BERUF

Palliativversorgung: Kreative Zusammenarbeit

Dtsch Arztebl 2010; 107(34-35): [126]

Hillienhof, Arne

Eine Online-Patientendokumentation soll die Versorgung von Sterbenskranken verbessern.

Eine Expertengruppe der ambulanten Palliativversorgung in Nordrhein-Westfalen will die ambulante Versorgung von sterbenskranken Menschen durch eine internetbasierte Patientendokumentation verbessern. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Initiative über einen Zeitraum von zwei Jahren.

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„Um schwerstkranke Patienten in ihrer Lebensendphase effizient zu betreuen, müssen Pflegekräfte, Ärzte, Hospizdienste und ehrenamtliche Mitarbeiter intensiv und kreativ zusammenarbeiten“, sagt Projektleiter Thomas Althoff von der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Ein webbasiertes Patientendokumentationssystem könne dabei wertvolle Dienste leisten.

Ein aus Eigenmitteln finanziertes IT-Vorprojekt des Palliativnetzes Bochum konnte Althoff zufolge bereits aufzeigen, wie eine elektronische Patientenakte die Versorgung Sterbender optimieren kann. Darauf aufbauend will die Arbeitsgruppe nun die Weichen für ein Pilotprojekt mit bundesweitem Modellcharakter stellen. Ein Fachbeirat soll die Anforderungen für ein entsprechendes System entwickeln.

„Im Vordergrund steht dabei die Frage, welche Berufsgruppe welche Daten dokumentieren und verarbeiten soll und welche Anforderungen die einzelnen Beteiligten an ein solches System haben“, erklärt Projektleiter Althoff. Dabei laute das Credo: „Dokumentiere so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.“

Neben den Ärztekammern Westfalen-Lippe und Nordrhein sowie der KV Westfalen-Lippe beteiligen sich an dem Projekt Praktiker verschiedener Palliativnetze in Bielefeld, Bochum und Münster, Mitarbeiter aus dem Hospizbereich, Versorger aus Dresden und Offenbach, der Deutsche Hospiz- und Palliativverband, die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, Krankenkassen sowie das Institut für Medizinische Informatik und Biomathematik der Universität Münster. hil

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