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Biotechnologie: Gute Zahlen trotz Wirtschaftskrise

Dtsch Arztebl 2010; 107(22): A-1090 / B-962 / C-950

EB

Die deutsche Biotechnologiebranche hat die Finanz- und Wirtschaftskrise nahezu unbeschadet überstanden. Das ergab eine im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführte Studie, die bei den Deutschen Biotechnologietagen 2010 in Berlin vorgestellt wurde.

Danach ist die Zahl der in der kommerziellen Biotechnologie beschäftigten Mitarbeiter 2009 erstmals über die Marke von 30 000 gesprungen und liegt nun bei 31 600 (ein Plus von fünf Prozent gegenüber 2008). Der Umsatz der 531 Biotechnologieunternehmen lag wie im Vorjahr bei 2,2 Milliarden Euro. Auch die Forschungs- und Entwicklungsausgaben blieben 2009 mit 1,1 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Außerdem ist die Pipeline an Medikamentenkandidaten erneut länger geworden.

Foto: Photothek
Weitere Daten zeigen, dass die Marktkapitalisierung der börsennotierten Unternehmen 2009 deutlich gestiegen ist, während die Verluste zurückgingen. Einzig die Verfügbarkeit von Risikokapital hat 2009 nochmals spürbar abgenommen. „Die Firmen haben in der Krise neue Arbeitsplätze geschaffen, so dass mehr Menschen denn je in der kommerziellen Biotechnologie beschäftigt sind. Das unterstreicht, wie wichtig innovative Technologien als Wachstumsmotor für Deutschland sind“, sagte der Staatssekretär im BMBF, Georg Schütte. Diese positive Entwicklung will das Ministerium künftig weiter stärken. „In den nächsten Jahren wollen wir die Biotechnologie als Eckpfeiler einer wissensbasierten Bioökonomie in Deutschland ausbauen“, erklärte Schütte. EB
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