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Markus von Lutterotti † Pionier der Hospizbewegung gestorben

Dtsch Arztebl 2010; 107(18): A-869 / B-761 / C-749

Klinkhammer, Gisela

Markus von Lutterotti. Foto: privat
Prof. Dr. med. Markus von Lutterotti ist am 21. April im Alter von 96 Jahren in Freiburg gestorben. Bekanntgeworden ist von Lutterotti vor allem auch als Gründer einer der ersten Hospizgruppen in Deutschland. Doch da hatte er bereits eine lange Karriere hinter sich: Der in Trient geborene von Lutterotti legte nach dem Studium an den Universitäten Wien und Bologna im Jahr 1938 das medizinische Staatsexamen ab. Nach amerikanischer Kriegsgefangenschaft kehrte er 1946 an die Medizinische Klinik des Städtischen Krankenhauses in Bremen zurück, wo er bereits vorher tätig war. 1954 habilitierte er im Fach Innere Medizin. Lange Jahre, von 1957 bis 1983, war er Leiter der Inneren Abteilung des Lorettokrankenhauses in Freiburg.

Dort warb er unermüdlich für die Hospizidee. Im Jahr 1991 gründete er die ökumenische Hospizbewegung in Freiburg sowie zehn Jahre später das „Hospiz Karl Josef“. Es war ihm immer ein Anliegen, die Palliativmedizin zu fördern und den Menschen einen würdigen Tod ohne Schmerzen zu ermöglichen. Den ärztlich begleiteten Suizid lehnte von Lutterotti dagegen stets ab.

Seine Auseinandersetzung mit der Thematik ist unter anderem nachzulesen in von Lutterottis im Jahr 1985 erschienenen Buch „Menschenwürdiges Sterben“, in dem er sich auf der Grundlage seiner langjährigen Erfahrung und seiner christlichen Lebensauffassung mit der Begleitung von Menschen in der Endphase ihres Lebens beschäftigte. Gisela Klinkhammer
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