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0671a
    Freund, Mathias
  • Recherche-Bias
    Dtsch Arztebl Int 2010; 107(38): 671-2; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0671b
    Braschoß, Anja
  • Beratungsbedarf
    Dtsch Arztebl Int 2010; 107(38): 672-3; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0672
    Grass, Guido; Mäder, Karolina
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2010; 107(38): 673-4; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0673
    Lieb, Klaus; Ludwig, Wolf-Dieter; Schott, Gisela

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